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Auswärtsaufgabe souverän gelöst

Sport
  • Erstellt: 17.09.2023 / 17:01 Uhr von Martin Terstegge
Mit einigem „Bauchgrimmen“ hatte der Trainerstab der BSG Stahl Brandenburg die Reise zum SC Victoria Templin angetreten. Die Start-Elf hat sich aufgrund der Personallage praktisch von allein aufgestellt, auf der Ersatzbank saßen lediglich der junge Carsten Hantke, der Routinier Alexander Tarnow sowie der erkrankte Jonas Günther. Trotz dieser Ausgangslage fuhren die Brandenburger mit einem 6:0-Erfolg heim. Durch ihr intensives Pressing setzten die Stahl-Fußballer die Templiner von Beginn an unter Druck und kamen so zu guten Gelegenheiten.
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In der 7. und 10. Minute hatte Nicholas Engel die Führung zweimal auf dem Fuß. Bei ersten Mal überlupfte er Torwart Jakob Zurell, doch der Ball ging vorbei und bei der anderen Chance verhinderte die Latte das 1:0. Nach einer Viertelstunde probierte es Lukas Hehne aus 25 Meter, Zurell blieb aber Sieger. In der 25. Minute war er aber machtlos. Nach einem Freistoß bekamen die Gastgeber die Situation nicht geklärt, das Leder sprang hin und her, bis der Ball bei Luca Benedict Köhn landete, der ihn per Seitfallzieher unhaltbar in die Maschen drosch.

Nach der Führung fiel ein wenig die Spannung bei den Gästen ab. Sie blieben zwar spielbestimmend, brachten aber ihre Kontermöglichkeiten nicht zu einem erfolgreichen Ende. Dies hätte sich beinah in der 36. Minute gerächt. Die Templiner kamen durch Günter Schramm zu einer Doppelchance. Beim ersten Mal verhinderte Schlussmann Felix Baitz den Einschlag, den Abpraller setzte der Templiner an den Innenposten, danach klärte die Stahl-Defensive entschlossen die Gefahrenlage. Es war die erste echte Chance für die Platzherren, es sollte auch die letzte sein.

Mit dem Wiederanpfiff setzten die Brandenburger ihr druckvolles Spiel fort. In der 47. Minute kamen sie nach einer Balleroberung über Adrian Jaskola und Engel schnell nach vorn, den Abschluss vertändelte Hehne. Kurz darauf prüfte Maksymilian Boczek den Victoria-Keeper, der den Versuch abwehrte. Doch in der 51. Minute musste er das zweite Gegentor hinnehmen. Die BSG-Elf kam über rechts mit Jaskola, der Timm Renner schickte und seine gute Vorlage schob Hehne überlegt zum 2:0 ins Tor.

Diesmal bleiben die Brandenburger dran, erstickten die Offensivbemühungen der Gastgeber schon im Ansatz durch frühes Attackieren. So kam nach einer Stunde der Ball zu Köhn, der unbedrängt bis zur Strafraumkante durchlief, zog von dort ab und der leicht abgefälschte Ball landete zum 3:0 im Netz. „Damit war bei Templin der Stecker gezogen“, kommentierte Co-Trainer Marcel Burwig diese Szene.

Wie aufgedreht zog es die Gäste immer wieder in Richtung des Victoria-Sechzehners. Torschütze Köhn legte zehn Minuten später für Hehne (71.) auf, der mit dem 4:0 ebenfalls Doppeltorschütze wurde. Er durfte dann gehen, für ihn kam Jonas Günther, wenig später wechselte Hantke für Justin Inter (75.). Der eingewechselte Günther hatte dann in der 80. Minute seinen Auftritt. Er drang in den Strafraum ein, dribbelte noch einen Gegenspieler aus, doch sein Schuss wehrte Zurell zwar ab, doch genau vor die Füße von Boczek, der seinen ersten Treffer für die BSG Stahl erzielte. Für den 6:0-Schlusspunkt sorgte Köhn (88.), der nach toller Vorarbeit Günthers wie auch Renners seinen dritten Treffer erzielte.

Anschließend lagen die Nerven blank bei den Gastgebern, die aber schon das gesamte Spiel über die Grenzen des Erlaubten überschritten, ohne dass die Unparteiischen entscheidend einschritten. Doch in der 89. Minute blieb ihnen keine Wahl, sie mussten einen Templiner die Gelb-Rote Karte zeigen. Vielleicht hätten ein paar Verwarnungen zu einem früheren Zeitpunkt die Härte aus der Partie genommen.

Co-Trainer Burwig zog ein positives Fazit: „In der ersten Hälfte waren wir nicht ganz zufrieden, da wurden aussichtsreiche Konterchancen schlecht zu Ende gespielt. Nach der Pause waren wir aber effektiv, haben uns endlich einmal für unseren Aufwand belohnt. Besonders gefreut hat uns, dass Lukas Hehne erfolgreich war, aber auch unser Neuzugang Boczek. Luca Köhn macht ein überragendes Spiel, es war aber insgesamt ein guter mannschaftlich geschlossener Auftritt.“

Am kommenden Sonnabend (23. September/15 Uhr) ist der FC Hennigsdorf zu Gast im Stadion am Quenz.

Bilder

Ain Archivfoto von Luca Benedict Köhn, der 3 Tore selbst erzeilte und auch als Vorbereiter glänzte.
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