Für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Damsdorf wird sich bald einiges ändern. Am Dienstag wurde Richtfest für den Anbau eines Sanitärkomplexes gefeiert. In dem Anbau werden künftig insgesamt zwei Umkleideräume, einer für die 32 Männer der Einsatzgruppe und einer für die 10 Frauen, untergebracht sein. Dazu kommen Duschen, Sanitärräume, ein Büro für den Ortswehrführer und ein Lager für die zu lagernden Gerätschaften sowie ein Raum für eine Netzersatzanlage. Das Besondere dabei ist, dass man mit dem Anbau auch an den Bestandsbau gegangen ist.
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So schließen sowohl das Lager als auch diese Netzersatzanlage an die Fahrzeughalle des Bestandsgebäudes an. Der bestehende Bereich mit Sanitäranlage und unterschiedlich genutzten Räumen im ursprünglichen Gebäude soll später hauptsächlich durch die Jugendfeuerwehr genutzt werden. Der Grund für den Anbau war, dass die Kameraden sich aktuell alle in der Fahrzeughalle umziehen müssen. Das hat auch dazu geführt, dass dieser untragbare Zustand immer wieder angesprochen wurde und es vermieden werden soll.
So entstand der Plan, entsprechende neue Umkleiden zu bauen, was über die Gemeinde Kloster Lehnin realisiert wird. In dem Zusammenhang wurden durch den Landkreis auch die Netzersatzanlagen beschafft. Dadurch ist ein größerer Platzbedarf entstanden und so kam es zum Anbau hinter der Fahrzeughalle, die in diesem Zuge auch nach hinten erweitert wurde. Insgesamt reiht sich der Anbau für die Damsdorfer Kameraden in eine Vielzahl von Maßnahmen in der Vergangenheit und in der Zukunft durch die Gemeinde Kloster Lehnin ein.
„Wir haben trotz der wirtschaftlich schwierigen Verhältnisse die Pflicht, einen Haushalt aufzustellen. Wenn man dort in eine Investitionsmaßnahme im Bereich Hochbau schaut, haben wir eine Prioritätenliste aufgebaut. Dabei stehen die obersten Plätze, 2, 4 und 5, alle für Modernisierungen an Feuerwehrgerätehäusern", so Kevin Bolz, der Damsdorfer Ortsvorsteher. Darin stünden eben Damsdorf mit drin, aber auch die restliche Finanzierung für Trechwitz und der Anbau in Prützke. „Ich darf auch so viel verraten, dass im jetzigen Entwurf die Maßnahme 6 bis 10 auch alle für die Feuerwehren reserviert sind. Ich denke, das ist ein starkes Zeichen, wenn man bedenkt, dass wir als Gemeinde auch Investitionen zu tätigen haben. Wir haben das Signal verstanden“, so Bolz weiter.
Der Bestandsbau wurde 1997 nach 26 Monaten Bauzeit fertiggestellt. Mit dem Anbau wollen die Damsdorfer innerhalb von 12 Monaten bezugsfertig sein. Dafür gibt es noch einiges zu erledigen. Damit das Ziel Einweihung im Herbst 2026 erreicht werden kann, legen auch viele Kameraden in ihrer Freizeit mit Hand an den Anbau an. „Wenn wir jetzt hier schauen, denke ich, die 26 Monate werden wir nicht brauchen. Hier war das Ziel innerhalb von 12 Monaten Einzugsfertig zu sein. Dann wollen wir uns alle hier wieder treffen und die Einweihung des Anbaus feiern", so Ortswehrführer Daniel Bräkow. Dann kann man sich vielleicht auch schon auf ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug freuen, das die Gemeinde beschafft hat.