Zwei Monate nach dem Beginn des 1. Weltkrieges wurde im September 1914 das Reserve-Infanterie-Regiment 206 in der Stadt Brandenburg aufgestellt. Die Einheit kämpfte in der Folgezeit an mehreren Brennpunkten des Krieges: in Ypern, Lemberg oder auch Verdun. In den vier Jahren fielen 2854 Offiziere und Mannschaften. Im Jahre 1926 wurde unweit des Krematoriums ein recht schlichtes Denkmal für die Gefallenen des Regiments enthüllt. Auf einem Sockel mit Stufen thronte ein Helm aus Sandstein. Im Jahre 1945 wurde das Kriegerdenkmal wieder abgerissen.
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Die Regimentsstärke betrug in der Kaiserzeit etwa 2400 Mann. Doch erst einmal wurden nur fünf Kompanien mit je 150 Mann aufgestellt. Nur ein Drittel der Männer hatte zuvor schon als Soldat gedient. Da mit Kriegsbeginn die Depots leergeräumt worden waren, gab es für die Männer fast keine Ausrüstung. Gekleidet wurden sie in Drillich-Anzügen. Für Schießübungen gab es kaum Patronen und die Patronentaschen hatten noch den Krieg von 1871 gesehen. Erst mit dem Anlaufen der Kriegsproduktion wurde die Versorgungslage besser. Untergebracht waren die Männer in Wellblechbuden, die sich dort befanden, wo heute das Finanzamt seinen Sitz hat.
Sobald die Regimentsstärke erreicht war, rückte die Truppe aus. Die Verluste waren von Beginn an sehr hoch, auch, weil die Soldaten nicht gut ausgebildet waren. Nachschub kam immer wieder überwiegend aus der Mark Brandenburg. Nach Kriegsende wurde das Reserve-Regiment nicht sofort aufgelöst. Die weitgehend kaisertreuen Soldaten wurden im Raum Göttin/Reckahn in Reserve gehalten, um sie bei Bedarf gegen die Revolution einsetzen zu können. Doch letztlich ging es dann auch für sie nach Hause.