Die Wirtschaftsjunioren (WJ) starten ins neue Jahr: Rund 350 Gäste sind heute im Audimax dabei, vor Ort treffen die Unternehmer und Führungskräfte auf Stadtpolitiker, Gäste aus Gesellschaft und Sport und andere interessierte Brandenburger. WJ-Kreischef Marvin Zinke beschrieb den Geist im Saal so: "Menschen, die nicht abwarten, sondern gestalten. Die nicht nur kommentieren, sondern Verantwortung übernehmen." Und er mahnte: “Genau diese Stimme braucht unsere Stadt mehr denn je.”
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Zinkes Botschaft: "Ohne mutige Menschen, ohne Unternehmer, die sich jeden Tag dem Risiko aussetzen, gäbe es kein wirtschaftliches Fundament für Brandenburg an der Havel. Ohne sie gäbe es keine Gewerbesteuereinnahmen, keine Investitionen, keine Innovationen – und vor allem keine Arbeitsplätze. Jeder Betrieb, jede Firma, jedes Start-up in dieser Stadt trägt dazu bei, dass Menschen hier Arbeit finden, Familien hier leben können und unsere Stadt handlungsfähig bleibt. Das Geld, mit dem Schulen saniert, Straßen gebaut oder soziale Projekte ermöglicht werden, fällt nicht vom Himmel. Es wird erarbeitet – von mutigen Menschen, die unternehmerische Verantwortung übernehmen."
Genau hier fordern die Wirtschaftsjunioren Unterstützung ein - diese Botschaft richtet sich u.a. an Brandenburgs neuen Oberbürgermeister Daniel Keip, der in wenigen Wochen sein Amt antreten wird. Die Stadtspitze müsse für verlässliche politische Rahmenbedingungen sorgen und das Unternehmertum nicht als Risiko, sondern auch als Chance begreifen. Dieser Fingerzeig dürfte auch in Richtung des scheidenden Stadtchefs Steffen Scheller gehen, dem viele Unternehmer zuletzt vorhielten, nicht energisch genug für die Wirtschaft unterwegs gewesen zu sein.
Zinke weiter: "Dass wir in Sachen Förderung und Ansiedlungen von Start-ups und Existenzgründern dringend mehr Unterstützung und Raum in Campusnähe der THB und MHB erwarten, steht im Kontrast zu einem der höchsten Gewerbesteuersätze im Land, bei dem wir uns fragen: Was bekommen wir dafür, und wann wird es besser? Denn der Satz spielt für Ansiedlungen und den Verbleib von Firmen sehr wohl eine entscheidende Rolle." Wiederholt hatten Teile der Stadtführung und Stadtpolitik nämlich argumentiert, dass der hohe Satz kein wirkliches KO-Kriterium sei - die Unternehmer im Saal bewerten das anders und fordern hier eine Senkung.
Auch Oberbürgermeister Steffen Scheller trat heute ans Mikro. Er brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass sich die Stadt weiter gut entwickelt und unterstrich die von Marvin Zinke geäußerte Forderung nach mehr Mut. Er griff auch den angesprochenen Gewerbesteuersatz auf und betonte, dass diese mit die wichtigste Einnahmequelle der Havelstadt seien.
Tipp: Ab 21 Uhr beginnt vor Ort die Turbine-WJ-Afterwork. DJ DK legt auf. Eintritt für Kurzentschlossene: 5 Euro.