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MHB-Zahnklinik wächst: Altes Elektrizitätswerk kommt neuer Bestimmung immer näher

Aus der Stadt
  • Erstellt: 20.04.2026 / 08:01 Uhr von rb
Seit ihrer Gründung 2014 ist die Medizinische Hochschule  Brandenburg Theodor Fontane (MHB) eine Erfolgsgeschichte. Nicht zuletzt auch durch die Aufnahme des Studiengangs Zahnmedizin, der in Brandenburg an der Havel seit 2024 besteht. Erst vor einer Woche wurden 50 neue Studenten der Zahnmedizin im Brandenburger Paulikloster immatrikuliert. Damit die Studenten bestmögliche Bedingungen haben, wird derzeit eine Universitäts-Zahnklinik am Standort Brandenburg an der Havel gebaut. Entstehen wird sie im ehemaligen Elektrizitätswerk auf dem Gelände des alten Straßenbahndepots in der Bauhofstraße.
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Jetzt verschafften sich Prof. Gerhard Schmalz, Professor für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie und Leiter der Hochschulambulanz der MHB gemeinsam mit Zahnmedizinischen Fachangestellten einen Überblick über den Fortschritt der Arbeiten. Dabei gab es viel Freude über den Baufortschritt und auch schon einmal den Blick in deren künftigen Wirkungsstätten. Geführt wurde der Rundgang durch die Baustelle von Boris Lange, Leiter Zentrale Dienste an der MHB.

Das ehemalige Elektrizitätswerk, jahrzehntelang eine Bauruine, ist bereits jetzt schon kaum wiederzuerkennen. Selbst von außen zeigen sich hinter dem Gerüst die neuen gestalterischen Elemente. Im Innern sind bereits die einzelnen Studienbehandlungsräume zu finden und auch auf den nun vier Etagen sind die einzelnen Behandlungsräume, Büros, Hörsäle und weitere Räumlichkeiten zu entdecken. Noch nicht zu erleben ist das Atrium im Innern des Gebäudes. Hier verdecken noch die einzelnen Arbeitsbühnen auf den Etagen den Blick nach oben durch das Glasdach in den Brandenburger Himmel.

Die neue Zahnklinik mit ihren dann 40 Behandlungsplätzen wird aber nicht nur ein Haus mit modernster Technik sein. Als gestalterische Elemente hat der Projektentwickler und Bauherr Florian Grotmann dafür gesorgt, dass auch alte historische Dinge an die vorherige Bestimmung des Gebäudes erinnern. So sind einzelne Kranelemente, wie Laufkatzen und alte Träger weiter im Gebäude zu finden. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden in der Zusammenarbeit mit Herrn Grotmann. Er ist immer konstruktiv dabei und ein richtig guter Partner“, freut sich Boris Lange.

Insgesamt beeindruckt die künftige Zahnklinik bereits jetzt durch ihre Bauweise mit viel Glas. So sind überall, wo es möglich ist, die Fenster über die gesamte Raumhöhe angeordnet. Besonders deutlich wird das in den künftigen Hörsälen. Diese werden sich dann lichtdurchflutet zeigen. Besonderes Highlight wird die künftige große Terrasse sein, die nach anstrengenden Seminaren oder Behandlungen, nicht nur den Studenten, sondern auch allen Mitarbeiten, mit dem Blick von oben auf die Havelstadt Zeit zum Entspannen gibt.

Die Zahnklinik der MHB neben der Patientenversorgung auch die Versorgung der Studenten bieten. „Das heißt die Versorgung insofern, dass wir dort auch Lehrräumlichkeiten einrichten, in denen die Studenten der Zahnmedizin studieren und ausgebildet werden. Das Haus bleibt aber nicht nur exklusiv den Studenten der Zahnmedizin vorbehalten, sondern auch die Humanmedizin-Studenten werden die eine oder andere Veranstaltung hier genießen, vor allem in der Anatomie, da wir neben der Anatomie in Neuruppin auch in der Zahnklinik eine zweite Anatomie einrichten“ berichtete Boris Lange.

Neben der Patientenversorgung und der Lehre wird es hier auch einen Forschungsbereich geben. „Wir machen auch klinische Forschung in der Zahnklinik. Primär gesehen ist es die Patienten orientierte Forschung. Dafür sind wir ans Zentrum für Transnationale Medizin vom Uniklinikum angebunden und arbeiten da in enger Kooperation, dass wir entsprechende Patientenproben auch verwerten können“, informierte Gerhard Schmalz“. Das wird, glaube ich, ein ganz rundes Paket aus Forschung, Lehre und Patientenversorgung. Alles in einem Gebäude mit kurzen Wegen, kompakt und auf dem allerbesten Stand der Technik“, ergänzt der Leiter der Zahnklinik.

Im Sommer 2026 soll es dann soweit sein und die hochmoderne Zahnklinik der MHB eröffnen. Dann wird auch die Zahnambulanz der MHB in der Wilhelmsdorfer Straße mit ihren bislang zwei Behandlungsplätzen geschlossen. Bisherige Patienten von dort müssen sich aber nicht sorgen, denn sie werden in der neuen Zahnklinik weiter behandelt. Aber auch jeder Andere, der einen Zahnarzt benötigt, kann sich dann in der neuen Zahnklinik anmelden. Dafür braucht es aber neben den Studenten weiter Fachkräfte. Ob Zahnärzte, Zahnmedizinische Fachangestellte, Verwaltungsmitarbeiter, IT-Fachkräfte oder Mitarbeiter im Facility Management, hier wird noch kräftig gesucht und man kann sich auch über die MHB bereits jetzt dazu informieren oder auch bewerben, wie am Ran zu erfahren war.

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