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Verstanden

Leserbrief: Anmerkungen zum Wahlkampfauftakt der Freien Wähler

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Leserbriefe

Erstellt: 14.03.2019 / 09:51 von Hanswalter Werner

Es ist doch einigermaßen erstaunlich, wenn zum Start in die Kommunalwahl der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Stadtverordnete der Grünen und die Bürgerinitiative Packhofgebiet als Verhinderer der Stadtentwicklung bezeichnet und behauptet, dass daher eine Investition von 90 Millionen Euro an der Stadt Brandenburg vorbeigegangen sei. Die Fakten sind doch ganz andere.

Die Verhinderer einer zeitgemäßen Entwicklung des Packhofs sitzen in den Reihen der CDU und der Freien Wähler, die gegen den Bürgerwillen einen Hotelkoloss am Packhof errichten wollten und damit einen Beitrag zur Verschandelung der Innenstadt leisten wollten, teilweise unterstützt von der AfD und durchgängig vom lokalen Fernsehsender SKB.

Erst das klare Nein einer sehr deutlichen Mehrheit der Brandenburgerinnen und Brandenburger, hat diese Allianz gestoppt.

Wenn nun die Freien Wähler davon sprechen, dass eine 90 Millionen Euro Investition durch den zumindest zweifelhaften Projektentwickler premero aus Hamburg der Stadt Brandenburg verloren gegangen sei, so spricht daraus entweder eine kaum zu überbietende Leichtgläubigkeit – was ich nicht vermute – oder die Absicht, die Brandenburgerinnen und Brandenburger für dumm zu verkaufen. Es gibt nämlich außer der von premero so nebenbei genannten Summe von 90 Millionen Euro keinen ernstzunehmenden Beleg, dass eine Investition dieser Größenordnung wirklich stattgefunden hätte. Die aktuelle Homepage von premero lässt eher eine gegenteilige Schlussfolgerung zu.

Insgesamt lassen die Ideen der Freien Wähler zur Stadtentwicklung Schlimmes befürchten. Die Entwicklung orientiert sich weder an modernen Erkenntnissen von Stadtentwicklung, noch werden Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit auch nur ansatzweise sichtbar. Das ist ein denkbar schlechter Wahlkampfauftakt der Freien Wähler.

Im Auftrag des Sprecherrates der Bürgerinitiative Packhofgebiet
Hanswalter Werner

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Bitte beachten: Meldungen in der Rubrik "Leserbriefe" geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sie sind ein persönlicher Text des jeweiligen Verfassers. Einsendungen sind unter [info@meetingpoint-brandenburg.de] möglich.


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Kommentare (5)

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cg1 schrieb um 16:59 Uhr am 16.03.2019:

2 Kommentare deaktiviert, da sie Gegenstand einer gestellten Strafanzeige sind.

Michael Schade schrieb um 21:16 Uhr am 14.03.2019:

Lieber Herr Werner,

was den Packhof betrifft, sind die Argumente ja nun ausgetauscht (siehe dazu auch die Wortmeldung von Herrn Stieger). Der manipulativen Panikmache der BI war es geschuldet, dass sich letztendlich die Mehrzahl der Brandenburger, die sich an der Abstimmung dazu beteiligt haben (und das war eben nicht die Mehrzahl der Brandenburger!) gegen die Pläne der Stadtverwaltung ausgesprochen haben. Aber so ist nun einmal Demokratie. Warum jetzt allerdings die Ideen der FW zur Stadtverwaltung insgesamt Schlimmes befürchten lassen, lassen Sie in guter SPD-Manier offen. Ach so, die SPD ist ja bundesweit (und natürlich auch in BRB) die Partei, die ganz allein für Bürgernähe und Fortschritt steht. Nur bemerkt das Niemand. Hochmut kommt vor dem Fall.

uschi schrieb um 17:22 Uhr am 14.03.2019:

genau so sollte es sein guter einfall von lexa^^

Dirk Stieger schrieb um 11:52 Uhr am 14.03.2019:

Guten Tag Herr Werner,

zunächst vielen Dank, dass Sie die Berichterstattung zu unserer Nominierungsveranstaltung mit so großem Interesse aufgenommen haben. Schön auch, dass Sie dem Namen der Freien Wähler und unserem Wahlprogramm hier nochmal öffentlichen Raum verschaffen. Gerade die "Kleinen" können das immer gebrauchen.

Inhaltlich haben wir natürlich unterschiedliche Ansätze. Ich habe z.B. keine persönlichen Interessen am Packhof. Ganz einfach: Ich wohne dort nicht. Und natürlich ist der objektive Blick ganz anders, wenn es nicht darum geht, die bisher unverbaute Sicht aus dem Wohnzimmer über eine freie Grünfläche zur Havel hin zu retten.
Die von mir angesprochene Investitionssumme von 80 bis 90 Mio EUR bezieht sich nicht vordergründig auf einen bestimmten Investor. Die Investitionshöhe ist abhängig von der Baumasse und den Baukosten, also von dem, was man dort hinstellen will. Bekanntlich hatten wir zwei konkrete Vorhaben zur Abstimmung. Beide hätten in etwa ähnlich hohe Investitionen gebunden, damit jeweils Aufträge und viel Arbeit für die örtliche Bauwirtschaft, für viele Handwerksbetriebe und Dienstleister.

Sie erwähnen, dass Sie für einen Sprecherrat der Bürgerinitiative Packhofgebiet sprechen. Mir war bisher nicht bekannt, dass sich die BI auf eine künftige einheitliche Entwicklungsidee zur Gestaltung und zur Nutzung unseres Packhofes verständigt hätte.
Wir haben in unser Wahlprogramm zum Packhof viele Anregungen aus der Bürgerbeteiligung und Bürgerbefragung aufgegriffen. Wir wollen durch das Gelände in Verlängerung der Achse des StWB-Gebäudes einen großzügig angelegten Grünzug erhalten, an den sich südöstlich in Richtung der Bebauung Eichamtstraße/Packhofstraße der Umgebung angepaßte Wohnbebauung anschließen kann. Nordwestlich des Grünzuges sind wir recht offen und versuchen hier ein "touristisch-gastronomisches Highlight" zu beschreiben. Die Vorstellungen reichen hier von Ideen unserer jungen Mitstreiter von einer "Chill-out-area" mit Liegestühlen und kühlen Drinks bis zu einem sich örtlich einfügendem Ensemble aus Hotel, Wellness und Gastronomie.
Wir sind auch gern bereit, mit Ihnen die wechselseitigen Ideen und Vorstellungen zu diskutieren. Falls daran Interesse besteht, kommen Sie bitte auf uns zu.

Freundliche Grüße
Dirk Stieger

Bongartz schrieb um 10:43 Uhr am 14.03.2019:

Allein mit dem Begriff "Hotelkoloss" versucht der SPD Wahlkämpfer Hans- Walter Werner die Bürger zu manipulieren.
Ein Wellnesshotel mit ca. 150 Betten ist kein Koloss, der die Entwicklung der Stadt in diesem Bereich gefährdet.
Geschosswohnungsbau auf und am Packhof schafft dort deutlich mehr Probleme als ein Wellnesshotel.
Wenn etwas "Schlimmes befürchten lässt", dann ist es ein eventueller Wiedereinzug von Herrn Werner in die SVV. Ich denke die Wähler werden es zu werten wissen, wer etwas bewegen will für die Stadt oder wer seinen Beitrag dazu leisten will, dass, wie es der Architekt Dr. Krekeler gegenüber der SPD freundlichen Tageszeitung ausdrückte, DASS IN 5 JAHREN auf dem Packhof immer noch grüne Wiese ist.