Linke-Fraktionschef Alfredo Förster sagt: "Am 3. März 321 nach Christus hat Kaiser Konstantin den Sonntag zum staatlich geschützten wöchentlichen Feiertag erklärt und damit das erste Gesetz zum Schutz des Sonntags erlassen. Am 26. November 2008 soll die Stadtverordnetenversammlung nach dem Willen unserer CDU-Oberbürgermeisterin über eine weitere sonntägliche Öffnung des Beetsee-Centers entscheiden. Dieses Ansinnen lehne ich ab."
Er erklärt weiter: "Den Anlass für einen zusätzlichen Einkaufssonntag bildet ein Sport- und Mitgliederwerbetag für Sportvereine der Stadt Brandenburg an der Havel. Der historische Bezug auf den ersten staatlichen Sonntagsschutz unter Kaiser Konstantin vor 1687 Jahren lässt sich leicht herstellen. Denn der Sonntag ist für die allermeisten Brandenburger seit damals oft ein Geschenk für: - unverplante, arbeitsfreie Zeit, - Zeit zur Besinnung, - gemeinsame Zeit mit und für die Familie, - kein Konsumzwang, - einfach mal Mensch sein.
Und das Beetsee-Center hat bereits für alle 4 Advents-Sonntage (30.11., 07.12., 14.12., und 21.12.2008) eine sonntägliche Öffnung ihrer Verkaufshallen beantragt und genehmigt bekommen!Genügt das nicht? Gerade in der betriebsamen Hektik des Jahres und insbesondere der Vorweihnachtszeit, die von Handys unterbrochen und Mobilität geprägt ist, sind Pausen dringend nötig. Zwischen Weihnachten und Silvester gönne ich auch dem Personal des Beetsee-Centers diese Sonntags-Pause. Ich fordere die Stadtverordneten auf, sich dieses eine Mal gegen die totale Ökonomisierung der Sonntage, der wirtschaftlichen Ausbeutung des Verkaufspersonals und der Umsatzmaximierung einzusetzen. Ein konsequenter Schutz der arbeitsfreien Sonn- und Feiertage ist eine Bekräftigung unserer Sonn- und Feiertagstagskultur. Für die Ablehnung der Vorlage 291/2008 ist ein breiter Konsens in unseren SVV nötig. Dafür werbe ich und dafür stehe ich in der Verantwortung. Wirkungsvoll handeln können wir nur gemeinsam."
Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion.
Dieser Artikel wurde bereits 2043 mal aufgerufen. / Erstellt am: 03.11.2008 - 07:18 Uhr
Es geht hier nicht um Personen, sondern um ein Gesetz, welches Sonntagsöffunungszeiten geregelt hat. Wenn hier über persönliche Befindlichkeiten zu einer bestimmten Person gemosert wird, scheint mir das wohl etwas gegen den Baum zu laufen. Förster ist so weit ich weiss als Fraktionsvorsitzender in einer Position. Also weniger als Privatperson. Sollte man trennen. Sonntagsarbeit ist im Sinne des Profites gut- im Sinne des Menschen nicht.
Veritatis Splendor
12-11-08 | 14:24
Liebe Frau Gruber,
gerade weil ich das 8. Gebote ehre, bin ich ja gegen sonntägliche Öffnungszeiten. Vielleicht sollten Sie meinen Kommentar einfach noch mal lesen.
Ich bin demütig und ich liebe meinen Nächsten, ingewisser Weise dann auch Herrn Förster, auch wenn er es einem schwer macht.
Mir geht es nur darum: Förster nimmt für sich in Anspruch atheistisch zu sein, verkündet das sogar in einer Pressemitteilung und knapp 3 Tage später argumentiert er mit Besinnung und dem bekehrten Kaiser Konstantin. Nur das meine ich. Heute sagt Förster Gras ist grün, morgen sagt er Gras ist rot. Das kann man doch mal hinterfragen, oder?
Kritiker
08-11-08 | 17:54
Frau Gruber,
ihre pseudo hochkarätig-philisophischen Ansätze gehören aber leider nicht in diese Diskussion :) Sicher können Sie diese von sich geben, aber es geht den Leuten hier um Förster, nicht darum, ob Ihre Werte- und Moralvorstellung verletzt wurde.
Und Sie haben niemanden die Empfehlung zu geben, von seiner Meinungsfreiheit kein Gebrauch zu machen.
Wenn es uns wichtig wäre, uns wichtig zu machen, würden wir nich anonym schreiben. Ungefähr so wichtig, wie Sie sich mit Ihren diskussionsfremden Kommentaren machen.
