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Wie ein digitaler Zwilling den Zahnarztbesuch revolutioniert – Brandenburger bieten mit „Denton Systems“ ein Back-up fürs Gebiss

PR-Artikel
  • Erstellt: 19.11.2022 / 17:00 Uhr von Anzeige
Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Ohrgeräusche oder auch Schlafstörungen: Viele Menschen machen irgendwann Erfahrungen mit üblen, nervenzehrenden Symptomen. Denen gilt es wortwörtlich auf den Zahn zu fühlen. Denn oft sind Veränderungen im Gebiss Ursache dieser Probleme. Um den Veränderungen Herr zu werden, hat das Start-up „Denton Systems“ eine Methode entwickelt, den gesunden Zustand des Kau-Apparates digital „einzufrieren“. Die Havelstädter Dennis Wagner und Marius Liefold, die an der Technischen Hochschule Brandenburg Medizininformatik studiert haben, liefern so ein Backup für gesunde Zähne – und bestenfalls ein schmerzfreies Leben.

Die Brandenburger sind 2019 zum Start-up gestoßen, das 2017 von Michael Krischollek gegründet wurde. Der Zahnarzt störte sich daran, dass er im Alltag nur mit dem arbeiten konnte, was noch im Mund vorhanden war und seine mühevolle Arbeit nicht die gewünschte Langfristigkeit hatte - anstatt sich an besseren, gesünderen Zeiten zu orientieren und diese zu reproduzieren.
Um den guten Zustand des Gebisses zu konservieren, erschafft nun „Denton Systems“ einen digitalen Zwilling des echten Kau-Apparates. Dieser ist datenschutzkonform in der Cloud des Unternehmens gesichert. Erfasst werden nicht nur Farbe, Form und Position sämtlicher Zähne, sondern mitunter auch das Gewebe, die Muskulatur und die Kiefergelenke, ursächlich für viele der schmerzhaften Probleme.
Um den virtuellen Zwilling zum Leben zu erwecken, muss das Gebiss abgeformt werden, bestenfalls geschieht das als Intraoralscan, ist aber auch als „herkömmlicher“ Gipsabdruck möglich. Das kann grundsätzlich jeder Zahnarzt machen. Hürden gibt es bei der Abformung nicht, da es keine spezielle Hard- oder Software braucht. Stattdessen kann der Zahnarzt später selbst vom „eingefrorenen Gebiss“ profitieren, weil er auf die Daten zurückgreifen kann. Die Diagnosen und Behandlungen werden erleichtert, Sitzungen reduziert, Behandlungen verkürzt.
„Der Kunde spart Geld, Zahnarztbesuche, wird qualitativ besser versorgt und muss sich keine Gedanken beim Zahnarztwechsel machen“, zählt Marius Liefold wiederum die Vorteile für den Patienten auf. „Mit uns kannst du weltweit zu jedem Zahnarzt gehen. Wenn du dir also beim Skiurlaub den Zahn raus brichst, kann der dort ansässige Arzt sofort anhand deiner Daten handeln“, macht der „Denton Systems“-Chef am Beispiel deutlich.
Vorteile hat das digitale Backup auch für alle Träger von Zahnersatz bis hin zur vollständigen Prothese. Bei Verlust oder Veränderungen ist sofort der alte Zustand erkenn- und reproduzierbar. „Du musst nicht jedes Mal von vorne anfangen“, erläutert Dennis Wagner, Technischer Direktor.
„Das Backup ist allerdings nicht nur als digitaler Zwilling nützlich, es lassen sich auch rechtzeitig Fehlentwicklungen, etwa durch Zähneknirschen, sehen und mit einfachen Maßnahmen wie Schienen dagegen steuern“, sagt Marius Liefold über die wesentliche Idee. Er empfiehlt daher, den Scan lebensbegleitend regelmäßig zu wiederholen. Schmerzen entstehen gar nicht erst, Ursachensuche oder (falsche) Therapien entfallen.
Wie bei allen präventiven Maßnahmen, gilt auch beim „Einfrieren“ des Gebisses: je früher, desto besser. Dennoch lohnt sich die Maßnahme auch später auf jeden Fall. „Den guten Zustand mit 40 zu erhalten, ist besser als den mit 60“, gibt Dennis Wagner zu bedenken.
Momentan ist das Gebiss-Backup noch freiwillige IgeL-Leistung, die Kosten in Höhe von 199 Euro liegen also beim Patienten. Als erste gesetzliche Krankenkasse bezuschusst die BKK VBU seit diesem Jahr die Anfertigung des Scans, sie übernimmt 150 Euro. Das „Denton Systems-“-Team hofft, das viele weitere Kassen folgen. „Die Kostenträger sparen Geld, weil Fehlinvestitionen für Spezialisten und Folgebehandlungen wegfallen“, sagt Marius Liefold.
Er möchte allerdings mehr erreichen, als die Bezuschussung der freiwilligen Vorsorge und wünscht sich, dass die Methode zur Regelversorgung wird. „Wie beim Thema Organspende sollte jeder Mensch mindestens einmal im Leben gefragt werden, ob der gesunde Ausgangszustand der Zähne „eingefroren“ werden soll.“
Daran arbeitet „Denton Systems“, hat neben 28 Partnerpraxen mittlerweile drei Unikliniken in Düsseldorf, Mainz und Leipzig von den Vorteilen überzeugen können. Mehr Informationen zum Unternehmen und Produkt sowie ein Erklärvideo gibt es auf der Website [https://denton-systems.de].

Übrigens: „Denton Systems“ sitzt zwar in Potsdam, die Havelstädter Marius Liefold und Dennis Wagner leben aber nachwievor in Brandenburg an der Havel. „Wir sind sehr stark in der Stadt verwurzelt. Es war für uns immer klar, hier zu bleiben“, sagen sie.

Bilder

Dennis Wagner (links) und Marius Liefold haben an der THB Medizininformatik studiert und sich mit diversen Start-ups selbstständig gemacht. Mit Denton Systems wollen sie die Zahntechnik revolutionieren. Foto: Denton Systems
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