Politik Gruschinski: Im Parlament haben Stasi-Zuträger nichts zu suchen
Rubrik: Politik

Der Stadtverordnete Marco Gruschinski (CDU) erklärt: "Nach langer Überlegung und einiger Betroffenheit über die bisherige Stasidebatte in meiner Heimatstadt möchte ich mich dazu öffentlich äußern. Ich glaube, die Bürger und Wähler unserer Stadt sind der gegenseitigen Anschuldigungen leid, so dass man sich über die zunehmende Wahlverdrossenheit nicht wundern darf. Meine persönliche Meinung ist, dass jemand, der für die Stasi gearbeitet hat, nicht als Stadtverordneter, in Landtagen sowie im Bundestag politisch aktiv sein darf!"



Gruschinski weiter: "Wenn es doch so sein sollte, wie z.B. Frau Kaiser von der LINKEN, die dieses zwar vor der Wahl öffentlich kund getan hat und trotzdem in den Landtag gewählt wurde, so finde ich das persönlich nicht gut. Die Wahl fand aber auf demokratischer Grundlage statt. Hoffentlich wussten Ihre Wähler, für was sie sich entschieden haben.

Wenn es aber in unserer Stadt Stadtverordnete gab, die es ihren Wählern und ihren Kollegen in der Stadtverordnetenversammlung verschwiegen haben, dann habe ich damit ein großes Problem und eine Menge Wut im Bauch. Dabei ist mir egal zu welcher Partei sie gehören. Besonders schlimm finde ich dabei noch, dass sich diese Personen aktiv gegen eine Überprüfung ausgesprochen und dagegen gestimmt haben. Wenn sie in der Aussprache wenigsten den Mund gehalten

und sich der Stimme enthalten hätten oder an diesem Tage ´krank´ gewesen wäre, hätte sich mein Mitleid in Grenzen gehalten. So sind sie aber meiner Meinung selber schuld, an der Diskussion, die sich gegen sie und ihren Parteien richten. Sollte es noch Mitwisser in ihren Parteien gegeben haben, so trifft diese kein besseres Urteil.

Ich hoffe zum Wohle und Ansehen der Stadt werden keine weiteren Enthüllungen mehr erfolgen."

Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion.

Dieser Artikel wurde bereits 1152 mal aufgerufen. / Erstellt am: 08.02.2010 - 15:59 Uhr

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Faustregel 15-02-10 | 17:50
Der Vergleich hinkt, 'jaja' - und zwar vorn und hinten.
Ex-Stasimitglieder mit Kinderschändern zu vergleichen, das ist unter aller S**, verzeihung.

Politik ist Sache des Volkes - genauer, des Wählers.
Wenn der Wähler jemanden wählen möchte, der eine solche Vergangenheit hat - bitteschön.
Wenn der Wähler aber nichts davon weiß, tja, Pech gehabt. Jeder Mensch hat das Recht auf Privatssphäre. Und nun stell dir mal vor "jaja" : Politiker sind Menschen!

Wer Mist wählt, muss sich nicht wundern, wenn Mist bei rauskommt.

Ich finde es witzig, dass die meisten, die hierzu eine Meinung haben, sich keinerlei ernsthafte Gedanken gemacht zu haben scheinen. Dass diese nur den Einheitsbrei heraufwürgen und weder intellektuell noch rethorisch flexibel genug sind, um den Gestank wenigstens noch zu übertünchen.

Die Zeiten ändern sich - damals war es vielleicht (überspitzt gesagt) etwas Tolles, in der Staats-Sicherheit zu sein, heute wiederum nicht. Noch weiter zurück in der Geschichte war es sicherlich auch toll ein SS-Offizier zu sein. Oder von mir aus ein Sklavenhändler.
Menschen, die hier wieder blind die Nazi- oder Stasi-Keule auspacken, sollten sich Eines unmissverständlich klar machen: Geschichte ist nur begrenzt aus dem aktuellen Blickwinkel der Gesellschaft zu betrachten. Viel zu viele Menschen begehen den Fehler, die historischen Fakten nicht aus deren eigenen Zeit heraus zu beurteilen.
Und solche Menschen können nur falsch liegen und/oder gewaltig nerven.

Eure Meinung in Ehren. Die dürft ihr haben. Aber manch einer sollte sich einmal überlegen, ob er die Umwelt wirklich mit solchen Kommentaren belasten möchte?

In 20 Jahren vergasen wir vielleicht wieder Menschen, die zu viel Müll reden, wer weiß?
Auf jeden Fall scheint das ja heute noch die Norm zu sein. Bekomme ich jedenfalls immer öfter das Gefühl.

Und nun noch meine Meinung: Ich habe nichts dagegen, wenn ein Politiker eine solche Vergangenheit hat - damals war das mehr oder weniger gesellschaftlich legitim, sie waren DDR-Bürger und nach DDR-Recht war das nichts Falsches. Wenn diese Menschen sich heute an die gegebenen Regeln halten, sehe ich kein Problem.
[Lediglich wenn es sich um Straftaten wie Folter, Mord, Totschlag, etc. handelt, sehe ich die Dinge etwas anders, und zwar aus meiner ganz persönlichen Sichtweise, auf die heutige regionale Moralvorstellungen sicher einigen Einfluss hatten.]
Ideal wäre es, man stünde dazu und beteuerte, dass man es nun besser mache: Aber auf Grund manch blutgeiler Individuen ist das heutzutage leider nicht mehr möglich.

Ausgrenzen statt integrieren?
Verklären statt abklären?
Verurteilen statt beurteilen?

