Die 1. Männermannschaft des SV 63 Brandenburg West hatte am Samstag die 2. Mannschaft des Lausitzer HC Cottbus zu Gast. Im Gegensatz zum Heimspiel am vorherigen Wochenende gegen Wünsdorf zeigten die Handballer in diesem Punktspiel ein ganz anderes Gesicht. War es gegen Wünsdorf ein Desaster, was da auf dem Parkett gezeigt wurde, spielten die Männer um das Trainerteam Sven Schößler und Andreas gegen die Cottbuser wie ausgewechselt und behaupteten sich. Umso bitterer war es, dass sie daraus am Ende keinen wirklichen Nutzen ziehen konnten, denn das Spiel SV 63 gegen den Lausitzer HC Cottbus II ging unentschieden mit 29:29 (17:14) aus.
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„Erst einmal Kompliment an die Truppe, das war ein anderes Gesicht heute, ein gutes Spiel. Aber leider haben wir jetzt das Spielglück nicht. Wir machen ziemlich viel richtig, sind aber in den entscheidenden Phasen immer noch zu hektisch. Nur ein Punkt am Ende schmerzt natürlich“, so Sven Schößler nach dem Spiel. Seine Männer konnten in der ersten Spielhälfte immer die Führung halten und das meistens mit einem wenn auch knappen Zwei-Tore-Vorsprung. Dafür sorgte nicht zuletzt SV-Schlussmann Pascal Hindorf.
Besonders ausgezeichnet hat sich Felix Meysel, der mit seinen fünf Toren allein in der ersten Halbzeit unerwartet große Anteile am guten Spielverlauf hatte. Am Ende war er mit neun Treffern auch bester Torschütze des Spieles auf der Seite des SV 63. Insgesamt spielten die SV-Männer aber über weite Strecken wieder besser, kombinierten und sorgten auch für viel Unruhe in der Gegnerischer Abwehr. „Wir waren jetzt schon ein bisschen abgeklärter und wenn wir weiter ruhiger sind, dann kriegen wir es noch besser hin“, schätzte dazu der Trainer seine Männer ein.
Nach der Pause konnten die Brandenburger in den ersten Minuten ihren Vorsprung noch weiter, teils auf bis zu vier Tore, ausbauen. Danach kamen aber die Gäste wieder auf den gewohnten kurzen Abstand heran und die Brandenburger konnten sich irgendwie nicht loseisen. Als dann die Gäste in der 57. Minute sogar zwei Mann mit Zeitstrafe auf der Bank sitzen hatten, war die Chance da, sich endgültig abzusetzen. Das gelang aber nicht, auch durch immer wieder verworfene Torschüsse.
Gut 20 Sekunden vor Spielende trafen die Lausitzer dann zum 29:29-Ausgleich und jetzt wurde es dramatisch. Brandenburg war im Angriff, und mit der Schlusssirene zog Max Schößler noch einmal ab und versenkte den Ball sicher zum Sieg im Netz. Doch das Schiedsrichtergespann erkannte das Tor nicht an. Wie einer der beiden Schiedsrichter zu dieser Entscheidung nach dem Spiel auf Nachfrage sagte, habe er wohl die Zeit schon vor dem Wurf als abgelaufen gesehen und die Sirene wäre nach seiner Ansicht zu spät erklungen.
„Die Woche war intensiv. Mir war bewusst, dass heute eine Reaktion kommt. Aber es ist halt ein Jammer, dass wir uns hier nicht belohnen. Weil der eine Punkt ist zu wenig. Wir haben die insbesondere von außen nicht in den Griff gekriegt. Wir wussten, dass ist schon eine gute Mannschaft“, so Sven Schößler.
Er hob die gute Leistung seines Teams hervor, auch wenn am Ende nur einer und nicht zwei Zähler heraussprangen. „Wir haben jetzt noch 4 Spiele. Wir müssen weiter arbeiten und versuchen jetzt noch Punkte zu holen. Schon nächste Woche in Wildau haben wir die Möglichkeit mit der Einstellung und auch spielerisch“, blickt der Trainer voraus.
Die Tore für den SV63 warfen Felix Meysel (9 Tore), Alexander Rau und Jacob Morawe (je 4), Max Schößler, Leroy Fleischer und Leon Herrmann (jeweils 3) sowie Tom Wiznerowicz (2) und Woijciech Lipinski(1). Das nächste Oberliga-Punktspiel ist am Samstag, dem 2. Mai. Dann geht es zum HSV Wildau 1950 die auf Tabellenplatz 8 stehen. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr in der Sport- und Schwimmhalle "Wildorado" in der Jahnstraße 30, in 15745 Wildau.