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AfD kritisiert Scheller für Planebrücke: "Hilft auch nicht, sich mit dem Megafon vor die Bürger zu stellen"

Politik
  • Erstellt: 02.10.2025 / 13:01 Uhr von Stadtpolitik
Der AfD-Fraktionsvorsitzende Axel Brösicke erklärt: "Das aktuelle Schwarze-Peter-Spiel um die Freigabe der Planebrücke ist ein hausgemachter Skandal auf dem Rücken der Bewohner der eigenen Scholle. Dabei hätte das gesamte Bauvorhaben eigentlich eine Erfolgsstory werden können. Verhältnismäßig schnell wurde reagiert, geplant und gebaut. Aber ganz offensichtlich hatte man vergessen, die Deutsche Bahn umfänglich mit einzubeziehen."
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Weiter erklärt er: "Nach der offenbar mit der eigenen Verwaltung nicht abgesprochenen Verkündung der vorverlegten Öffnung der Planebrücke durch den Oberbürgermeister stehen die Brandenburger einmal mehr kopfschüttelnd und ratlos vor einem Paradebeispiel für den Irrsinn deutscher Bürokratie. Es hilft auch nicht, sich mit dem Megafon vor die Bürger zu stellen und der Deutschen Bahn die alleinige Schuld an diesem Desaster zu geben.

Denn wie jetzt bekannt wird, hat die Stadt selbst ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Man darf doch eigentlich erwarten, dass vor Beginn einer Baumaßnahme mit der DB geklärt wird, was baulich verändert wird und in welcher Art und Weise die Dokumentation der Bautätigkeit für eine Abnahme und Freigabe nötig ist. Dies wurde ganz offensichtlich versäumt. Die Leidtragenden sind die Bewohner der eigenen Scholle. Dabei hat die Stadt unter anderem bei diesem Stadtteil eine besondere Verantwortung. Über Jahre hat man es versäumt, bei diesem wachsenden Stadtteil für ein bedarfsgerechtes Mitwachsen der Infrastruktur – seien es Schul- und Kitaplätze, ärztliche Versorgung oder Einkaufsmöglichkeiten – zu sorgen.

Schaut man sich die jahrelangen Probleme beim Bauvorhaben ´Likörfabrik´ an, weiß man, dass fehlende oder nicht stattfindende Kommunikation und Abstimmung in der Verwaltung eher Regel denn Ausnahme sind. Auch hier wurde öffentlich eine Lösung versprochen, die dann in der Realität keinen Bestand hatte und einen engagierten Jungunternehmer in massive Probleme brachte. Das bezieht sich nicht auf die einfachen Sachbearbeiter. Hier durfte ich in über zehn Jahren Kommunalpolitik viele engagierte Mitarbeiter kennenlernen. Aber diese Mitarbeiter brauchen eben auch das Vertrauen darauf, dass sie ihre Entscheidungsspielräume zum Wohle der Bürger maximal nutzen können und dabei von ihren Vorgesetzten unterstützt und nicht ausgebremst werden. Und die Brandenburger haben einen Anspruch darauf, dass Verwaltung als Dienstleister am Bürger sowohl nach innen als auch nach außen transparent und ehrlich kommuniziert. Fehler können passieren. Aber man muss daraus lernen und die notwendigen Konsequenzen ziehen. Diese Einsicht fehlt aus meiner Sicht der Verwaltungsspitze derzeit noch."


Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den zitierten Inhalten/Aussagen und macht sie sich nicht zu eigen.

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