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"Das Leben wird jämmerlich, wenn soziale Kontakte nicht da sind" / Müntefering rät: laufen, lernen, lachen!

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Stadtgeschehen

Erstellt: 27.11.2018 / 09:43 von cg1

8.400 Stürze gab es 2017 in deutschen Wohnungen - 8.000 von ihnen endeten sofort oder im Verlauf tödlich. Diese Zahlen hatte gestern Franz Müntefering im Gepäck, als er zu rund 90 Besuchern im Pauli-Kloster sprach. Die Friedrich-Ebert-Stitung hatte zur Diskussion "Älter werden in unserer Zeit" geladen. Um die Zahlen in Relation zu setzen: Im gleichen Zeitraum gab es etwa 3.200 Verkehrstote. Müntefering versuchte, den Besuchern etwas von der Angst vor dem Älterwerden zu nehmen.

Seine Botschaft: Älter werden wir alle und irgendwann ist das Leben vorbei: "Sterben ist normal", unabhängig davon, dass es für Angehörige immer eine grausame Situation ist".

Doch der Weg dahin ist weit. Durch viel Bewegung ("Bewegung der Beine ernährt das Gehirn") und gesunde Ernährung könne jeder Einzelne etwas für sich tun. Zudem gelte es den Anschluss nicht zu verlieren: "Das Leben wird jämmerlich, wenn soziale Kontakte nicht da sind", formulierte es der ehemalige Bundesminister in seiner gewohnt direkten Form. Auch mahnte er: "Es werden längst nicht alle pflegebedürftig. Da ist viel Angstmacherei dabei. Vieles was stattfindet ist anders und ganz normal." Er rief die Brandenburger dazu auf, sich um mögliche Verantwortlichkeiten zu kümmern. Dazu gehöre z.B. eine Vorsorgevollmacht. Der Gedanke "das mach ich später...." sei falsch.

Das unterstrich auch Dr. Hartmut Jäckel von der Hospiz- und Palliativversorgung der Jedermann-Gruppe: "Viele die wir betreuen haben gedacht, sie hätten noch viel Zeit". Exemplarisch nannte er Opfer von Motorradunfällen im Sommer. Sein Rat ans Publikum: Schieben sie so etwas nicht auf, sonst bereuen sie es möglicherweise später.
Als Fachmann kritisierte er auch in Teilen das zuvor von der Bundestagsabgeordneten Dr. Manja Schüle (SPD) gelobte Pflegestärkungssetz. Durch die Stabilisierung der Finanzierung für Pflegekräfte im stationären Bereiche bestehe die Gefahr, dass man damit Arbeitskräfte aus dem dringend benötigten ambulanten Bereiche abziehe. Der Ansatz: Der Bedarf ambulanter Pflege wird steigen. Immer mehr Menschen wollen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, das gelte heute auch für Patienten, die Intensivpflege benötigen. Um z.B. einen derartigen Patienten zu Hause rund um die Uhr versorgen zu können, sind mehr als 4 Vollzeitstellen nötig.

Müntefering brachte zudem eine Änderung der Organisation ins Spiel. Kommunen sollten den Pflegebereich so koordinieren, wie sie es mit Kitas oder Schulen machen. Die freie Auswahl könne bestehen bleiben, aber man würde so Lücken schließen und Ansprechpartner an allen Stellen ermöglichen. Darüber hinaus warb er um einen stärkeren Zusammenhalt: "Der Staat kann Solidarität nicht erzwingen". Wenn sich allerdings Senioren zusammenschließen, jeder auf den anderen achte, man sich fit halte und Leute motiviere mitzumachen, dann sei schon viel gewonnen. "Laufen, lernen, lachen" - lautet dementsprechend Münteferings Dreisatz, mit dem man vor dem Älterwerden nicht mehr die ganz große Angst haben müsse.


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Hoshi schrieb um 13:51 Uhr am 27.11.2018:

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