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Regattastrecke erhält Millionen-Boost: Für die Zukunft als internationale Top-Adresse

Aus der Stadt
  • Erstellt: 16.05.2026 / 17:01 Uhr von ant
Mitten im Weltcup-Trubel am Beetzsee hat Sportminister Gordon Hoffmann heute einen Förderbescheid über 3,6 Millionen Euro an Brandenburgs Oberbürgermeister Daniel Keip übergeben. Das Geld fließt in die funktionale Modernisierung der traditionsreichen Regattastrecke – und damit in ihre Zukunft als internationale Top-Adresse. "Wie kaum eine zweite Sportstätte steht die Regattastrecke auf dem Beetzsee für sportliche Erfolge ‚Made in Brandenburg‘", betonte Hoffmann. "Sie ist nicht nur Trainings- und Wettkampfort für großartige Sportlerinnen und Sportler, sondern auch Austragungsort für Meisterschaften von Weltrang. Dafür steht der Weltcup an diesem Wochenende ebenso wie viele frühere Welt- und Europameisterschaften im Rudern und Kanusport, darunter erst die Drachenboot-WM 2025."
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"Deshalb ist es dem Land Brandenburg wichtig, dass diese Sportstätte auch in Zukunft die Ansprüche moderner Wettkämpfe auf internationalem Niveau erfüllen kann. Dafür ist die Investition der Stadt Brandenburg, gefördert durch das Sportministerium, ein wichtiger Beitrag – auch mit Blick auf mögliche olympische und paralympische Wettbewerbe in der Zukunft", so Gordon Hoffmann abschließend.

Auch Oberbürgermeister Daniel Keip sieht die Bedeutung weit über die Havelstadt hinaus: "Seit Jahrzehnten ist sie ein Aushängeschild des Kanusports und eng mit großen Erfolgen sowie Namen wie Birgit Fischer verbunden. Dass die Anlage auch im Konzept einer möglichen deutschen Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele berücksichtigt wird, unterstreicht ihre sportliche und infrastrukturelle Qualität. Um diesem Anspruch auch künftig gerecht zu werden, sind Investitionen in Barrierefreiheit, moderne Gebäude und zeitgemäße Anlagen notwendig. Solche Projekte lassen sich nur gemeinsam mit starken Partnern umsetzen. Der Dank gilt deshalb insbesondere dem Land Brandenburg und dem Minister, der den Ausbau der Regattastrecke aktiv unterstützt.“

Die Regattastrecke Beetzsee wurde 1969 erbaut und in den Folgejahren intensiv genutzt. Seit 1994 wird sie schrittweise saniert und modernisiert. Als erster Bauabschnitt wurde 1994 der unter Denkmalschutz stehende Regattaturm saniert. Es folgten die Modernisierungen der Sanitär- und Umkleidebereiche, -des Funktionsgebäudes, die Umgestaltung des Eingangsbereiches, sowie der Neubau der Tribünenanlage. Entsprechend der FISA (Welt-Ruderverband) -Bestimmungen wurde die Regattastrecke 2008 von sechs auf acht Bahnen erweitert. Weitere Investitionen, in der Regel gefördert durch das Land, flossen z.B. in einen zusätzlichen Zielturm, eine Lagerhalle, die Anzeigetafel auf dem Wasser und den Sattelplatz. Insgesamt wurden in den vergangenen 30 Jahren Vorhaben mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 13,8 Millionen Euro für die Regattastrecke realisiert, davon 5,5 Millionen Euro Landesförderung.

Die nun anstehende Modernisierung nach dem „Konzept 2025 und Folgejahre“ der Stadt Brandenburg/Havel soll die sportliche Funktionalität sichern. Der erste Bauabschnitt umfasst die Errichtung eines Gesundheitszentrums mit Räumen für Kraftsport, Ergometer, Gymnastik, Regeneration und Physiotherapie, dass insbesondere für Veranstaltungen und Trainingslager genutzt werden soll. Zudem ist der energieeffiziente Umbau des Kiosks zum Multifunktionsgebäude mit einem Pressebereich, einem Traditionsbereich, einem Kiosk sowie einem barrierefreien WC-Bereich vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,8 Millionen Euro, wovon das Land 3,6 Millionen Euro an Förderung beisteuert.

Der Weltcup Kanurennsport und Parakanu wird vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) ausgerichtet, Veranstalter ist der Internationale Kanuverband (ICF). Die Organisation wird wesentlich vom Regattateam Beetzsee ehrenamtlich geleistet. Zum zweiten von insgesamt drei Weltcups im Jahr 2026 werden fast 1.500 Teilnehmer – mehr als 850 Athleten sowie ihre Betreuerteams – aus 58 Nationen erwartet. Der Weltcup ist Teil der Qualifikation für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles (USA). Das MBJS und die Stadt Brandenburg fördern die Sportveranstaltung mit jeweils 80.000 Euro.

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Bilder

Foto: René Paul-Peters
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