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Personalmangel bei der Feuerwehr: DRK soll 4. RTW absichern

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 03.02.2026 / 09:01 Uhr von cg1
Zur Sicherstellung des Rettungsdienstes werden in der Stadt derzeit fünf Rettungswagen (RTW) vorgehalten. Vier  sind an der Feuer- und Rettungswache Brandenburg in der Fontanestraße und ein RTW im Ortsteil Kirchmöser stationiert. Drei RTW werden derzeit durch Hilfsorganisationen (das Deutsche Rote Kreuz; 1) und die Johanniter-Unfall-Hilfe; 2) besetzt. Zwei RTW werden durch Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr (BF) besetzt. Um künftig die Besetzung aller vier Rettungswagen in der Hauptwache absichern zu können, plant die Verwaltung die Besetzung eines bisher durch die Berufsfeuerwehr betreuten Wagens auf das Deutsche Rote Kreuz zu übertragen. 
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Die Vorlage des Amtes für Feuerwehr und Rettungswesen liegt heute im Ordnungs- und Sicherheitssausschuss auf dem Tisch.

Darin wird der Personalmangel als Ursache ausführlich beschrieben: "Seit April 2025 kann die geforderte Dienststärke von 17 Funktionen nicht durchgängig sichergestellt werden. Der Personalmangel besteht nicht erst seit kurzem und hat bereits zu einem Anstieg der Mehrarbeitsstunden bei den Beschäftigten geführt. Dieser Zustand wird sich in naher Zukunft noch deutlich verschärfen."

Und weiter: "Seit Monaten stehen uns nicht die erforderlichen 96 Vollzeitkräfte zur Verfügung, die eigentlich für den abwehrenden Brandschutz benötigt werden. Das ist auf fehlende Bewerber, langsame Stellenbesetzungsverfahren und Langzeiterkrankungen zurückzuführen. Dies führt dazu, dass wir die im Gefahrenabwehrbedarfsplan festgelegte Personalstärke von 15 Funktionen nicht erreichen und wir auf Funktionen im abwehrenden Brandschutz verzichten müssen, um die Rettungsdienstversorgung zu gewährleisten."

Es könne nicht davon ausgegangen werden, so die Einschätzung der Vorlagenverfasser, !dass die Vielzahl der unbesetzten Stellen zeitnah mit entsprechend qualifizierten Personal besetzt werden kann, um eine spürbare und vor allem dauerhafte Entlastung im Sinne der Aufgaben des Brandschutzes herbeizuführen."

Da sich die Situation bei den Bewerbern mit doppelter Ausbildung (feuerwehrtechnischen Ausbildung zugleich Notfallsanitäter) laut Rathaus nicht verbessern wird, ist es eine Option, einen externen Leistungserbringer mit der Besetzung eines weiteren RTW zu beauftragen.

In der Vorlage heißt es: "Wir haben bei den aktuellen Leistungserbringern ein Angebot für die Aufgabenwahrnehmung des 4. RTW angefordert. Die Übertragung der Aufgabe ist für den 01.01.2026 vorgesehen und soll zum 30.06.2029 enden. Von beiden Leistungserbringern haben wir ein Angebot erhalten. Das wirtschaftlichere Angebot hat das DRK mit 2.659.179,72 € abgegeben. Im finanziellen Vergleich ist die Erbringung der Leistung durch das DRK günstiger als durch Beamte im feuerwehrtechnischen Dienst (Grundlage bilden die Personaldurchschnittskosten)."

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