Ilona Gruber
08-11-08 | 17:41
Herr @Kritiker, es mag wohl so seien wie Sie es sagen. Ich vermisse im Stil und im Inhalt des @VS die Wahrhaftigkeit und Ernsthaftigkeit seiner Aussagen. Wir bräuchten diesen Diskussionsraum nicht mehr; jeder bleibt in seiner Höhle und schreit seine Meinung heraus; Meinungsbildung ist dann tabu. Ich nehme an, dass Sie sich um eine Meinung bemühen wollen. Zum herumplappern dürfte die Zeit zu schade sein. Der Zweck heiligt nicht die Mittel und fördert kaum die Möglichkeit jemanden seine Meinung nahe zu bringen. Und außerdem beleidigt @VS auch meine ästhetische und moralische Grund- und Werteauffassung. Wenn er und Sie nur schreiben um sich wichtig zu machen und uns nur Plattheiten servieren, dann sollten er und Sie schweigen. Solange, bis dieser Herr sich nicht eindeutig erklärt, wenn nicht anders, meine Mail-Adresse kennt er ja, werde ich ihn in als Scharlatan und Luftblase charakterisieren. Es tut mir Leid. Gerade bei den von Ihnen zuletzt hingeworfenen Sätzen sollten Sie sich diese Gedanken durch den Kopf gehen lassen.
Ich bin @cg1 dankbar für die Gestaltung dieser Möglichkeit des Gedankenaustausches.
Ilona Gruber
Kritiker
07-11-08 | 23:17
Mensch Frau Gruber,
Sie sind der wunderbare Beweis dafür, wie Meetingpointdiskussionen sich selbst entfremden. Mit ihrem Blasphemihe "Veritatis Splendor" BlaBla treffen Sie doch den Kern der ganzen Diskussion nicht. Ob nun Veritatis Splendor Totsünden ( lächerlich diese Diskussion, interessiert kein SChwein ) begeht oder nicht, es geht darum, dass Förster sich mal wieder mit seinem sozialistischem Gelaber disqualifiert hat.
Nie wieder Sozialismus!
Nie wieder Freiheitsentzug!
Ilona Gruber
07-11-08 | 10:13
Veritatis Splendor – Glanz der Wahrheit,
von Blasphemie – Gotteslästerung zu sprechen steht Ihnen am aller wenigsten zu. Ich habe Sie schon auf Ihre blasphemische geführte Argumentation und Haltung aufmerksam gemacht. Sie machen sich mindestens der Hauptsünden der Superbia: Hochmut (Übermut, Eitelkeit), des Ira(Zorn) und Vana gloria (Ruhmsucht) mit Ihren Kommentaren und Ihrer Nick-Namensgebung schuldig. Ist es nicht anmaßend sich mit einen solchen Kommentar-Nicknamen zu melden. Denken Sie an das 2. und 8.Gebot. Gehen Sie in sich. Betrachten Sie die Enzyklika „Veritatis Splendor“ auch für sich als einen Weg. Denken Sie daran was auch in der Enzyklika „Veritatis Splendor“ gefordert wird: Demut und Liebe deinen Nächsten.
Ihre Aussage „Gespaltener kann eine Persönlichkeit gar nicht sein“ trifft wohl vor allem auf Sie selbst, Veritatis Splendor – Glanz der Wahrheit, zu.
Ilona Gruber
auch einer der sonntags arbeiten geht
04-11-08 | 20:33
Wie gesagt!! Ich persönlich habe kein Problem damit am Sonntag arbeiten zu gehen. Einen Ausgleich dafür bekomme ich unter der Woche.
Die Wahl haben sie mit Sicherheit nicht. Aber sie haben sich damit abgefunden. Polizisten können auch nicht auf einmal sagen: Wir möchten Sonntag frei haben. (auch wenn der Vergleich etwas hinkt)
Im Enteffekt möchte Herr Förster allen Bürgerinnen und Bürgern die freie Entscheidung, selbst zu wählen wann sie shoppen gehen, abnehmen. Ich glaube diese art von Entscheidungsabnahme gab es schon einmal in der Geschichte der BRD? !
