An der Schleusenbrücke in der Krakauer Straße laufen derzeit Untersuchungen, um die Passierbarkeit für den Kraftfahrzeugverkehr weiterhin sicherzustellen. Grundlage dafür ist laut Bürgermeister Michael Müller eine laufende Verkehrszählung, die per anonymisierter Videoauswertung erfolgt. "Nach der Auswertung werden sich eventuell Maßnahmen zur weiteren Ablastung der Brücke anschließen", so Müller.
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Parallel dazu hat das Tiefbauamt eine statische Nachberechnung veranlasst, die das sogenannte „Ankündigungsverhalten für den Versagensfall des Spannstahls“ bewertet. Anders als bei Stahlbrücken kann es bei Spannbetonbrücken zu einem Versagen kommen, ohne dass sich zuvor deutliche Anzeichen wie Verformungen oder Risse abzeichnen. Um die Tragfähigkeit genau beurteilen zu können, sind deshalb zusätzliche Materialuntersuchungen am Spannstahl erforderlich.
Diese Untersuchungen sowie gegebenenfalls ein erweitertes Rissmonitoring sollen ab April 2026 beginnen. Je nach Ergebnis könnten weitere Maßnahmen folgen. Sollte keine Sperrung notwendig werden, kommt auch eine akustische Überwachung in Betracht – ähnlich dem System, das die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes an der Quenzbrücke einsetzt –, um die Nutzung der Brücke möglichst lange aufrechtzuerhalten.