Immer donnerstags und sonnabends von 10 bis 16 Uhr öffnet das Straßenmuseum in der Bauhofstraße seine Pforten. Doch wie lange noch? Die Zukunft des Museums ist ungewiss. Denn genau dort, wo das zweigeschossige Gebäude derzeit noch steht, ist ein Flanierweg geplant, der unter der Kanalbrücke weitergeführt werden soll. Noch ist das Umspannwerk der Verkehrsbetriebe im Erdgeschoss des Hauses untergebracht. Doch ist die Verlegung zum Trauerberg längst geplant. Auch die im alten E-Werk entstehende Zahnklinik der Medizinischen Hochschule würde vom Abriss profitieren, da man dann einen freien Blick auf den Stadtkanal hätte.
Anzeige
Eigentümer des Museums sind zwar die Verkehrsbetriebe, doch Betreiber ist die Interessengemeinschaft Eisenbahn - Modelleisenbahn. In der Ausstellung in den Räumlichkeiten, wo sich früher Büros und Schalträume befanden, sind viele Fotos, aber auch Uniformen und Exponate aus alten Straßenbahnen zu entdecken. Sogar eine alte Gotha-Bahn, zumindest der vordere Teil, ist Bestandteil des Museums. Der hintere Teil der historischen Straßenbahn steht wiederum im Inneren. Auch der Nachbau eines im Jahre 1912 angeschafften Lindner-Triebwagens, der heute als Traditionsstraßenbahn durch die Stadt fährt, ist in einer großen Vitrine ausgestellt. Mithilfe von Box-Legende Henry Maske war das Museum am 18. Oktober 2002 wiedereröffnet worden. Somit steht im nächsten Jahr sogar ein Jubiläum an.
"Es gibt zwar die Idee, in das Industriemuseum einzuziehen, doch müsste das baulich erweitert werden", so der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, Jörg Schulze. Und das koste Geld, das nicht vorhanden sei. Eine weitere Möglichkeit sei der Umzug an den Rand des Betriebshofes in Hohenstücken. Doch auch das koste letztlich Geld. Wichtig sei ein Standort im Bereich von Straßenbahnschienen und er sollte möglichst zentral sein, um Besucher anzulocken.