Bis auf kleinere Rangeleien außerhalb des Rasens kam es zu keinen besonderen Vorkommnissen, hatte die Polizei einen ruhigen Nachmittag. Die Pyrotechnik in beiden Fan-Blöcken wird sicherlich in einem Bericht auftauchen.
Als Nils Müller bereits nach vier Minuten einen individuellen Fehler der Süd-Abwehr mit dem Führungstreffer bestrafte, schüttelte sich das Team von Trainer René Görisch kurz und übernahm in der Folgezeit das Zepter. Allerdings musste Keeper Zarkua in der 7. und dann noch einmal in der 21. Minute weitere Gegentreffer verhindern. Auf der anderen Seite konnte Torwart Baitz dem Schuss von Rocha nur hinterherschauen, der in der 16. Minute vom Pfosten ins Tor zum 1:1 sprang. Noch vor der Pause, nach zwei „Kerzen“ der Stahl-Abwehr, traf dann noch Schrobsdorff in der 38. Minute zur 2:1-Führung.
Als Flint in der 55. Minute zum 3:1 traf, schien die Begegnung entschieden. Coach René Görisch holte nun seinen erschöpften Bruder Marko vom Rasen, der erstmals in dieser Saison zum Einsatz kam. Der erfahrene Abwehrspieler, er ist 38 Jahre alt, hatte den angeschlagenen Koussi ersetzt. Stahl wurde nun etwas aktiver. Es brauchte aber eine fragwürdige Elfmeter-Entscheidung von Referee Heinze, um Stahl durch das 2:3 (Dellerue) wieder ins Spiel zu bringen.
Die Hoffnung der Gäste hielt aber nur sechs Minuten, dann gelang dem eingewechselten Koussi das 4:2. Für den Schlusspunkt sorgte dann noch Cinar mit dem 5:2. Stahl warf danach noch einmal alles nach vorn. Doch Süd konterte. Gleich zwei Spieler liefen allein auf Keeper Baitz zu. Doch da pfiff Heinze ab.
„Wir haben den Kampf nie angenommen und waren immer einen Schritt zu spät“, ärgerte sich Stahl-Co-Trainer Alexander Tarnow. „Das war super, der Sieg hochverdient“, freute sich dagegen René Görisch, der in den Schlusssekunden auch noch durch Einwechslungen die angeschlagenen Richter und Cesario am Derbysieg beteiligte.
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