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Die Brandenburgische Sportjugend bringt "Kleine Waldgeister" in Bewegung

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 24.11.2022 / 10:01 Uhr von eb/pre
Die jungen Sportpädagoginnen Emily Müller, Gisa Hollick und Kim Wolf brachten kürzlich eine Brandenburger “Kita in Bewegung”. Das Projekt vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und der Brandenburgischen Sportjugend ist ein mobiles Fortbildungsangebot für Pädagogen. Diese drei Frühaufsteherinnen trafen mit dem Bewegungsmobil früh auf dem Gelände der SOS-Kinderdorfkita “Kleine Waldgeister" am Johannisburger Anger ein. Bereits kurz nach 8 Uhr luden sie dort ihre Materialien aus, um eine Bewegungsbaustelle vorzubereiten: Sie füllten 24 rote und gelbe Bäckerkisten mit bunten Bällen, Holzscheiben, Seilen, Rohren und weiteren Materialien und begrenzten mit Flatterband eine Spielzone.

Das Praktische an “Kita in Bewegung”: Die Erzieher erhalten die Schulung in ihrer eigenen Kita und wenden sie direkt an. Das Ziel dabei ist, noch weitere Methoden kennenzulernen, um die Bewegung der Kleinsten zu fördern.
Wie gut das funktioniert, zeigte das Geschehen an der Bewegungsbaustelle. In der ersten von zwei Gruppen waren acht Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Emily Müller empfing die Kleinen und fragte, ob sie eine leuchtend gelbe Warnweste anziehen wollten, schließlich waren sie ja auf einer „Baustelle“. Und ob die Kinder wollten!
Die Pädagogin zeigte ihnen alle Materialien in den Kisten, die Kinder durften Bälle, Hölzer und Seile anfassen, ausprobieren und gleich loslegen. Den Kindern wurde nichts vorgegeben, sie durften ihrer Baustelle frei gestalten. Und das ließen sich die Kinder nicht zweimal sagen.
Auf der Stelle fingen sie an und entwickelten ihre ganz eigenen Spielideen: aus Rohren und Bällen entstand eine Murmelbahn, aus den Holzscheiben ein Balancier-Weg und mit den Kisten konnten sie ihre Baumaterialien von einer in die nächste Ecke transportieren.
„Es ist erstaunlich, mit welchen einfachen Materialien die Kreativität der Kinder angeregt wurde“, sagt Kitaleiter Sebastian Frauböse. Die Kinder waren ganz in ihrem Element. Die Erzieher wurden in dieser Zeit jenseits des Flatterbands auf Beobachtungsposten gebeten. Sie sollten die Kinder einfach machen lassen und ihnen damit Raum geben für ihre eigenen Ideen und Kreativität.
Nach der Aktivität mit den Kindern folgte für die Erzieher ein Theorieteil, in dem sie von den Pädagoginnen noch viele weiterführende Informationen erhielten. Auch die Auswertung ihrer Beobachtungsbögen ergab wertvolle Hinweise auf unterschiedliche Elemente der psychomotorischen Bewegungsförderung.
Drei Erzieher der „Kleinen Waldgeister“ waren an der Fortbildung beteiligt und 22 Kita-Kinder. Zum Abschluss wurde der Kita ein Starterset überlassen, bestehend aus zehn Boxen mit Materialien. Ein Erzieher hatte sofort die Idee, zusammen mit den Kindern einen Lagerschuppen für die Materialien zu bauen und diese noch zu erweitern. Die Kita-Kinder können also auch in Zukunft ihre Bewegungsbaustelle nutzen.
“Es war ein toller Aktionstag, bei dem die Kinder viel Spaß hatten und sich viel ausprobieren konnten. Und eines war dabei garantiert: Bewegung an der frischen Luft!”, freut sich das Team der “Kleinen Waldgeister”.

Bilder

Foto: Kita "Kleine Waldgeister"
Foto: Kita "Kleine Waldgeister"
Foto: Kita "Kleine Waldgeister"
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