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Anschreiben
Das Anschreiben folgt einer einfachen Gliederung. Dem obligatorischen Briefkopf folgt die Betreffzeile
mit der Stellenbezeichnung und der Quelle. Im Adressfeld und in der Anrede sollten Sie Ihren Adressaten
namentlich ansprechen. Vorteilhaft ist ein vorheriger telefonischer Kontakt. In diesem Fall beziehen Sie
sich in der ersten Zeile auf das Gespräch. Anschließend schildern Sie in ein bis zwei Sätzen, weshalb Sie
sich auf diese Stelle bewerben. Nun bringen Sie die Belege für Ihre fachlichen und persönlichen Fähigkeiten an.
Den Brief beenden Sie mit der Erklärung, dass Sie sich über ein persönliches Gespräch freuen würden.
Das Anschreiben sollte möglichst eine Seite nicht überschreiten.
"Hiermit bewerbe ich mich ...". Mindestens jede zweite Bewerbung beginnt mit diesem Satz.
Ihre hoffentlich nicht!
Lassen Sie sich unbedingt einen besseren Einstieg einfallen, z.B.: "Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige
gelesen und möchte mich Ihnen vorstellen als ...", oder "Sie sind ein Unternehmen, das ..., und ich habe .... zu bieten."
Ein gelungener Auftakt ist beim Bewerbungsanschreiben das A und O. Heben Sie sich wohltuend von der Konkurrenz ab und
verzichten Sie auf typische und sehr langweilige Eröffnungen.
Nur so erreichen Sie es, die Aufmerksamkeit des Personalers zu fesseln.
Nach der Eröffnung geht es darum, knapp und überzeugend dafür zu argumentieren, dass Sie der bzw.
die Richtige für die zu besetzende Stelle sind. Auf welche Qualitäten, also Kenntnisse, Fähigkeiten,
Eigenschaften (Selbstanalyse), die z.B. den im Anzeigentext genannten Forderungen entsprechen, können Sie verweisen.
Zu den fachlichen Anforderungen zählen heute neben den reinen Berufskenntnissen auch Fremdsprachen- und Computerkenntnisse.
Wenn Sie eine Selbstanalyse vorgenommen haben, wissen Sie um Ihre Stärken und Schwächen und haben sich gezielt diese Stellenanzeige
herausgegriffen. Ordnen Sie nun Ihre bisherigen Tätigkeiten den geforderten fachlichen Qualifikationen zu.
Beachten Sie den Unterschied von Muss- und Kann-Voraussetzungen. Belegen Sie jede Anforderung mit einem kurzen Beispiel
Ihrer bisherigen Berufspraxis. Fallen Ihnen noch weitere Punkte ein, die für das Aufgabenfeld wichtig sind und die Sie
vorweisen können? Halten Sie nicht damit hinter dem Berg.
Nutzen Sie Schlüsselbegriffe, die Sie bei der Recherche über das Unternehmen in Erfahrung gebracht haben.
Dahinter verbergen sich entscheidende Kriterien für die Auswahl der Bewerber. Mit der richtigen Wortwahl
liefern Sie direkte Hinweise auf Ihre Eignung für das Unternehmen. Das ist allemal besser, als darauf zu hoffen,
dass die Personalabteilungen in Ihre Umschreibungen schon das Richtige hinein interpretieren
und anhand von Beispielen klarmachen? Insgesamt ist Erfolgversprechend ist Ihr Anschreiben dann erfolgversprechend,
wenn Sie Ihre Motivation glaubwürdig zum Ausdruck bringen.
Finden Sie eine plausible Antwort auf die Frage:
Warum wollen Sie gerade in besagtem Unternehmen arbeiten?
Und warum sollte der Personaler gerade Sie einstellen?
Auch der Schluss Ihrer Bewerbung sollte nicht in Plattheiten abgleiten. Schließlich klingt der letzte Satz noch einige Minuten im Gedächtnis nach. Verweisen Sie an dieser Stelle ruhig einmal auf ein mögliches Vorstellungsgespräch. Etwa kurz und bündig in dieser Form: "Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich." Oder: "Für alle weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung."
Aber vergessen Sie nicht: In der Kürze liegt die Würze. Der Personalentscheider hat weder Lust noch Zeit, Romane zu lesen. Beschränken Sie sich auf 6 bis 8, maximal 10 Sätze. Und diese Sätze sollten keine Rechtschreib- oder Kommafehler enthalten. Am besten lassen Sie Freunde oder Bekannte Korrektur lesen.
Verwenden Sie gutes, nicht liniertes Papier. Eigenes, dezent gestaltetes Briefpapier ist empfehlenswert. Das lässt sich auch durchaus am Computer selbst entwerfen. Unterschreiben Sie ruhig mit einem Füllfederhalter und königsblauer Tinte und einem Füllfederhalter. Das wirkt auf jeden Fall seriöser, als mit Kuli in rot, grün oder schwarz.
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