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Der 10. Roland-Cup stand nicht nur im Zeichen des Wettkampfes, sondern auch des Gedenkens

Sport
  • Erstellt: 10.05.2026 / 18:01 Uhr von rb
Zu einem Jubiläum hatte die PSG Dynamo Brandenburg am Samstag in die Dreifelderhalle am Wiesenweg eingeladen. Zum nun schon 10. Mal fand der inzwischen weit über die Ländergrenzen hinaus bekannte Roland-Cup der Sumo-Abteilung des Brandenburger Vereines statt. Rund 120 Sumotori aus 8 Nationen, im Alter ab 10 Jahren und in allen Gewichtsklassen, fanden den Weg in die Havelstadt. Das nicht nur, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen und für andere Wettbewerbe zu qualifizieren, sondern um Freunde zu treffen und langen Weggefährten zu gedenken.
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Bevor sich aber die Erwachsenen in den Sumo-Ring (Dohyo) stellten, war am Vormittag der Nachwuchs dran. Als Gäste konnten bereits am Vormittag Brandenburgs Finanzminister Daniel Keller und Kugelstoß-Olympiasieger Udo Beyer begrüßt werden. Udo Beyer verbindet mit Sumo bereits seit 1982 eine Verbindung, als er in Japan diesen Sport kennenlernte, wie er am Rande der Wettkämpfe wissen ließ. Zudem verbindet ihn eine langjährige sportliche und private Freundschaft zur Familie Zuckschwerdt.

Doch in diesem Jahr konnte er seinem Sportkameraden Wolfgang Zuckschwerdt nicht mehr persönlich die Hand reichen. Wolfgang Zuckschwerdt verstarb am 14. April 2026 im Alter von 76 Jahren. So stand auch die Eröffnung am Mittag vordergründig im Gedenken an ihn und die langjährigen Sportgefährten Detlef Grohmann, der am 13. Dezember 2025 verstarb, und Annika Schulze, die mit nur 40 Jahren im September 2024 verstarb. Detlef Grohmann war langjähriger Vorsitzender der PSG und Annika Schulze aktive Judoka und Sumotori. Beide hatten sich, wie Wolfgang Zuckschwerdt, der Entwicklung des Sumo in der Havelstadt aber auch in Deutschland und Europa verschrieben.

In ihrer Eröffnungsrede erinnerte Sandra Köppen-Zuckschwerdt noch einmal an alle 3. Gleichzeitig bedankte sie sich für die unzähligen Nachrichten und die Unterstützung, gerade in den letzten schweren Wochen. „Ich wurde immer wieder gefragt, warum wir dieses Turnier trotzdem machen? Ganz einfach, weil wir versprochen haben, nicht aufzugeben und stark zu bleiben. Ich bin stolz auf euch, auf jede Nachricht und jedes Drücken. Das zeigt, dass wir eine große Familie sind“, so Sandra Köppen-Zuckschwerdt ganz persönlich. Dem schloss sich eine Schweigeminute an.

Die traditionell nach der Mittagspause stattfindende Eröffnung des Wettkampftages stand auch im Zeichen von Ehrungen. So wurden Sportler mit dem Dan geehrt. Auch der Stadtsportbund nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Aktiven der PSG für ihre ehrenamtliche Arbeit zu bedanken. Gemeinsam verliehen Gerhard Wartenberg, Vorsitzender des Stadtsportbundes Brandenburg an der Havel, und Oberbürgermeister Daniel Keip drei Ehrennadeln und elf Ehrenkunden des Stadtsportbundes. Mit donnernden Klängen der Taiko-Trommler „Akaishi Daiko“ aus Magdeburg wurde die Eröffnung umrahmt.

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