Der AfD-Fraktionsvorsitzende Axel Brösicke erklärt: "Wie lange tobt der Streit um und mit dem Tierheim eigentlich schon? Lösungsvorschläge kamen aus dem Rathaus leider keine. Eher nicht nachvollziehbare Informationen zum Zustand des Hundes „Claire“. Nach langem hin und her entschloss man sich, mangels eigener Lösungen, zur Beilegung des Streits und zur Stärkung des Tierheims, das „Problem“ einem anderen Beigeordneten zu überlassen. Aus dem Tierheim hört man seitdem die leise Hoffnung, dass nun einiges eventuell besser werden könnte. Was fehlt ist aber die Diskussion darüber, ob man das Tierheim nicht wieder in eine kommunale Einrichtung umwandeln könnte und sollte."
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Weiter heißt es: "Ein weiteres Thema zu dem das Rathaus schweigt, ist unsere Feuerwehr. Wie ein Schwerverbrecher wurde der ehemalige Feuerwehrchef medial durch die Stadt gejagt. Vor Gericht blieb von den erhobenen Vorwürfen nichts mehr übrig. Die Frage die sich aufdrängt ist: Bekommt Herr Bialek jetzt seinen Job zurück? Dazu schweigt die Verwaltungsspitze. Den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr unterstellte man, bei der Abrechnung ihrer Schichten ´Unregelmäßigkeiten´. Ausgerechnet denen, die tagtäglich ihre Gesundheit, im Zweifelsfall gar ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren. Bei geförderten Einrichtungen wirft man dagegen, so stellte jetzt ein Gutachten des Rechnungsprüfungsamtes fest, nahezu alle selbstgegebenen Regeln über Bord und zahlt einfach weiter. Dazu schweigt das Rathaus ebenso wie zur Frage, ob bei der Feuerwehr jetzt etwas geändert werden muss oder wie dort die unzähligen angehäuften Überstunden abgebaut werden sollen.
Nun erfuhren die Brandenburger, das eines von zwei großen Wohnungsbauprojekten, das Projekt in Hohenstücken, abgesagt wurden. Das ist zum einen, mit Blick auf den gewünschten Zuzug schade, auf der anderen Seite aber verschmerzbar. Auch in Hohenstücken sollten, ähnlich wie am Packhof, Wohnungen entstehen, die sich 90% der Brandenburger leisten könnten. Sogar das beliebte und etablierte ´Kiju´ wollte man dafür in ein kleineres Gebäude an einem anderen Standort unterbringen. Aber wir sollten diese Absage als Chance sehen.
Die Grundstücke gehören der Stadt. Und was Brandenburg an der Havel im Moment am dringendsten braucht, ist bezahlbarer Wohnraum für Familien, im Besonderen für den Mittelstand, also jene Familien die mit ihren Vollzeitjobs versuchen über die Runden zu kommen. Auch geht die Demografie-Entwicklung nicht an unserer Stadt vorbei.
Auch unsere Bevölkerung altert und immer mehr Menschen können sich die teuren Pflegeplätze nicht leisten oder haben Angst davor ins Altersheim zu gehen. Nicht nur deshalb geht der Trend immer mehr zu familiären Pflege. Darum sollten wir diese Chance nutzen. Eine Überlegung dazu könnten Mehrgenerationenhäuser sein. Häuser in denen Oma und Opa neben ihren Familien, jeder für sich dem Platzbedarf entsprechenden Wohnungen, leben. So bliebe bei der gewünschten Selbstständigkeit der familiäre Anschluss sicher und Hilfe oder Unterstützung im Alltag ganz nah. Einige Diskounter machen es in anderen Städten in Deutschland bereits vor und zeigen wie es gehen könnte. Einkaufsmöglichkeiten in der untersten Etage und darüber eine Wohnbebauung. Das sichert kurze Wege und eine hohe Lebensqualität. Und diese Möglichkeit beschränkt sich nicht nur auf Hohenstücken, sondern wäre auch in anderen Stadtteilen realisierbar. Aber dafür müssten wir als Stadt auch mal aktiv werden. Entwickeln statt nur verwalten sollte die Devise sein."
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