In dem Sinne: Nachdenken, bevor man sich mitteilt, und die Welt lächelt wieder.
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jaja 11-02-10 | 11:08
ich bin der meinung das ehm.stasi mitarbeiter nichts in der heutigen politik zu suchen haben.
oder würden sie einem kinderschänder ihre kinder zur aufsicht überlassen???
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Hans-Jürgen 10-02-10 | 22:28
lieber Marco

ich schätze dich sehr aber wie schonmal erwähnt geht mir das ganze "stasi-gehacke" auf den Geist.
Zum einen glaube ich, dass der Wähler entscheiden sollte ob er so jemanden wieder wählt, zum anderen gibt es tausende anderer Dinge zu erledigen die wichtiger sind.
Ich weiss nicht wieviele hunderete Stunden damit verschwendet wurden, um sich darüber zu streiten. Und sind wir dochmal ehrlich, es hat doch nichts mehr mit stasi zu tun, es geht doch nur noch darum den politsch Gegner zu schädigen. Da aber den hiesigen nichts besseres einfällt wird halt auf ein zwanzigjähriges Allheilmittel zurück gegriffen.
Leute macht endlich die Dinge für die ihr gewählt wurdet, wenn ihr damit fertig seit könnt ihr Euch um den Rest kümmern.



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poldi 09-02-10 | 15:10
frisöre haben ja in brb einen besonderen ruf aber hier hat der barbier aus brb recht
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Heike Jacobs 09-02-10 | 13:44
Momentan sollten sich die Stadtverordneten um den Haushalt kümmern, der im März beschlossen wird. Bei der millionen schweren städtischen Verschuldung ist dies kein leichtes Unterfangen. Nun, hat diese Fraktion um Herrn Paaschen dazu noch Zeit, wenn sie sogar ihre Besten anschickt, Pressemitteilungen zu verfassen ;-). Inhaltliche Diskussionen gestalten sich ja bekanntlich als sehr schwierig mit einer derart moral antreibenden Gruppe. Bin gespannt, was dabei für die Brandenburger heraus kommt. Denn die haben von diesen Einpeitschungen grund weg NICHTS!!
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knut 09-02-10 | 00:45
Danke Spinoza, bitte erzählen Sie uns mehr von Ihrem Frisör. Wäre eine echte Bereicherung für "Stadtpolitik unzensiert" ;-)

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brandenburger 08-02-10 | 22:55
Wenn man so liest, wer sich von der CDU schon zu diesem Thema hier geäußert hat: Sieg'l, Schegietz, Gruschinski, Seeber, Paaschen, Weniger. Für mich ergeben sich folgende Fragen:
1. Beschäftigt sich eigentlich irgendjemand in der CDU noch mit irgendeinem anderen Thema?
2. Darf hier jeder von der CDU Pressemitteilungen verfassen?
3. Oder sind diese Pressemitteilungen sogar autorisiert? Vielleicht von Herrn Paaschen?
4. Was passiert, wenn eigentlich jeder von der CDU mal dran war? Geht das dann wieder der Reihe nach von vorne los?
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Charly 08-02-10 | 21:55
Es ist das erste mal das ich etwas vernünftiges über die ganze Stasispizelei lese - unterwegsinBrandenburg - ich und ich glaube viele Bürger sind der selben Meinung das irgendwann mal Schluß sein muß.Zumal ich glaube das ein Herr Gruschinski damals erst kurze Zeit aus den Windeln war.
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unterwegsinBrandenburg 08-02-10 | 18:34
Ich verstehe das ganze Spiel nicht - weder hier auf der kleinen Stadtbühne noch im großen Theater - warum kümmern sich Politiker & Co. - egal welcher Gesinnung oder Partei - nicht einfach mal um die Dinge die von Belang sind - investieren ihre Kraft in die Lösung von Problemen und Aufgaben statt in Schuldzuweisungen oder wie hier um Stasivergangenheiten - es ist VERGANGENHEIT!!! Ich bin 31 Jahre jung und mir ist es sch... egal ob jemand in der Stasi war oder nicht! - ich würde vor demjenigen den Hut ziehen, der diesem Unfug endlich mal ein Ende setzt und Personen wir Herrn Gruschinski vor Augen führt was wirklich zählt - nämlich sich mit Leistung statt mit derartigen Äußerungen zu profilieren. Im Übrigen Weisheit und Können bekommt man nicht in die Wiege gelegt! - man lernt auch aus Fehlern.
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hanspeter 08-02-10 | 18:29
@Maxe

Google ist dein Freund. Trangamary@aol.com mal eingeben und siehe da, es schient sich wirklich um Alfredo Förster zu handeln.
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Maxe 08-02-10 | 17:53
@nachdenker

Bei dem Vorkommentatoren handelt es sich nicht wirklich um Alfredo Förster. ^^
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nachdenker 08-02-10 | 17:43
Ihr Friseur hat den Beruf sicher über den dritten Bildungsweg erlernt!!:-(

Mal im Ernst, Herr Förster, ich dachte immer, Sie haben mehr Intellekt, als solch unqualifizierten Aussagen von sich zu geben. Ehrlich, ich habe Sie schon besser erlebt!!!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass in Ihrer Partei oder in Ihrer Zählgenmeinschaft doch noch weitere Fälle auftauchen werden. Vor allem haben dann alle "Eingeweihten" trotz besseren Wissens die Wähler mehrfach belogen. Auch Sie Herr Förster wären dann froh, wenn zu Ihnen jemand käme, der statt des ganzen Kopfes nur das ergraute Deckhaar abschneidet.

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Spinoza 08-02-10 | 17:18
Mein Frisör ist anderer Meinung...

Alfredo Förster
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