Es geht überall darum das die Menschen frei entscheiden dürfen (Krankenkasse, KfZ Versicherung etc.) Warum wird sich aber so dermaßen stur gestellt, wenn es darum geht, auch mal am Sonntag eine Banane bei real oder Aldi zu kaufen?? Im übrigen gehe auch ich davon aus, ebenso wie Frau Preuß, dass die Veränderung des Ladenschlussgesetzes zur Förderung von Arbeitsplätzen führen würde. Die Arbeitgeber wären somit "gezwungen" mehr Arbeitskräfte einzustellen, da sie unter der Woche ja den Ausgleich schaffen müssen. Natürlich besteht hier die Gefahr, ähnlich wie bei Kaisers, dass nur noch Zeitarbeiter eingestellt werden, aber: Auch Zeitarbeit ist eine Form der Beschäftigung.
axl
04-11-08 | 20:09
Wir leben in einer sozialen, nicht in einer freien, Marktwirtschaft
Sind du und deine Freunde glücklich damit, sonntags arbeiten zu gehen oder haben sie einfach nicht die Wahl? Ich persönlich könnte mir auch was anderes vorstellen, als am Sonntag um 18 Uhr auf Arbeit zu erscheinen.
auch einer der sonntags arbeiten geht
04-11-08 | 19:58
@axl ich arbeite in einer Videothek!!! Die meisten meiner Freunde/Bekannten arbeiten im öffentlichen Dienst, Handel,Callcenter und im Dienstleistungsbereich!!! Also größtenteils Menschen die auch am Sonntag arbeiten müssen.
Das geht doch auch!! Warum kann man nicht die Läden öffnen?
Ich gebe Herrn Bertling in den Punkten 1. Sonntagsarbeit und entsprechende Ausgleichsysteme gibt es auch in andereren Berufen. 2. Sonntagsverkäufe scheinen gut besucht zu sein.(Selbst erlebt) 3. Diese Besucher, ich auch, unterliegen keinen (Konsum-)Zwang. Eher einem Wollen!
vollkommen zu!!! Sonntagsverkäufe, ich war am Sonntag im Havelpark in Dallgow, kommen bei der Bevölkerung sehr gut an!!! Also: Lasst das Volk entscheiden!! Wenn die Sonntagsöffnung vom Umsatz her nichts bringt, wird der Handel von allein reagieren und die Läden wieder schließen!!
axl
04-11-08 | 19:52
Und - ist McD. der Maßstab aller Dinge. Ist es die USA?
Die letzten verdammten Jahre konnte man doch auch irgendwie seinen Abfluss reparieren - und wenn auch erst am Montag.
Tut mir leid "auch einer der sonntags arbeiten geht", aber wo arbeitest du, wo arbeiten deine Freunde?
auch einer der sonntags arbeiten geht
04-11-08 | 19:01
@axl
also ich kann nur nochmal wiederholen dass ich absolut kein Problem damit habe, am Wochenende arbeiten zu gehen.
Warum braucht man einen festen Tag in der Woche wo NICHTS passiert?? Wo man nicht einmal im Notfall zu einem Baumarkt kommt um irgendetwas zu reparieren? In den USA ist das möglich! Deutschland orientiert sich doch so an den Staaten!! Warum nicht auch beim Ladenschluss?
Meine Meinung: Läden auf für 24 Stunden!!!
Bei McDonalds denkt auch keiner an die armen Frittenbräter die in der Nacht arbeiten gehen!!!
axl
04-11-08 | 16:44
Als jemand, der auch oft genug am Wochenende (vor allem) nachts arbeiten muss, kann ich nur sagen, dass ich es schätze, dass sich der Samstag und vor allem der Sonntag von den Wochentagen unterscheidet - allein die Tatsache, dass weniger Menschen und Autos unterwegs sind, gibt mir Entspannung und das Gefühl, wieder eine Woche zu beenden. Unter der Woche, und von mir aus auch am Samstag, kann das Ladenschlussgesetz abgeschafft werden (wenn die Angestellten entsprechend entlohnt werden, was ich nicht denke), aber ein Tag in der Woche sollte dem Treiben Einhalt gebieten. Für alle, die mit meinem Statement ein Problem haben, wünsch ich mir eine 7-Tage-Woche mit entsprechendem Ausgleich unter der Woche bzw. eine 7-Tage-Schule, abhängig von den Wünschen der Lehrer - die Konsequenz, dass ihr nicht mehr so oft und gern am Wochenende feiern gehen wollt und könnt oder eure Freunde seht, da ja jeder andere "Freizeiten" hat, scheint ja akzeptabel zu sein.
ich
04-11-08 | 14:20
und verkehrsberuhigte Zonen gleich mitabschaffen, wems nicht passt, ((leider) ab in die Klapsmühle Verkehrslärm ist Freiheit