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32. Brandenburgische Seniorenwoche: Es geht um gegenseitiges Verständnis und Teilhabe

Aus der Stadt
  • Erstellt: 03.06.2026 / 14:01 Uhr von rb
Zur 32. Brandenburgischen Seniorenwoche führte der Seniorenbeirat der Stadt Brandenburg an der Havel am Dienstagnachmittag im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses eine Festveranstaltung durch. Jörg Lohmann, Mitglied des Seniorenbeirates, eröffnete die Veranstaltung und führte durchs Programm. Das wurde musikalisch von den „Bülow-Bögen“ der Musikschule Vicco von Bülow begleitet. Mit einem bunten Programm grüßten auch die kleinsten Brandenburger, vertreten durch Kinder der Kita „Nordmännchen“, die Gäste des Nachmittags. Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung von ehrenamtlich tätigen Senioren aus der Havelstadt.
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Zuvor wandte sich der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Andreas Erlecke, mit einer kurzen Rede an die Anwesenden. Schlagwort darin war die Frage, ob es für Senioren ein Verfallsdatum beziehungsweise eine Mindesthaltbarkeitsgrenze gibt. Damit verband er auch die Frage, wozu Senioren eigentlich zu alt seien. Hier konnte er mit zahlreichen Beispielen aufwarten und zog gleichermaßen die Parallele zur Jugend, die sich allzu oft mit den Sätzen „Du bist dafür noch zu jung“ oder „Das verstehst du noch nicht“ früher wie heute konfrontiert sieht. Genauso unverständlich findet er den Satz „Das verstehst du in deinem Alter nicht mehr“.

Er appellierte daran, gemeinsam alle Forderungen des Lebens zu gestalten und zu meistern. Dabei gehe es in der heutigen Zeit darum, einerseits die Älteren bei den digitalen Anwendungen mitzunehmen, aber andererseits auch diejenigen zu schützen, die analog weiterleben möchten. So stellte er die Forderung in den Raum, digitalen Dienstleistungen auch gleichwertige analoge Alternativen zu geben. Nur so könne verhindert werden, dass ein Teil der Bevölkerung von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen würde. Das gelte auch hier vor Ort.

In seinem Grußwort knüpfte Oberbürgermeister Daniel Keip an die geflügelten Sätze an, die einem vor allem in der Jugend entgegengebracht werden. So hörte auch er oft den Satz „Komm du mal in mein Alter“ und musste feststellen, dass er den heute selbst ab und an auf den Lippen hat. „Ich sehe den Satz aber weniger als eine Drohung, sondern als Werbung um Verständnis und das gilt heute noch“, so Keip. In der Stadt leben rund 74.000 Einwohner und fast ein Drittel sind älter als 65 Jahre. Mit dem Blick darauf versprach er, dass die Stadt für alle Generationen da ist und allen Generationen ein Zuhause bietet.

Für das Stadtoberhaupt sind die Senioren ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und ein tragendes Element des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Dabei sieht er auch, dass die Stadt in einem demografischen Wandel ist, was Veränderungen in vieler Hinsicht erfordert. Diesen Wandel hinzubekommen, sei auch eine wichtige Aufgabe für die Stadt. Das bedeute unter anderem, dass die bereits guten Strukturen auch immer noch besser werden können. Zum Abschluss dankte er den Senioren für ihre beratende Arbeit und die kritische Begleitung.

Die Festveranstaltung war aber auch Gelegenheit zu Ehrungen. So wurden neun Senioren für ihre ehrenamtliche Arbeit in den verschiedensten Arten geehrt. Die Ehrungen nahmen Andreas Erlecke und Daniel Keip gemeinsam vor. Mit einer Urkunde wurden Monika Kaufmann, Wolfgang Süß, Reiner Heublein, Marita Pöhlke, Thomas Haas, Detlef Petersen, Karin Gericke, Eberhard Pchalek und Anette Drehmann geehrt.

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