Logo

Katzen-Chip und Kastrationspflicht: Stadt berät neue Verordnung

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 28.04.2026 / 21:01 Uhr von hvf
Brandenburg an der Havel könnte bald zur ersten Stadt im Land werden, die eine Katzenschutzverordnung einführt. Am 27. Mai berät die Stadtverordnetenversammlung über das Vorhaben. Hintergrund ist ein seit Jahren bekanntes Problem: freilebende, unkastierte Katzenpopulationen im Stadtgebiet. „Viele Tiere leiden unter Verletzungen, Parasitenbefall und Infektionskrankheiten. Der Tierschutzverein Brandenburg an der Havel e. V. fängt seit Jahren Katzen ein und lässt sie auf eigene Kosten kastrieren", erklärt Amtstierärztin Tanja Wüste.
Anzeige

Weiter so Wüste: "Diese Maßnahmen reichen jedoch nicht aus, da unkastrierte Freigängerkatzen aus Privatbesitz die Population kontinuierlich vergrößern."

Eine Langzeitstudie der Universität Leipzig von 2023 bestätigt: Selbst jahrzehntelange Kastrationsprogramme stabilisieren die Population nur, solange unkastierte Tiere weiter zur Fortpflanzung beitragen.

Die geplante Verordnung sieht eine Kennzeichnungspflicht per Mikrochip sowie eine Registrierungspflicht für alle gehaltenen Katzen vor. Für Tiere mit unkontrolliertem Freigang kommt eine Kastrationspflicht hinzu. Flächendeckende Kontrollen bei Katzenhaltungen seien laut Angaben der Stadt jedoch nicht geplant.

Bilder

© Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel / Tanja Wüste
© Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel / Tanja Wüste
Dieser Artikel wurde bereits 2.663 mal aufgerufen.

Werbung