Logo

Mit „Himmlische Hunde“ feierte das Eventtheater am Samstag Premiere im Paulikloster

Aus der Stadt
  • Erstellt: 04.06.2023 / 15:20 Uhr von rb
Recht beschaulich geht es im Himmel der Hunde zu. Eher träge, lassen sie sich ab und an von Hündin Suka, der Versuchshündin der Pawlowschen Konditionierung, etwas auf Vordermann bringen, aber ansonsten passiert nicht viel auf Wolke 33. Für die Aristokratendogge Tyras, Schopenhauers Pudel Butz und Honecker hyperaktiven Spaniel Felix scheint die himmlische nach der irdischen Welt in Ordnung. Doch plötzlich bringt Kurt, der Entnahmewolf aus der Lüneburger Heide, die himmlische Ruhe ins Wanken und verdreht erst einmal Hündin Suka den Kopf, so der Start des Musicals „Himmlische Hunde“, das am Samstag Premiere im Paulikloster hatte.
Anzeige

Während die Hunde hoch im Himmel so dahin schlafen, nimmt die nächste Überraschung langsam ihren Lauf. Punkerin Lucky lebt in den dunkelsten Ecken der Großstadt. Von allen verlassen und enttäuscht ist sie den Drogen verfallen und es kommt, was kommen muss. Eines Tages setzt sie sich den goldenen Schuss. Doch anstatt in der Hölle zu landen, so wie sie es erwartet hat, landet sie im Himmel und dann noch ausgerechnet im Hundehimmel. Dabei hasst sie nichts mehr wie Hunde, ach so die Menschen mag sie noch weniger. Doch zu ändern ist das nicht.

Mit dem Musical bringt das Eventtheater ein Stück auf die Bühne, in welchem darstellende Kunst und moderne Technik sich gut ergänzen und dabei Raum für größere Interpretationen bieten. So vermittelt die große Bildwand im Rücken der Bühne geschickt den Wandel verschiedenster Stationen im Stück. Besonders auch, die vier Musiker, die nicht irgendwo im Hintergrund versteckt sind, sondern mit auf der Bühne präsent agieren. Hinzu kommen ernste und heitere Dialoge, die gut mit manch einem Seitenhieb auf vergangene und doch noch so vertraute Zeiten gespickt sind.

Auf der Bühne agieren Sabrina Pollinger als Lucky, Steffan Drotleff, als Tyras, die aristokratische Dogge Otto von Bismarcks, Hank Teufer, er gibt Butz, den philosophierenden Pudel Schopenhauers. Immer dazwischen plappernd spielt Tobias Grabowski den hyperaktiven Spaniel Felix von Erich Honecker. Alle etwas verrückt macht Rosemarie Nitribits sexy Pudeldame Rosi, dargestellt von Mattes Weissbach, der auch die von Isa Flaccus gespielte Versuchshündin Suka nicht das Wasser reichen kann und Thomas Linz gibt dem Problemwolf Kurt.

Das Musical entstand unter der Regie von Sylvia Kuckhoff, mit ihrer Assistentin Undine Backhaus, und der Produktionsleitung von Hank Teufer. Für die Textfassung zeichnet Hildegard Reinecke verantwortlich und die Kompositionen stammen von Dmitri Pavlov. Das Bühnenbild und die Kostüme verwirklichte Franziska Harbot, assistiert von Laura Brose. Die Choreografie erarbeitete Mattes Weissbach, der auch Pudeldame Rosi verkörpert. Peter Reichelt gestaltete die Video-Performance. Nicht zu vergessen Dmitri Pavlov, Ralf Tonnius, Paul Hetherington und Thomas Stewart Gehrke, die für die richtige musikalische Begleitung sorgen.

Wer nun die Premiere doch verpasst hat, kann sich eine der fünf folgenden Veranstaltungen anschauen. Die erste gibt es am heutigen Sonntag um 16 Uhr. Weitere folgen dann an den Samstagen, 10. und 17.6., jeweils um 19:30 Uhr und an den Sonntagen 11, und 18. Juni jeweils um 16 Uhr.

Bilder

Dieser Artikel wurde bereits 1.627 mal aufgerufen.

Werbung