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"Zukunft gestalten statt Haushalt überfordern": FDP Brandenburg verlangt wirtschaftliche Prüfung des Schulcampus.

Politik
  • Erstellt: 20.02.2026 / 07:01 Uhr von Stadtpolitik
Die FDP hat folgende Erklärung veröffentlicht: "Für die FDP Brandenburg an der Havel ist Bildungspolitik kein Randthema, sondern Kern liberaler Stadtentwicklung. Gute Schulen entscheiden über Aufstiegschancen, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliche Stabilität. Gerade deshalb darf das geplante Großprojekt eines Schulcampus am Wiesenweg nicht unter politischem Zeitdruck, sondern ausschließlich unter dem Maßstab wirtschaftlicher Vernunft und langfristiger Tragfähigkeit bewertet werden. Wer Zukunft gestalten will, muss zuerst solide planen. Nach aktuellem Stand ist von Baukosten von über 60 Millionen Euro sowie zusätzlichen Millionenbeträgen für die verkehrliche Anbindung auszugehen."
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Weiter heißt es: "Damit trägt dieses Projekt ein erhebliches Kostenrisiko. Eine Investition dieser Größenordnung greift tief in die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt ein. Es ist daher zwingend zu klären, ob durch dieses Vorhaben andere dringend notwendige Investitionen in bestehende Schulstandorte verdrängt oder verzögert werden.

Bildungspolitik darf nicht zur Neubau-Romantik werden, während bestehende Schulen weiter auf Sanierung warten. Ebenso ist vor dem Hintergrund rückläufiger Schülerzahlen ernsthaft zu prüfen, ob kleinere Klassenstrukturen ermöglicht werden können. Pädagogische Qualität entsteht nicht durch Beton, sondern durch gute Unterrichtsbedingungen. Lehrkräfte und pädagogisches Personal müssen entlastet statt strukturell überfordert werden.

Gleichzeitig stellt sich die zentrale Frage: Mit welchem zusätzlichem Personal soll ein neuer Campus langfristig betrieben werden, wenn der Fachkräftemangel bereits heute spürbar ist? Infrastruktur ohne Personal ist keine Bildungsstrategie. Auch die infrastrukturelle Anbindung verlangt klare Antworten. Wie wird der öffentliche Personennahverkehr konkret ausgestaltet? Welche zusätzlichen Belastungen entstehen für die Verkehrsbetriebe? Ist das bestehende Netz leistungsfähig genug, um einen zentralen Schulstandort dauerhaft zu tragen? Ein Campus darf kein Verkehrsexperiment mit unklaren Folgekosten werden. Die geplante Sporthalle sehen wir als Chance für die Stadt. Brandenburg an der Havel braucht eine leistungsfähige Publikums- und Mehrzweckhalle, die Schul-, Vereins- und Kulturveranstaltungen gleichermaßen ermöglicht. Entscheidend bleibt jedoch: Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und nachhaltiger Betrieb stehen über architektonischem Prestige."


Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den zitierten Inhalten/Aussagen und macht sie sich nicht zu eigen.
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