Die Freien Wähler haben folgende Erklärung veröffentlicht: "Gegründet 1810, sind die Brandenburger Symphoniker das älteste Orchester des Landes Brandenburg und ein unersetzlicher Teil der kulturellen Identität der Stadt. Seit der Wende treten die Musiker unter ihrem heutigen Namen auf und sind längst nicht nur ein kultureller Eckpfeiler, sondern der zentrale kulturelle Fixpunkt Brandenburgs. Im kommenden Hauptausschuss wird der neue Wirtschaftsplan der Brandenburger Theater GmbH für 2025 und 2026 beraten. Dieser stellt fest, dass die finanziellen Mittel von Bund, Land und Kommune ausreichend sind, um auch in den kommenden 2 Jahren das kulturelle Erbe der Brandenburger Symphoniker im Brandenburger Theater zu sichern."
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Weiter heißt es: "Herausforderungen ab 2027
Eine entscheidende Herausforderung stellt sich jedoch ab 2027. Einzig die Orchestermusiker unterzeichneten 2017 einen Haustarifvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Dieser sah vor, dass jeder Musiker auf jährlich 13,6% seines Bruttogehalts verzichtet, um die Theater GmbH in einer damals schwierigen finanziellen Lage zu stabilisieren. Ab 2027 endet diese Sonderregelung, und eine Verlängerung ist ausgeschlossen.
Norbert Langerwisch, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Brandenburger Theater GmbH, hat nach Gesprächen mit der Geschäftsführung und dem Orchestervorstand klare Handlungsfelder identifiziert, deren Korrektur nun höchste Priorität haben.
Dringende Handlungsfelder:
Gastspieltätigkeit reaktivieren
´Bis zum Amtsantritt von Intendant Dr. Busche und Chefdirigent Andreas Spering im Jahr 2022 war es für die Brandenburger Symphoniker selbstverständlich, regelmäßig Konzerte in der Region Brandenburgs zu geben, etwa in Wittenberge, Rathenow oder Schwedt, und über 20 Jahre lang das Festivalorchester der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu sein. Unser Orchester reiste zudem durch Europa, Amerika, Asien und Afrika´, so Langerwisch. Diese regelmäßigen Gastspiele haben nicht nur zur Sichtbarkeit der Stadt und zur regionalen Vernetzung beigetragen, sondern auch wichtige Einnahmen für das Orchester generiert. Im Vergleich zu den Symphonikern pflegen andere Brandenburger Klangkörper nach wie vor ein aktives Gastspielprogramm.
Diese wichtige Aufgabe muss auch für die Symphoniker wieder ein wichtiger Teil ihrer Tätigkeit werden. Es ist unverständlich, warum die Aufgabe, ein tragfähiges Gastspielkonzept zu entwickeln, vom Intendant/Orchesterdirektor Dr. Alexander Busche und Chefdirigenten Andreas Spering bisher nicht umgesetzt wurde.
Repertoire gezielt ausrichten, um Besucherzahlen zu erhöhen
Die rückläufigen Zuschauerzahlen werfen Fragen zum Repertoire auf. Langerwisch stellt fest, dass der Eindruck entstanden sei, das Programm folge zu oft den persönlichen Vorlieben von Intendant und Chefdirigent, anstatt sich stärker am Geschmack und an den Bedürfnissen des Brandenburger Publikums zu orientieren. Viele der aufgeführten Werke verlangen ein größeres Ensemble als die Brandenburger Symphoniker es stellen können, sodass zusätzliche Gastmusiker engagiert werden müssen – mit entsprechenden finanziellen Belastungen für das Theater. (Beispiel ELEKTRA mit über 20 zusätzlichen Gastmusikern pro Vorstellung.)
Langerwisch fordert daher, dass zukünftig ausschließlich Werke aufgeführt werden, die der aktuellen Orchestergröße weitestgehend entsprechen. Das dies bislang nicht geschah, bereitet Orchestervorstand und Gesellschafter ernste Sorgen.
Stadt hält Kurs – Orchester bleibt Zentrum
Die Stadt Brandenburg an der Havel hat klar signalisiert, dass sie auch über 2026 hinaus die Brandenburger Symphoniker als einen zentralen Bestandteil der städtischen Kultur unterstützen wird. Mit klaren Vorgaben zur Gastspieltätigkeit, zum Repertoire und zur Arbeitsorganisation soll sichergestellt werden, dass die Brandenburger Symphoniker auch über 2027 hinaus den kulturellen Herzschlag der Stadt bestimmen und ihrer Bedeutung als kultureller Leuchtturm in angemessener Personalstärke weiterhin gerecht werden können."
Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den zitierten Inhalten/Aussagen und macht sie sich nicht zu eigen.