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Vorfreude aufs Spitzenspiel

Sport
  • Erstellt: 29.03.2024 / 18:01 Uhr von Martin Terstegge
Am Ostermontag (1. April/ 14 Uhr) kommt es im Stadion am Quenz zum absoluten Spitzenspiel der Landesliga Nord. Der Tabellenführer BSG Stahl Brandenburg empfängt den Ligazweiten SV Altlüdersdorf. Die Gastgeber haben in 19 Partien 47 Zähler gesammelt, der Brandenburgligaabsteiger hat nach dem 7:1-Heimsieg am Donnerstagabend im Nachholspiel gegen die SG Michendorf 46 Punkte, bei 18 Begegnungen.
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Mit diesem Kantersieg haben die Altlüdersdorfer die BSG Stahl in der Tordifferenz leicht überholt, es steht nun 39 zu 38. Fast gleiche Punktzahl, fast identische Tordifferenz, mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass am Montag zwei gleichstarke Mannschaften aufeinandertreffen. Die Entscheidungen zu wessen Gunsten sich die Waagschale neigt, dürften Tagesformabhängig sein. Wer den einen Fehler weniger begeht, dürfte als Sieger den Platz verlassen. Die Altlüdersdorfer verfügen über eine physisch starke Mannschaft. Die Defensive wird von zwei großen Innenverteidiger geprägt. In der Offensive haben sie drei „Trümpfe“. Mit 13 Treffern führt Ceif Ben-Abdallah die interne Torschützenliste an, sein Bruder Iheb durfte bereits sieben Mal jubeln. Dazwischen liegt noch Szymon Wierzchowski mit zehn Toren. Imposante Zahlen, doch da kann die BSG Stahl mehr als mithalten. Luca-Benedict Köhn traf zwölfmal, Diego Lima De Mello erzielte neun Treffer und mit Jonas Günther sowie Sebastian Hoyer folgen zwei Fußballer mit sieben Toren.

Stahl-Trainer Aaron Müller hatte sich schon seit geraumer Zeit eine Marschroute für dieses Spiel zurechtgelegt. Nach dieser Trainingswoche muss er jedoch umdenken. Sein Plan mit den schnellen Spielern Timm Renner und Nicholas Engel die gegnerische Abwehr unter Druck zu setzen, hat sich zerschlagen. Renner leidet noch immer unter den Schlag auf seinen Spann. Engel rutschte unter der Woche beim Training unglücklich weg, begab sich in ärztliche Behandlung, wobei eine genaue Prognose noch aussteht. Es läuft aber wohl auf einen längeren Ausfall hinaus.

Es gibt aber auch positive Kadermeldungen. Gegenüber der Vorwoche ist Marvin Krause wieder einsatzbereit, er hat seine Sperre abgesessen. Ein Mann für die 1. Elf ist nun auch wieder Pascal Karaterzi, der seine Einsätze in der 2. Mannschaft beschwerdefrei absolvierte. Und es gibt noch einen Neuzugang zu vermelden. Aus der Konkursmasse von Hertha 06 Zehlendorf stieß der Japaner Jin Sugita an den Quenz. Der Mittelfeldspieler hinterließ in den Trainingseinheiten einen guten Eindruck, er wird wohl im Kader stehen.

Die Ausfälle von Timm Renner und Nicholas Engel sind mit Sicherheit bedauerlich, doch wenn diese Partie, wie geplant, Ende November stattgefunden hätte, wäre die Personalnot wesentlich größer gewesen. Den Stahl-Fußballern ist der Wert dieses Spiel bewusst. Aber sie schauen nicht ängstlich drauf, sie freuen sich auf diesem Vergleich vor heimischer Kulisse. Die Fans sollten auf jeden Fall eines bedenken: egal wie diese Partie endet, eine endgültige Entscheidung über den Saisonverlauf ist nach dem Abpfiff noch längst nicht gefallen.

Bilder

Ein Foto von Pascal Karaterzi, der nach Wochen wieder im Kader der 1. Männer steht.
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