Traditionell führt der Landesanglerverband Brandenburg e.V. (LAVB) immer am zweiten Februarwochenende eines Jahres einen zentralen Hegetag durch. In zahlreichen der über 1.200 Angelvereine des Verbandes organisieren die Angler auch in diesem Jahr an diesem Wochenende in Eigenregie viele Aktionen, um den Zustand der Brandenburger Gewässer für alle Angler und die Allgemeinheit zu verbessern. Die rund 400 Mitglieder des Städteanglerverbandes Brandenburg/Potsdam e.V. haben den Hegetag am Samstagvormittag durchgeführt und waren unter anderem an den Ufern des Silokanals, im Fuchsbruch, in den Erdelöchern, in Kaltenhausen oder am Plauer Ufer unterwegs.
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Im Laufe der Zeit sammelt sich an den Gewässerufern, aber auch im näheren Umfeld jede Menge Unrat an. Dabei wird von kleinen Papierfetzen, über Flaschen aller Art, Kronkorken, Zigarettenkippen und-schachteln, bis hin zu abgerissenen Wahlplakaten oder gar größeren Teilen, wie Campingtischen und Styroporplatten, nahezu alles aufgesammelt, was andere achtlos wegwerfen. „Wir räumen quasi den Dreck der anderen weg“, erklärte dazu Günter Müller, der Vorsitzende des Städteanglerverbandes. Alles kommt anschließend in einen Container, der bei den „Fidelen Anglern“ abgestellt wurde.
An den unterschiedlichen Stellen sind meist bis zu zehn Angler mit Müllsack und Gabel unterwegs, um die Ufer von Unrat zu beseitigen. Gekümmert wird sich an allen DAV- und Angelgewässern in der Region. „Am Silokanal ist unser Hauptteil unterwegs. Wir haben aber noch mehr Gewässer, wie im Fuchsbruch und Kaltenhausen. Dort werden auch die Bäume und Sträucher beschnitten. Das müssen wir vor der Brutzeit der Vögel machen. Deswegen auch der frühe Termin im Jahr,“ erläutert Günter Müller weiter. Beim Baumbeschnitt geht es auch darum Gefahren frühzeitig abzuwehren. Nach getaner Arbeit gab es dann für alle Mitmacher noch eine Bockwurst und einen Kaffee in gemütlicher Runde.
Mit rund 96.200 Mitgliedern ist der Landesanglerverband Brandenburg e.V. einer der mitgliederstärksten Verbände im Land Brandenburg. Jährlich leisten die Angler mehr als 360.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit an den Gewässern zum Wohle aller Brandenburger. Das entspricht einem Gegenwert von etwa 5,4 Millionen Euro. Angler schützen und nutzen die Natur. Sie setzen sich für die Pflege der Gewässer und die Entwicklung gesunder Fischbestände ein, damit auch nachfolgende Generationen die Natur in Brandenburg noch genießen können. In Brandenburg ist Angeln „Naturschutz aus Tradition“.