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MHB begrüßt 50 neue Studenten der Zahnmedizin mit Festakt im Paulikloster

Aus der Stadt
  • Erstellt: 12.04.2026 / 08:01 Uhr von rb
Am Samstag war das Paulikloster in Brandenburg an der Havel zum wiederholten Male Gastgeberin für einen Festakt der Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB).  Für 50 junge Menschen aus ganz Deutschland begann mit dem Sommersemester 2026 das Studium im Modellstudiengang Zahnmedizin. In dem rund 800 Jahre alten Paulikloster fand am Samstag die feierliche Immatrikulation des nun bereits 3. Jahrgangs der Studenten der Zahnmedizin der MHB statt. Mit dabei Eltern, Partner und Freunde der Studenten sowie Persönlichkeiten der MHB sowie aus Landes-und Lokalpolitik.
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Begrüßt wurden die Gäste des Festaktes von MHB-Präsident Prof. Hans-Uwe Simon, der in seiner Ansprache vor den neuen Studenten, deren Eltern und Gästen die Pioniere des Studiengangs würdigte, die diesen 2024 an den Start gebracht haben. Er hob hervor, dass die Studenten der MHB gerade von der praxisnahen Ausbildung profitieren. So wurde mit der Eröffnung der ersten zahnmedizinischen Hochschulambulanz Brandenburgs im Januar 2025 bereits ein wichtiger Meilenstein erreicht. „Wir behandeln in unserer Hochschulambulanz rund 2.500 Patienten pro Jahr und leisten somit einen ersten Beitrag, drohende Versorgungslücken in der Region zu schließen“, so Simon.

Mit dem Erfolg des Start des Studiengangs ergaben sich aber auch andere Notwendigkeiten. So entsteht derzeit im ehemaligen E-Werk in der Bauhofstraße die erste Universitätszahnklinik des Landes, eine hochmoderne, vollständig digitalisierte Einrichtung mit 20 Behandlungseinheiten. Die Eröffnung ist für Ende August geplant. „Unsere neue Zahnklinik wird ein weiterer Meilenstein für die Ausbildung unserer Studenten und für die regionale zahnmedizinische Versorgung sein“, sagte der MHB-Präsident stolz.

Landtagsvizepräsidentin Dr. Jouleen Gruhn begrüßte stellvertretend für alle Landtagsabgeordneten die Erstsemester. Als Medizinerin machte sie den jungen Menschen deutlich, dass sie sich nicht nur für ein Studium, sondern für einen Lebensweg entschieden haben. Sie erinnerte sich aber auch an ihren eigenen Werdegang und ihre Skepsis zur Idee der Gründung der MHB zu jener Zeit, als sie selbst als Assitenzärztin im Brandenburger Klinikum tätig war. Heute freue sie sich über die Erfolgsgeschichte, die die Menschen der MHB schreiben.

„Als Patientin, auch manchmal mit Zahnschmerzen, weiß ich, wie wichtig die medizinische Versorgung ist, gerade im Flächenland Brandenburg. Viele Menschen sind darauf angewiesen, dass engagierte junge Zahnärztinnen und Zahnärzte wie sie ihren Weg gehen und vielleicht auch hier bleiben“, so Dr. Gruhn. So warb sie auch gleich ganz offen, dass sie künftigen Zahnmediziner gebraucht werden. „Wir brauchen sie in unseren Städten und Gemeinden für eine verlässliche medizinische Versorgung im Land. Aber wir brauchen auch Menschen, die eine Überzeugung leben. Wir brauchen Menschen mit Haltung“, betonte Dr. Gruhn.

Für einen echten Gewinn für die Stadt und das Land bezeichnete Brandenburgs Oberbürgermeister Daniel Keip die Hochschule und begrüßte ebenfalls herzlich die angehenden Zahnmediziner. Er hob besonders die Revitalisierung lokaler Infrastruktur hervor. „Ein Ort, den man für viele Jahre aus dem öffentlichen Blick verloren hatte, weil die Industrieruine nicht mehr gebraucht wurde. Mit Ihnen und unserer MHB zieht nun dort bald neues Leben ein“, so Keip mit Blick auf die neue Zahnklinik im ehemaligen Elektrizitätswerk.

Als Zeichen der engen Verbundenheit zwischen Stadt und MHB verkündete er zudem eine Neuerung im öffentlichen Nahverkehr. So wird pünktlich zum Einzug in den neuen Standort die Haltestelle Kanalstraße in ihrem Namen offiziell ergänzt. „Zwar hat sich der Name Wurzelkanalstraße als Vorschlag nicht durchsetzen können, aber es wird mit dem Einzug auf den Schildern, den Fahrplänen und den Ansagen heißen: Nächster Halt: Kanalstraße – Zahnklinik (MHB)“, verkündete das Stadtoberhaupt.

Prof. Gerhard Schmalz hielt den Festvortrag unter dem Titel „Was kann Zahnmedizin?“, in dem er die moderne Zahnmedizin als High-Tech-Disziplin beschrieb. Zahnmedizin ist weit mehr als das Behandeln von Zahnschmerzen. Sie vereint Biologie, Ästhetik, Feinmechanik, digitale Vernetzung und biologisches Verständnis und bringt nicht zuletzt den Menschen das Lächeln zurück“, so der Geschäftsführende Direktor der Universitätsklinik für Zahnmedizin in Brandenburg an der Havel.

Schmalz ermutigte die Studenten, ihre Wahl nicht nur als Beruf, sondern als Berufung zu sehen.
Zum Abschluss gab Yannick Henning, Studierendenvertreter Yannick Henning (5. Semester), den neuen Studenten noch einen Rat mit auf den Weg: „Habt Geduld mit euch selbst. Niemand erwartet Perfektion. Aber Engagement, Offenheit und Menschlichkeit – das sind die Dinge, die wirklich zählen.“ Er hatte zuvor bereits die neuen Studenten mit Einblicken zu seinen ersten Erfahrungen in der Havelstadt willkommen geheißen.

Die Immatrikulationsfeier wurde von Carla Kniestedt moderiert, das Berlin Jazz-Ensemble um Prof. Johannes Albes sorgte für den musikalischen Rahmen und Nadine Shalala stellte den Förderverein der MHB vor.

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