Polit-Nachwuchs fordert Stiegers Rücktritt Rubrik: Politik
Sowohl Linksjugend als auch Junge Union fordern den Rücktritt von SPD-Mann Dirk Stieger. Gestern erfuhr die Öffentlichkeit von seiner IM-Vergangenheit, der politische Nachwuchs kommentiert das wie folgt. Die Linksjugend erklärt: "Wie viele IMs vor Dirk Stieger, hat auch er es nicht geschafft mit seiner Stasi Vergangenheit offen umzugehen. Wir gehen deshalb davon aus, dass Dirk Stieger und die SPD Konsequenzen aus der zu späten Reue ziehen." Aus den Reihen der Jungen Union wird gesagt: "Wir fordern den sofortigen Rücktritt vom IM Bergmann. Wer verleumdet, denunziert, verraten und so die Unterdrückung im SED Staat unterstützt hat ist kein Demokrat."
Hier die Erklärungen beider Gruppen im Original:
Pressemitteilung der Linksjugend/ ['solid]: "Wie viele IMs vor Dirk Stieger, hat auch er es nicht geschafft mit seiner Stasi Vergangenheit offen umzugehen. Jetzt, 20 Jahre nach dem Mauerfall, konfrontiert Stieger Wähler/innen und Parteifreund/innen mit diesem Umstand, weil eine Akte der Birthler-Behörde weiteres Schweigen nicht mehr zulässt. Eine Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit kann durch viele Umstände motiviert worden sein, ob diese für eine Entschuldigung taugen, liegt in den Händen derjenigen die von Bespitzelungen und Verrat betroffen waren.
Für die Linksjugend ['solid] Brandenburg/Havel ist jedoch klar, dass jemand der nicht im Stande ist mit seiner eigenen Vergangenheit offen umzugehen, als glaubwürdiger Volksvertreter nicht in der Öffentlichkeit auftreten kann. Dass die Notwendigkeit der schonungslosen Offenlegung einer IM-Tätigkeit auch innerhalb der SPD nicht stattfand, ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass eine Aufarbeitung der eigenen DDR Geschichte nicht im ausreichenden Maße von dieser forciert wurde. Wir gehen deshalb davon aus, dass Dirk Stieger und die SPD Konsequenzen aus der zu späten Reue ziehen.
Pressemitteilung der Junge Union: "Wir fordern den sofortigen Rücktritt vom IM Bergmann. Wer verleumdet, denunziert, verraten und so die Unterdrückung im SED Staat unterstützt hat ist kein Demokrat. Erst jetzt in die Offensive gehen zu wollen ist eindeutig zu spät.
Ein Stadtverordneter der oft auf seine Ehre pocht muss nun Konsequenzen ziehen. Menschen wollen nicht von Verrätern regiert werden." sagt Ralf Weniger, Kreisvorsitzender der JU. Nachdem bekannt geworden ist, dass Dirk Stieger mehrere Jahre für die ehemalige Staatssicherheit gearbeitet hat ist er unserer Auffassung nach für die SVV nicht mehr tragbar. Er hat die Brandenburger Wählerinnen und Wähler über seine Vergangenheit getäuscht und sich das Mandat erschlichen. Ein Rücktritt vom SVV Mandat aus Respekt vor dem Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ist daher unausweichlich. Nur so kann Schaden und ein Imageverlust für die Stadt Brandenburg an der Havel abgewendet werden. Mandat und Verrat sind unvereinbar! Dirk Stieger stimmte im Übrigen 2 mal gegen die Überprüfung der Stadtverordneten auf Tätigkeit beim Mfs - wohl aus gutem Grund."
Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion.
Dieser Artikel wurde bereits 946 mal aufgerufen. / Erstellt am: 07.01.2010 - 08:27 Uhr
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Cicero
09-01-10 | 14:56
Hier der richtige Link des Beschlusses der Liju: http://www.linksjugend-solid-brandenburg.de/index.php/VI.-LMV-neu/fuer-eine-konsequente-aufarbeitung-nie-wieder-schild-und-schwert.html
Meetingpoint hat anscheinend ein paar Bindestriche vergessen
maxe
08-01-10 | 09:33
Denken kann ich als Aufforderung nur zurückgeben, denn der Ton des KOmmentars ist wirklich unangemessen und frech. WO bitte Hetze ich.
