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Leserbrief zu: Fraktion Freie Wähler: „Sommertheater um den Naturschutzbeirat“

Leserbriefe
  • Erstellt: 04.08.2026 / 17:01 Uhr von Cordula Schultze
Mit Verwunderung habe ich den Artikel der Freien Wähler zur Ablehnung des Naturschutzbeirates und die Ablehnung an sich, zur Kenntnis genommen. Der Naturschutzbeirat soll ein Gremium aus sachkundigen Bürgern in Sachen Naturschutz der Stadt Brandenburg an der Havel darstellen. Wie aus den Artikeln von Meetingpoint zu verstehen war, stoßen sich einige Parteien an den Personen von Herrn Weggen und Herrn Dr. Kohls. Ich bin seit fast 4 Jahrzehnten im Naturschutz ehrenamtlich tätig und keiner würde den Beiden wohl ihre fachliche Kompetenz absprechen.
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Worum geht es dann den Parteien, die diese beiden Personen ablehnen? Herr Stieger von den Freien Wählern hat es gesagt: „Wir wollen einen Naturschutzbeirat, der Ökologie und Ökonomie nicht als Gegensätze versteht…“ Leider sind sie es aber oft. Wie Herr Weggen es bereits gesagt hat, der Naturschutzbeirat ist ein (ehrenamtliches) beratendes Gremium aus sachkundigen Bürgern (egal welcher Partei) und dies sollte es auch im Interesse der Natur sein. Es ist schon eine seltsame Sicht auf die Arbeit von sachkundigen Bürgern im Naturschutzbeirat, wenn die Politik vorgeben möchte, wie dieser Beirat beraten soll. Die Aufgabe des Naturschutzbeirates ist doch gerade „die fachliche Unterstützung und das Entgegenwirken von Fehlentwicklungen in Natur und Landschaft“. Er hat also die Aufgabe zu sagen, welche wirtschaftlichen Eingriffe die Natur nicht verträgt. Letztendlich entscheiden doch sowieso die Stadtverordneten über den Sachverhalt und diese Entscheidung kann auch anders, wie vom Beirat empfohlen, ausfallen oder möchte man nicht erklären warum man der Empfehlung des Naturschutzbeirates nicht gefolgt ist. Dann sollte man so ehrlich sein und sagen, dass man keine sachkundigen Bürger in Sachen Natur wünscht.

Es ist für alle die ehrenamtlich im Naturschutz tätig sind, sowieso traurig zu erfahren wie wenig diese sehr wertvolle (ehrenamtliche) Arbeit in dieser Stadt von vielen Stadtverordneten gewürdigt wird. Natur ist nicht nur ein lästiges Beiwerk, sie ist unsere Lebensgrundlage und viele Menschen ziehen in unsere Stadt oder besuchen sie als Touristen, eben auch wegen dieser Natur.

Ich hoffe, für die Natur und die Menschen in der Stadt, dass das Thema wieder auf eine sachliche Ebene geführt wird und die Stadtverordneten der Stadt Brandenburg an der Havel wieder erkennen, dass man in einer demokratischen Gesellschaft auch andere Meinungen als die eigene (oder die der eigenen Partei) aushalten kann und muss und der ehrenamtliche Einsatz und die fachliche Kompetenz von Herrn Weggen und Herrn Dr. Kohls für die Natur in Brandenburg an der Havel Anerkennung findet. Brandenburg an der Havel ist in jeder Hinsicht bunt und vielfältig und sollte es auch bleiben – auch im Naturschutz.


Bitte beachten: Meldungen in der Rubrik "Leserbriefe" geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sie sind ein persönlicher Text des jeweiligen Verfassers. Einsendungen sind unter [info@meetingpoint-brandenburg.de] möglich.
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