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Zurück zu den Wurzeln: FC Stahl benennt sich in BSG Stahl Brandenburg um!

Sport
  • Erstellt: 02.06.2022 / 21:01 Uhr von Christian Reidlingshöfer
Im Mai 2022 führte der FC Stahl Brandenburg seine Mitgliederversammlung für das Jahr 2022 durch. Das Präsidium, vertreten durch Präsident Friedhelm Ostendorf, Vize-Präsident Michael Muchow, den sportlichen Leiter Lars Bauer, den Leiter Marketing Oliver Gühne und durch den Schatzmeister Dieter Görler, begrüßte 59 Mitglieder im Vereinsheim am Stadion am Quenz. Sie erfuhren, dass der Verein das zurückliegende Jahr, trotz aller Widrigkeiten, mit einer positiven finanziellen Bilanz abschloss. Dies zu wiederholen scheint schwierig, denn allein die monatlichen Fixkosten haben sich in den Anfangsmonaten diesen Jahres in einigen Positionen nahezu verdoppelt.

Die Verantwortlichen im Verein sind jedoch nach Kräften bemüht, diese Lücken über Beitragsanpassungen und Sponsorengewinnung zu schließen. Beiden Wegen wurde zugestimmt. Ein Bonus blieb erhalten: Der Nachlass für Familien, bei denen mehr als ein Kind in den Nachwuchsmannschaften trainiert, bleibt. Der Verein tendiert derzeitig gegen 450 Mitglieder!

Sportlich befindet sich der Verein auf einem positiven Weg, vor allem dank der guten Arbeit der 40 Trainer und Betreuer im Jugendbereich. Die A- und C-Junioren haben sehr gute Möglichkeiten die Saison als Landesmeister zu beenden. Die B-Junioren müssen um den Verbleib in der Brandenburg-Liga kämpfen. Im Seniorenbereich ist das Frauenteam des FC Stahl als Landesmeister und Landespokalsieger Doublesieger.

Hinter den Erwartungen zurück ist momentan noch die 1. Männermannschaft, die sich gerade gegen vermeintlich schwächere Kontrahenten Ausrutscher leistete. Spätestens in zwei Jahren soll die Rückkehr in der Brandenburg-Liga glücken. Im gleichen Zeitraum erhofft sich Lars Bauer auch einen Aufstieg der 2. Männer, die wie die 1. Männer, in diesem Sommer davon profitieren, dass aus der eigenen Jugend gleich 13 Akteure hochkommen, wobei einige sich dort schon einen Stammplatz erspielt haben.

Als einen der Zukunftspläne äußerte der Vorstand, mit Hilfe vieler Fördertöpfe, einen Kunstrasenplatz auf dem Gelände zu installieren. Die Kosten belaufen sich bei ca. 1.057.000 Euro. Da sind noch viele Gespräche mit der Stadt und den Verbänden notwendig, um Voraussetzungen für dieses Projekt zu schaffen. Dagegen ist gesichert, dass die WC-Anlage auf der Südtribüne des Stahl-Stadions am Quenz instandgesetzt wird und die Training-beleuchtung auf Platz 2 erneuert wird.

Sollte sich die Pandemielage nicht erneut verschlimmern, möchte der Verein gern ein paar beliebte Veranstaltungen wiederbeleben, wie den für den 9. Juli geplanten Firmencup oder das Adventssingen im Stadion am 9. Dezember sowie die Hallenturniere zum Jahreswechsel in der Drei-Felder-Halle am Wiesenweg.

Diese Highlights werden dann alle unter einem neuen/alten Vereinsnamen stattfinden, denn die Mitglieder haben mit übergroßer Mehrheit dem Antrag stattgegeben, den Vereinsnamen zu ändern. Der FC Stahl Brandenburg heißt ab dem 1. Juli 2022 wieder BSG (Ball- und Sportgemeinschaft) Stahl Brandenburg, der Name mit dem der Verein national und international bekannt wurde und seine größten Erfolge erzielte.

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Kommentare

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    immer mal wieder.... schrieb um 21:51 Uhr am 03.06.2022:
    Dieses "BSG" stand damals für BetriebsSportGemeinschaft.

    Umbenennungen von Vereinen und Firmen stehen seit jeher mit Pleiten und enormen finanziellen Problemen in Zusammenhang.

    Gut, wenn mann zwischen den Zeilen lesen kann.

    iterum te videre "Ball-und Sportgemeinschaft" Stahl.
    •  
      Sven schrieb um 17:12 Uhr am 03.06.2022:
      Direkt hinterm Stadion am Quenz existiert ja noch ein florierendes Stahlwerk. Allerdings hat der mittlerweile italienische Besitzer wohl kein Interesse ein bisschen alte Tradition aufleben zu lassen. Schade eigentlich. Früher waren alle Betriebe verpflichtet soziale Sachen anzubieten. Sportgemeinschaften, Urlaubsplätze, Kinderferienlager usw. War eben doch nicht alles schlecht.....
      •  
        p.s. schrieb um 23:19 Uhr am 02.06.2022:
        BSG stand aber früher für Betriebssportgemeinschaft und wurde vom SWB gesponsert. Besonders die Sparte Fußball . Und wer Fußball spielen konnte und im SWB einen Arbeitsvertrag hatte brauchte nicht arbeiten . Man wurde so mit durchgefüttert und bekam noch allerhand andere Zuwendungen , Annehmlichkeiten und Vorteile . Selbst schlechte Lehrlinge die mit dem Ball umgehen konnten dürften in Abi - Klassen der Berufsschule des SWB. Und irgendwie und auf irgendwelcher Weise bekamen sie da auch noch ihren Abschluss ( geschenkt). Besonders wenn man als dribbelnder Lehrling noch in der SED eingetreten ist. Das alte BSG- Kürzel wurde jetzt im Sinne also neu erfunden .