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Auffangstation für Reptilien erhebt schwere Vorwürfe gegen Schmerzker Station

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 05.08.2022 / 11:01 Uhr von cg1
Der Verein Auffangstation für Reptilien, München e.V. war kürzlich an der Räumung der Tierauffangstation Schmerzke beteiligt. Auf ihrer Facebook-Seite hat sich die gemeinnützige Organisation nun zum Einsatz hier in Brandenburg an der Havel geäußert. Das mache man zwar normalerweise nicht, so der Verein, wolle hier jedoch einige Punkte richtigstellen. Die wohl schwerwiegendsten Beschreibungen finden sich dann in Punkt 4 der Stellungnahme. So heißt es: "Es wurden, insbesondere hinter den Kulissen gravierende Befunde erhoben und dokumentiert. Kranke, unbehandelte, teils akut verletzte Tiere wurden festgestellt, tote, teils mumifizierte, teils verweste Kadaver wurden vorgefunden, nicht als Präparate, sondern in ihren Behältern. Bei den lebenden…

… Tieren wurden erheblich verwahrloste Tiere vorgefunden, die zum Beispiel seit Wochen bestehende Drucknekrosen aufwiesen, die unbehandelt waren, andere Tiere wiesen vereiterte, unbehandelte, ganz erhebliche Verletzungen auf und waren bei sehr schlechtem Allgemeinzustand, ein hoher Prozentsatz der Tiere war stark abgemagert, teils bis auf das Skelett. Weitere Tiere waren durch vergesellschaftete Tiere erheblich verletzt, jedoch weder separiert, noch therapiert worden." 

Auch erklärt der Verein das von der Öffentlichkeit hinterfragte Prozedere, ob denn die Tiere wirklich alle abtransporiert werden mussten. Dazu heißt es: "Eine Tierfortnahme muss immer auf belegbaren Rechtsverstößen basierend und kann gar nicht willkürlich erfolgen. Die Verhältnismäßigkeit ist hier zudem zu wahren, das heißt, kleine Mängel können und müssen zum Beispiel durch Anordnung beseitigt werden. Hier erfolgt keine Wegnahme. Sie kann und darf nicht willkürlich vorgenommen werden, sondern bedarf immer einer belegbaren Grundlage, basieren auf den vorgefundenen Zuständen in der Haltung. Dies war im vorliegenden Fall zweifelsfrei gegeben." 
 
Die Helfer der Auffangstation aus München wurden während und nach der Räumung von Beobachtern stark dafür kritisiert, wie sie die Tiere vor Ort eingefangen haben. 
 
Stationsbetreiber Marko Hafenberg hatte in öffentlichen Reaktionen nach der Räumung die Vorwürfe der Stadtverwaltung jeweils energisch zurückgewiesen und versichert, dass es den Tieren vor Ort gut gehe. 

Das komplette Statement des Vereins kann auf [https://www.facebook.com/reptilienauffangstation] nachgelesen werden.

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