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Lerche oder Eule? Die Barmer informiert über Schlaftypen und Schlafstörungen bei Kindern

Regionales
  • Erstellt: 15.05.2024 / 10:01 Uhr von ant
Die Landesvertretung der Barmer berichtet, dass in Brandenburg im Jahr 2022 rund 5.400 Kinder und Jugendliche im Alter bis 19 Jahren wegen Schlafstörungen in ärztlicher Behandlung waren. Das geht aus einer eigenen Analyse hervor. Die Krankenkasse informiert auch darüber, dass Kinder in der Pubertät erstmal automatisch zu Eulen werden, bevor der Schlaftyp sich herausstellt.
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Zwar sind die Behandlungszahlen leicht rückläufig, dennoch sollten Schlafstörungen bei Kindern ernst genommen werden. „Langfristig können Schlafstörungen die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen. Schlechtere Leistungen in der Schule und ein erhöhtes Risiko für psychische Störungen können die Folge sein. Deshalb ist es wichtig, eine Schlafstörung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln", sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg.

Eine Schlafstörung sei behandlungsbedürftig, wenn sie innerhalb eines Monats mindestens dreimal wöchentlich auftrete und sie das Verhalten und die Leistungsfähigkeit des Kindes am Tage negativ beeinflusse. Auch häufiges Schnarchen oder Zähneknirschen sollten von einem Arzt oder einer Ärztin abgeklärt werden.

Das Schlaf-Wach-Verhalten des Menschen verändert sich im Laufe des Lebens. Nach Angaben der American Sleep Association schlafen 6- bis 13-Jährige im Mittel zwischen neun und elf, 14- bis 17-Jährige acht bis zehn Stunden. Ab einem Alter von 18 Jahren ist eine Schlafdauer von sieben bis neun Stunden angemessen.

In der Pubertät bildet sich der Schlaftyp aus, das heißt dann entscheidet sich, ob aus den Kindern Frühaufsteher („Lerchen“) oder Langschläfer („Eulen“) werden. Doch bevor das passiert, werden in der Pubertät erst einmal alle Jungen und Mädchen automatisch zu Eulen. "In keiner anderen Lebensphase geht der Mensch abends später zu Bett und schläft morgens länger als in der Pubertät. Das liegt nicht nur, aber vor allem an der hormonellen Umstellung", so Barmer-Landeschefin Leyh.

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