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Herzwoche klärt auf: Die Ursachen für Herz-Tode

Aus der Stadt
  • Erstellt: 07.11.2025 / 11:01 Uhr von rb
In dieser Woche fand die alljährliche Herzwoche der Deutschen Herzstiftung statt, mit der zu Ursachen für Herzerkrankungen und den meist damit verbundenen Todesfällen in der Bevölkerung aufgeklärt werden soll. In diesem Jahr steht die Herzwoche unter dem Motto: „Gesunde Gefäße – gesundes HERZ: Den Herzinfarkt vermeiden“ und auch das Universitätsklinikum Brandenburg führte eine Veranstaltung durch. In der Medizinischen Hochschule (MHB) gab es eine Vortragsreihe zu den Themen „Überblick Gesunde Gefäße – gesundes HERZ“, „Prävention“ und „Schlagen Frauenherzen anders?“
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In seinem Vorwort zum Deutschen Herzbericht Update 2025 schreibt Prof. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit über 290.000 Sterbefällen im Jahr 2023 nach wie vor Todesursache Nummer eins sind. Das sind rund 29 Prozent aller Todesfälle in Deutschland. Somit sterben mit Abstand immer noch die meisten Menschen an den Folgen einer Herzerkrankung, zum Beispiel Herzinfarkt, Herzschwäche, plötzlicher Herztod, oder an einer Kreislauferkrankung, wie Schlaganfall, Bluthochdruck, Lungenembolie. Das weit vor den Tumorerkrankungen.

Von den im Herzbericht aufgeführten 10 häufigsten Todesursachen sind allein fünf den Herzerkrankungen zuzuordnen. Die Chronische Koronare Herzkrankheit (KHK) war dabei im Jahr 2023 mit 74.415 Sterbefällen sogar häufigste Todesursache überhaupt, wie darin feststellt wird. Dennoch wird positiv auf die Entwicklung geschaut, denn sie ist gegenüber dem Jahr 2022 rückläufig. Ein weiterer Aspekt ist, dass Frauen in der Summe aller diesbezüglichen Diagnosen deutlich weniger an Herzerkrankungen sterben als Männer.

Zu Beginn der Informationsveranstaltung in der MHB wurde über diese Aspekte und die Arbeit der Deutschen Herzstiftung informiert, die sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Die Stiftung betrachtet sich als Brücke zwischen Arzt und Patient und hat unter anderem allein im letzten Jahr Fördermittel in einer Höhe von rund 1 Millionen Euro bereitgestellt.

Es gab einzelne Fachvorträge von Prof. Oliver Ritter, Dr. Johanna Tennigkeit und David Füller vom Uni-Klinikum. Ergänzt wurde das Programm an diesem Abend durch eine Reanimationsvorführung des DRK, Info-Stände rund um das Thema Herzgesundheit und die Möglichkeit der Besichtigung eines modernen Rettungswagens. Nach den Vorträgen, die sehr detailliert den Besuchern nahe gebracht wurden, gab es auch die Möglichkeit, direkt und persönlich mit den Spezialisten ins Gespräch zu kommen.

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