Auf Einladung des Hauses der Offiziere (HdO) haben sich kürzlich die SPD-Landtagsabgeordneten Katja Poschmann und Elske Hildebrandt mit Vertretern der Soziokultur- und Popularmusikszene zu einem intensiven Austausch getroffen. Im Mittelpunkt standen die aktuellen politischen, wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen für Kulturorte – insbesondere in ländlichen Räumen und in Ostdeutschland.
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Nach einem Rundgang durch das Haus der Offiziere diskutierten die Teilnehmer zentrale Themen wie die Auswirkungen geplanter Änderungen im Baurecht, steigende Betriebskosten sowie Fragen der fairen Bezahlung in der Soziokultur. Auch die dringend notwendige energetische Sanierung von Kulturorten und die Verstetigung von Schallschutzprogrammen wurden thematisiert.
„Kulturelle Orte wie das HdO sind unverzichtbare Anker für gesellschaftlichen Zusammenhalt, kulturelle Vielfalt und regionale Entwicklung. Wir nehmen die konkreten Herausforderungen sehr ernst und werden die Anliegen in die parlamentarische Arbeit einbringen“, sagte Katja Poschmann. Elske Hildebrandt betonte: „Gerade in ländlichen Räumen braucht es verlässliche Rahmenbedingungen für Kultur. Dazu gehören langfristige Planungssicherheit und faire Förderstrukturen.“
Aus Sicht der Praxis machte Andreas Walz, Geschäftsführer des Hauses der Offiziere und Vorsitzender von ImPuls Brandenburg, deutlich: „Viele Kulturorte arbeiten am Limit – finanziell, organisatorisch und rechtlich. Wenn wir kulturelle Infrastruktur erhalten wollen, brauchen wir strukturelle Lösungen: im Baurecht, bei der Flächensicherung, in der Förderung und bei der sozialen Absicherung von Kulturschaffenden.“
Franziska Pollin, Geschäftsführerin von ImPuls Brandenburg, ergänzte: „Die Soziokultur und Festivallandschaft ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Brandenburger Kulturlandschaft. Damit sie diese gesellschaftliche und kulturelle Funktion weiterhin erfüllen kann, müssen Rahmenbedingungen praxisnah verbessert und Förderinstrumente nachhaltig abgesichert werden.“
Im Austausch wurden unter anderem folgende zentrale Anliegen formuliert:
- Gleichstellung von Club- und Soziokultur im Baurecht (BauNVO)
- langfristige Sicherung von Kultur- und Veranstaltungsflächen
- verlässliche Co-Finanzierung von Schallschutzmaßnahmen
- Weiterentwicklung und Absicherung von Festivalförderung
- Unterstützung bei energetischen Sanierungen zur zukünftigen Kostensenkung
- tragfähige Lösungen für Mindesthonorare in der freien Szene, ohne Nachwuchskonzerte zu verhindern
Die Abgeordneten kündigten an, die gewonnenen Impulse in die laufenden politischen Prozesse einzubringen und den Dialog mit den Akteuren vor Ort fortzusetzen.