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Interaktives Wartezimmer für die Kleinsten: Uni-Klinikum startet Spendenaktion

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 07.07.2026 / 16:01 Uhr von eb
Das Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel hat am 1. Juli im Paulikloster sein 125-jähriges Bestehen gefeiert, auf den Tag genau 125 Jahre nach Fertigstellung des ersten Klinikgebäudes am Südhang des Marienbergs im Jahr 1901. Mehr als 130 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitswesen nahmen an dem Festakt teil. Zwei Ergebnisse des Jubiläumsjahres stehen nun der Öffentlichkeit zur Verfügung: die Chronik des Klinikums und eine Spendenaktion für die Kinderambulanz.
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Geschäftsführerin Gabriele Wolter eröffnete den Abend und führte durch das Programm. Staatssekretärin Frau Dr. Friedericke Haase überbrachte die Grußworte des Landes Brandenburg. Sie ordnete die Gründung des Krankenhauses 1901 in die Gesundheitsgeschichte der Region ein und hob die Bedeutung des UKB als Schwerpunktversorger für Westbrandenburg hervor, ein Haus, das über 125 Jahre mit den Anforderungen der Region gewachsen ist und diese Rolle heute in einem deutlich erweiterten medizinischen Leistungsspektrum wahrnimmt.

Oberbürgermeister Daniel Keip würdigte in seiner Rede die Arbeit von Gabriele Wolter und bekannte sich im Namen der Stadt Brandenburg an der Havel zum städtischen Klinikum. Die Stadt trage Verantwortung dafür, dass die Gesundheitsversorgung für ihre Bürger gewährleistet ist, und das UKB stehe beispielhaft dafür, wie diese Verantwortung mit Leben gefüllt wird, auch durch die gemeinsame Weiterentwicklung mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, mit der sich das städtische zu einem universitären Klinikum entwickelt hat.

Einen architektonischen Blick auf die Geschichte des Hauses warf Architekt Edzard Schultz vom Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner. Er zeichnete nach, wie sich die Anforderungen an Krankenhausbau seit 1901 gewandelt haben, von einzelnen Stationsgebäuden bis zu den komplexen, interdisziplinär vernetzten Strukturen der Gegenwart, und würdigte zugleich die architektonische Leistung der Erbauer des heutigen Hauses 1 sowie die Magistrale, den durchgehenden unterirdischen Verbindungsgang durch das gesamte Haus, als eine der zentralen Planungsleistungen der vergangenen Jahrzehnte.

Ein Höhepunkt des Abends war die Vorstellung der neuen Klinikums-Chronik durch Autorin Lucia J. von Seldeneck, die live daraus las. Das Buch erzählt die Geschichte des UKB in acht Kapiteln, von der Gründung 1901 bis zur Gegenwart, mit Interviews von Ärzten, Pflegekräften und Wegbegleitern des Hauses. Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Jacaranda Ensemble der Brandenburger Symphoniker.

Im Rahmen des Festakts wurden auch Mitarbeiter geehrt, die dem UKB seit Jahrzehnten die Treue halten: für 40, 45, 46, 47, 48, 49 und bis zu 50 Jahre Dienstzugehörigkeit. Gabriele Wolter dankte den Jubilarinnen persönlich und hob hervor, dass ihre langjährige Erfahrung und ihr Engagement das Klinikum über die Jahrzehnte mitgeprägt haben, ein Rückgrat, auf dem die Entwicklung des Hauses bis heute aufbaut.

In ihrer Rede blickte Gabriele Wolter auf 125 Jahre Klinikgeschichte zurück und richtete den Blick zugleich nach vorn: "125 Jahre Krankenhausgeschichte sind für mich vor allem eine Verpflichtung für die Zukunft. Wir haben in dieser Zeit gelernt, Medizin immer wieder neu zu denken, von den ersten Petroleumlampen bis zur Hochtechnologie von heute. Genau diese Haltung brauchen wir weiter, gerade wenn es um unsere jüngsten Patientinnen und Patienten geht. Wie wir sie auf ihrem Weg durch unser Haus begleiten, entscheidet mit darüber, wie sie Medizin für ihr ganzes Leben erleben", sagte Wolter.

Diese Haltung zeigt sich unmittelbar in der neuen Spendenaktion des UKB für ein interaktives Wartezimmer in der Kinderambulanz. Kinder sollen dort künftig an einer leuchtenden Unterwasserwelt an der Decke und einem interaktiven Mitmach-Bildschirm die Wartezeit verbringen können, damit aus dem Arztbesuch für sie weniger Angst und mehr Abenteuer wird. Ziel der Aktion sind 13.000 Euro. Spenden sind online über PayPal oder per Überweisung möglich: [Jetzt unterstützen].

Wer sich für die Chronik interessiert, klickt hier: [Die Chronik].

Bilder

(c) Universitätsklinikum Brandenburg
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