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Die Stadt Brandenburg an der Havel, 60 km westlich von
Berlin, ist mit über 1000 Jahren der älteste Ort im Land Brandenburg.
Der Dom auf der Dominsel besitzt reiche
Altäre, eine klangvolle Wagner-Orgel (1723) und im Dommuseum kostbare
liturgische Gewänder. 1705 wurde die Ritterakademie zur Ausbildung der
Führungselite gegründet. 1848 tagte vorübergehend die preußische
Nationalversammlung im Brandenburger Dom. Zudem stieg die Stadt zum
Industriezentrum auf.
Im
Winter 928/929 eroberte Heinrich I. die Brandenburg, den auf einer Insel
gelegenen Fürstensitz der slawischen Heveller.
948, stiftete Otto I das Bistum
Brandenburg. In
dieser Urkunde wurde Brandenburg in der Schreibweise Breedanburg erstmals
erwähnt.
Seit 1157, nach der
endgültigen Sicherung seines neuen Herrschaftsgebietes, nannte sich Albrecht der
Bär, Markgraf von Brandenburg.
1165
begann der Bau des Domes
1170 bzw. 1196
wurden zwei städtische Siedlungen beiderseits der Havel bei der Brandenburg
gelegen erstmalig urkundlich erwähnt, die beide den Namen der Burg übernahmen.
Zur Unterscheidung wurden sie die alte bzw. die neue Stadt Brandenburg genannt.
Bis in das 15. Jahrhundert waren die Städte Brandenburg die wichtigsten Orte in
der Mark. Fast alle märkischen Städte, so auch Berlin, übernahmen das in
Brandenburg praktizierte Recht. Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts
bauten die beiden Städte Brandenburg Stadtbefestigungen mit Stadttoren, Türmen,
steinernen Mauern und Gräben. Der Rathenower und der Plauer Torturm in der
Altstadt, der Stein- und der Mühlentorturm in der Neustadt und Teile der
Stadtmauern zeugen noch heute von dieser Zeit.
1314/15 Beitritt der beiden Städte zur Hanse.
1474 Der Brandenburger Roland,
Symbol städtischer Rechte und Freiheiten, wird auf dem Neustädtischen Markt
aufgestellt (steht heute vor dem Altstädtischen Rathaus).
1521 Kurfürst Joachim I. bestätigt
den Titel "Chur- und Hauptstadt".
1565 Das Domkapitel wird zum
weltlichen Stift.
1618-1648 Im Dreißigjährigen Krieg
erleiden die Städte Brandenburg große Verluste durch Plünderungen und
Zerstörungen, ihre Bedeutung als Hauptorte der Mark nimmt ab. Die Einwohnerzahl
sinkt von 10.000 auf 3.000.
1715 König Friedrich Wilhelm I. vereinigt die
beiden Städte.
1806-1808 Besetzung der Stadt durch Franzosen.
1816 Verlust der Kreisfreiheit.
Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im
preußischen Staat gehörte Brandenburg zum Kreis Westhavelland im
Regierungsbezirk Potsdam in der preußischen Provinz
Brandenburg.
1848 Die Preußische
Nationalversammlung tagt kurzzeitig im Dom zu Brandenburg.
1871 Mit der Gründung der
Brennaborwerke durch die Gebr. Reichstein beginnt eine neue Etappe der
Industrialisierung in der Stadt, die metallverarbeitende Industrie wird zur
dominierenden Wirtschaftskraft.
Am 1. April 1881 schied die Stadtgemeinde Brandenburg
aus dem Kreis Westhavelland aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis.
1897 Mit einer Pferdebahn beginnt
die Geschichte der Straßenbahn in der Stadt Brandenburg.
1912-1914 Rudolf Weber beauftragt die Errichtung
des Stahl- und Walzwerks am Silokanal.
1929 Einweihung der Jahrtausendbrücke
Die Bezeichnung der Stadt schwankte zwischen Brandenburg
a./Havel, Brandenburg (Havel) und – so die heutige Bezeichnung – Brandenburg an
der Havel.
Zum 1. April 1929 wurde die Gemarkung Klein Kreutz
(Weinberge) des Stadtkreises Brandenburg (Havel) in in die Landgemeinde
Klein Kreutz im Kreis
Westhavelland umgegliedert, ferner traten die Landgemeinden Dom Brandenburg
und Neuendorf aus dem Kreis
Westhavelland zum Stadtkreis Brandenburg (Havel).
Zum 1. Oktober 1937 erfolgten weitere
Eingliederungen in die Stadt:
Weiterhin gab Brandenburg dem Land Brandenburg den
Namen. Das heutige Berlin erhielt durch Brandenburg das Stadtrecht.
Interessant: Auch das Landeswappen, der rote
Adler, hat seinen Ursprung in der Havelstadt. Der Adler ist erstmals auf einem
Siegel einer Markgrafenurkunde für die Stadt Brandenburg von 1170 abgebildet.
Der auf dem Siegel dargestellte Markgraf trägt einen Adler auf dem Schild.
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