Das Zusammenwerfen bezog sich auf die Aussage des Kommentaristen vor mir, der meint JU und Linksjugend werden in einen Topf geschmissen. Der Artikel stellt hier dabei den Topf dar, die Analogie sollte ersichtlich sein. Wenn die Feststellung dieser Tatsache gleich Hetze bedeutet, dann ist dein Empfinden von Hetze wohl sehr sensibel eingestellt.
Mehr noch als eine Rücktrittsforderung lese ich aus der Pressemitteilung den Aufruf heraus, dass sich alle Parteien mit der möglichen DDR Geschichte ihrer Mitglieder auseinandersetzen sollen (Konsequenzen ziehen im Zshg. mit dem vorangehenden Absatz). Nun kann jeder interpretieren wie er möchte, ich tue dies für mich wie hier dargelegt.
obermaxe
08-01-10 | 08:21
maxe: lesen, denken, schreiben:
"Für die Linksjugend ['solid] Brandenburg/Havel ist jedoch klar, dass jemand der nicht im Stande ist mit seiner eigenen Vergangenheit offen umzugehen, als glaubwürdiger Volksvertreter nicht in der Öffentlichkeit auftreten kann."
der satz ist eindeutig. und wo wurde was zusammengeworfen? beide sind (zumindest für mich) deutlich voneinander abgegrenzt und als eigene meinungen erkennbar. deine hetze kannst du dir sparen.
Maxe
08-01-10 | 02:15
@denkt doch mal nach Naja das Zusammenwerfen hier erfolgte ja durch den Betreiber der Seite.
Wenn man den Beschluss der Linksjugend liest unter dem Link (der hier fehlerhaft ist), wird schnell klar, dass es ihnen nicht wie der JU darum geht alle über einen Kamm zu scheren und jeden der mal was mit der Stasi zu tun hatte zu verbannen und zu verteufeln. Das wäre wirklich ein Eigentor und unüberlegt. Vielmehr sagt der Text, dass der offene Umgang gefordert wird und dieser als Vertrauensgrundlage innerhalb der Partei und zu den Wählern gesehen wird. Durch die gemeinsame Veröffentlichung beider Erklärungen kommt hier schon ein falscher Eindruck auf wie ich finde und von Rücktritt ist so ja direkt auch nichts zu lesen bei der Linksjugend. Wie "Konsequenzen" aussehen, die SPD und Stieger nun ziehen sollen, ist ja ziemlich offen formuliert und meint unter Umständen auch nur den Fraktionsvorsitz. Keine Ahnung, ich kann das auch nur deuten, würde der Linksjugend da jetzt aber nicht so einen Negativschein ausstellen aufgrund dieses Textes. Ich halte die eigentlich für klüger, als den Eindruck der bei dir jetzt bleibt.
denkt doch mal nach
07-01-10 | 19:56
Ich würde mich als Linksjugend schämen, mit der Jungen Union in einen Topf geworfen zu werden. Da würde ich mal gründlich über meine Meinung nachdenken oder mal einen Erwachsenen fragen. Nicht gerade Herrn Förster, der kocht oft sein eigenes Süppchen. Wenn er bei Frau Friedland auch so vom Leder gezogen hätte, könnte man ihm seine Empörung abnehmen. Aber so ist er total unglaubhaft und schadet damit sich und seinen Linken, so wie Euer Beitrag auch. Erst wenn der letzte vernünftige Linke durch Stasi-Akten unschädlich gemacht wurde, werdet ihr merken, was euch fehlt. Vielleicht aber auch nicht.
STYLOOP
07-01-10 | 18:48
ich denke dann sollten alle leute die heute in den verwaltungsposten sitzen und früher bei der stasi waren aus den ämtern raus... weil sie immer noch die leute unterdrücken!!!
neue köpfe braucht die stadt und das land!!!
und es sind einige.!!! allein in brandenburg !!!
Honecker
07-01-10 | 11:11
SCH.... Stasisa., weg mit sowas. man war und bleibt ein Verräter.