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FC Borussia Brandenburg scheitert im Derby am BSG Stahl Brandenburg II

Sport
  • Erstellt: 11.06.2024 / 15:01 Uhr von Björn Wiesener
Für das Team von Steffen Kirchner und Felix Klepzig ging es am Sonntag in den westlichen Teil der Stadt an den Quenz. Zu den ohnehin bis Saisonende ausfallenden Leistungsträgern des FC Borussia Brandenburg gesellte sich nun auch Lucas Witschel, der in der Startaufstellung durch Nils Müller ersetzt wurde. Auf unheimlich schwer zu bespielendem Boden scheuten beide Teams zunächst das große Risiko und erwarteten den Kontrahenten jeweils an der Mittellinie. Schnell wurde klar, dass auf diesem Untergrund kein schöner Fußball gespielt werden könne, sodass beide Mannschaften immer wieder in langen Bällen ihr Glück suchten.
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Die Anfangsphase bestimmten zunächst die Borussen, die früh gefährliche Offensivaktionen initiierten, vorerst aber kein Kapital daraus schlagen konnten. In der 16. Minute versuchte Simon Brüggmann dann einen hohen Ball im gegnerischen Strafraum anzunehmen, wurde dabei aber von seinem übermotivierten Bewacher mit beiden Armen umschlungen und zu Boden gerissen, woraufhin der Unparteiische auf Strafstoß entschied. Diesen legte sich Dominik Bittner zurecht, der am Keeper der Hausherren scheiterte. Dieser lenkte den Ball an den Pfosten, von wo er zurück ins Feld sprang. Mirko Büttner zeigte sich hier am gedankenschnellsten, schloss direkt ab und verwandelte den Nachschuss zum 0:1.

Daraufhin wurden die Hausherren nun besser und verbuchten ihrerseits gefährliche Angriffe. Mitte des ersten Durchgangs gab es dann noch einen weiteren Aufreger. Marko Radon brach auf dem rechten Flügel durch, lief in den Strafraum ein, wo er den Ball am Innenverteidiger vorbei legte und von diesem per Bodycheck niedergestreckt wurde. Zur großen Verwunderung blieb der fällige Elfmeterpfiff hier leider aus.

Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Hausherren nun die offensive Schlagzahl und sie kamen in der 41. Minute sowie in der dritten Minute der Nachspielzeit zu eigenen Toren, sodass es mit einem 2:1-Rückstand für die Borussen in die Kabine ging.

Für den zweiten Durchgang musste nun umgestellt werden. Sowohl Willi Stobinsky, der bereits gegen Ende der ersten Hälfte ausgewechselt werden musste, als auch der bis hierhin stark spielende Simon Brüggmann knickten um und wurden durch Marvin Strehlau und Benjamin Popp ersetzt. Der zweite Durchgang verlief durchgehend ausgeglichen. Beide Teams schenkten sich nichts, lieferten sich immer wieder intensive Zweikämpfe und kamen vor allem durch platzbedingte Zufallsprodukte und hohe Bälle zu Offensivaktionen.

In der 68. Minute leisteten sich die Borussen dann einen katastrophalen Patzer in der Defensive, den die Gastgeber zum 3:1 nutzen konnten. In der Folge zogen sich diese nun immer weiter in die eigene Hälfte zurück und setzten auf schnelles Konterspiel. Die Borussen ihrerseits griffen nach und nach zur Brechstange, schafften es aber nicht beste Gelegenheiten zum Torerfolg zu nutzen. So verstrichen sowohl die Zeit als auch die Hoffnung auf etwas Zählbares zunehmend.

Für letztere sorgte dann Marko Radon in der dritten Minute der Nachspielzeit. Ein aus dem Halbfeld getretener Freistoß von Gino Koschate wurde durch die Hausherren genau zu Radon geköpft, der aus etwa 25 Metern per direktem Volley abzog und so auf 3:2 stellte. In der Folge hatte man zwar noch etwas Zeit für den Ausgleich, doch schaffte man es letztlich nicht mehr zwingend vor das Tor zu kommen, sodass man sich letztlich geschlagen geben musste.

Trainer Steffen Kirchner fasste das Geschehen am Ende folgendermaßen zusammen: „Im Endeffekt fehlen uns zurzeit vor allem Substanz und Effizienz. Aus meiner Sicht muss man in der ersten Halbzeit noch einen Elfmeter geben, mit dessen Verwandeln wir wohl mehr Sicherheit reinbekommen hätten. Am Ende waren wir aber nach der Pause nicht in der Lage den Ausgleich zu machen und bekommen durch einen krassen individuellen Fehler ein absolut vermeidbares, drittes Gegentor. Wir gönnen den Jungs nun einen tollen Abschluss am Samstag und schauen voraus auf die nächste Saison.“

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