Diese Verkehrsführung sorgt für Diskussionen: Am Vormittag machte der Brandenburger Bau-Unternehmer Ricardo Zinke auf eine enge Stelle am Bahnübergang Planebrücke aufmerksam. Er zeigte in einem Youtube-Clip auf: Zwei größere Fahrzeuge passen da nicht aneinander vorbei, es droht Stau. Das sorgte schnell für Reaktionen. Brandenburgs Bürgermeister Michael Müller stellte vor wenigen Minuten gegenüber Meetingpoint klar: Das ist genau so gewollt!
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"Die Verkehrsinsel soll eine Reduzierung der Geschwindigkeit vor dem Bahnübergang bewirken. An dieser Stelle sollen Autofahrer zu erhöhter Aufmerksamkeit bewegt werden, weil dort schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer auf die Straße geführt werden, damit sie den Bahnübergang sicher überqueren können", so der Bürgermeister. In der Vergangenheit mussten sich Radfahrer und Co. bis vor zum Bahnübergang bewegen, hinter einer Leitplanke mussten sie dann eine Lücke im fließenden Verkehr suchen und auf die Fahrbahn treten.
Müller verteidigt die daraus resultierende Einengung. "Wenn der LKW-Fahrer sieht, dass ihm dort Verkehr entgegenkommt, dann muss er stoppen, da sollen nicht zwei Fahrzeuge dieser Größe aneinander vorbei passen." Für die Aufstellung der Verkehrsinsel hat die Stadt eine sog. verkehrsrechtliche Anordnung erlassen, sowohl die Straßenverkehrsbehörde als auch das Tiefbauamt haben sich die Gegegebenheiten vor angesehen und bwertet, so Müller.