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"Lein oder Nicht Lein – Geschichte einer Kulturpflanze" - neue Sonderausstellung im Landesmuseum Brandenburg / Heute Vernissage

Landesmuseum
  • Erstellt: 15.07.2022 / 14:01 Uhr von eb/pre
Kulturlein kann auf eine beeindruckende 8000-jährige Tradition zurückblicken. Die Kulturgeschichte des Leins hat daher viele Facetten, die vom gottgleichen Pharao bis zum modernen Superfood und Spreewaldgold reichen. Die Sonderausstellung “Lein oder Nicht Lein - Geschichte einer Kulturpflanze" widmet sich nicht nur dem aufwendigen Verarbeitungsprozess dieses Rohstoffs, sondern bietet auch Einblicke in das breite Verwendungsspektrum dieser über Jahrtausende aus dem Alltag der Menschen nicht wegzudenkenden Pflanze. Sie wird heute, 15. Juli, 18 Uhr mit einer öffentlichen Vernissage im Archäologischen Landemuseum eröffnet. Zu sehen ist die Ausstellung dann bis zum 15. Januar 2023, umrahmt von einem abwechslungsreichen Programm.

Bereits die ältesten, uns bekannten Stoffe, aus welchen Kleidungs- und Gebrauchstextilien gefertigt wurden, bestanden aus Leinen. Das aus zahlreichen Verarbeitungsschritten bestehende Verfahren, um aus harten Leinstängeln feinste Fäden herzustellen, war sowohl in Ägypten als auch in Europa bekannt. Im Laufe der Jahrtausende wurden zudem verschiedenste Werkzeuge für die Produktion von Flachsfasern und Leinenstoffen entwickelt.
Neben archäologischen Funden, darunter steinzeitliche Netze, altägyptische Mumienbandagen sowie bronze- und eisenzeitliche Textilien, wird auch auf die Rolle von Lein in der Entwicklung der Wirtschafts- und Sozialgeschichte beleuchtet. In welchen Bereichen des Alltags kam die Faserpflanze zum Einsatz, und wie gab sich ihre einstige Bedeutung in Traditionen und spirituellen Vorstellungen zu erkennen?
Schließlich wird auch der Frage nachgegangen, warum Leinen von der Baumwolle abgelöst wurde. Heutzutage erfährt Lein ein Comeback in Deutschland, denn nachhaltige Rohstoffe sind gefragt und werden wieder lokal produziert. Es erfolgt eine Rückbesinnung auf die positiven Eigenschaften dieses Naturmaterials.
Begleitprogramm
„Vom Brett zum Band“
Ein Web-Workshop für Einsteiger ab 10 Jahren
Sonntag 31.07.2022 13.00 Uhr
Sonntag 16.10.2022 13.00 Uhr
Sonntag 18.12.2022 13.00 Uhr
Kosten 8 €
Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich unter 03381 / 410 4112
„Mumienwickeln für Kids“
Workshop für Kinder ab 6 Jahren
Sonntag, 27.11.2022 14.00 Uhr
Kosten 8 €
Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich unter 03381 / 410 4112
Kurator-Führung durch die Sonderausstellung
Dr. Sabine Karg, Archäologin und Botanikerin
Sonntag 17.7.2022 14.00 Uhr
Eintritt 5 €, erm. 3,50 €, keine Führungsgebühr
Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich unter 03381 / 410 4112
Themenführung „Vom Flachs zum Leinen“
Handwerksmeisterin Ulla Schünemann von der Handweberei „Henni Jaensch-Zeymer“ in Geltow“
Sonntag 13.11.2022 14.00 Uhr
Eintritt 5 €, erm. 3,50 €, keine Führungsgebühr
Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich unter 03381 / 410 4112
Themenführung „Gewebtes Schicksal und gesponnenes Gold. Flachs, Leinen und Textilien in Mythos und Märchen“
Mittwoch 07.09.2022 14.00 Uhr
Samstag 30.10.2022 14.00 Uhr
Sonntag 11.12.2022 14.00 Uhr
Eintritt 5 €, erm. 3,50 €, keine Führungsgebühr
Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich unter 03381 / 410 4112
Privat gebuchte Führungen nach Absprache möglich (Führungsgebühr): [fatima.wollgast@bldam-brandenburg.de]
Allgemeine Führung durch die Sonderausstellung
Sonntag, 07.08.2022 14.00 Uhr
Samstag, 10.09.2022 14.00 Uhr
Samstag, 07.01.2023 14.00 Uhr
Eintritt 5 €, erm. 3,50 €, keine Führungsgebühr
Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich unter 03381 / 410 4112
Die Ausstellung im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg, Neustädtische Heidestraße 28, kann vom 16. Juli 2022 bis zum 15. Januar 2023 dienstags bis sonntags, jeweils von 10 bis 17 Uhr, besucht werden. Eintrittspreis: 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro, Familien zahlen 10 Euro.
Weitere Informationen, auch zum Begleitprogramm, unter [www.landesmuseum-brandenburg.de].

Bilder

Quelle: OTYP, BLDAM
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