Seit gestern ist die Geh- und Radwegbrücke über den Sandfurthgraben zum Krugpark erst einmal weg. In den nächsten 4 Wochen wird ihr eine Frischzellenkurz verpasst. Dafür wurde die Brücke, die einst aus einem alten Eisenbahnwagon gebaut wurde, am Mittwoch ausgehoben und mit einem Tieflader zur Firma Ebert und Ernst auf den Quenz gebracht. Dort wird sie sandgestrahlt, geprüft, konstruktiv verstärkt und mit einem neuen Korrosionsschutz versehen. So werden unter anderem eine Welle und alte Schutzbleche entfernt. Im Vorfeld wurde der alte und bereits marode Holzbodenbelag abmontiert.
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Die Mitarbeiter der Firma Rask und der BMK-Kranführer mussten beim Ausheben der Brücke mit viel Augenmaß und Fingerspitzengefühl ans Werk gehen. Immerhin galt es die rund 4,5 Tonnen schwere Brücke erst durch und dann über die Bäume am Uferrand des Sandfurthgrabens zu heben. Die Profis schafften das ganz behutsam und ohne einen einzigen Ast zu strapazieren. Wenig später konnte die Brücke passgenau auf den inzwischen bereitgestellten Tieflader platziert werden. Dafür musste auf der Ziesarer Landstraße für einige Minuten der Verkehr gestoppt werden.
Ende Oktober soll die wieder fit gemachte Brücke, die einst auf „Gib alles-Brücke“ getauft wurde, dann an ihren alten Bestimmungsort zurückkehren. Sie bekommt einen modernen und langlebigen Belag aus glasfaserverstärktem Recycling-Kunststoff. Die neue Belagsfläche umfasst rund 34 Quadratmeter. Die Bohlen sind geriffelt und rutschhemmend. Die Gesamtkosten der Brückenerneuerung sollen sich auf knapp 87.000 Euro belaufen.
Mit der Erneuerung wird die Brücke selbst auch kürzer, da alte Teile, die nicht mehr gebraucht werden, weggenommen werden. Die ragten über die eigentliche Brücke weit auf das Ufer hinaus, um so die Verbindung von Brücke und Weg zu schaffen. Jetzt werden an den Uferseiten der Brücke Betonwände für die sogenannte Anrampung gestellt, die dann verfüllt und oben als Belag mit Gussasphalt versehen werden.