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Linke: "Manchmal braucht es eben einen langen Atem, um zum Erfolg zu kommen."

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Politik

Erstellt: 15.03.2019 / 13:01 von Stadtpolitik

Heidi Hauffe und Andreas Kutsche erklären: "Ja, ich bin auch Gewerkschafterin, so Heidi Hauffe. Viele Jahre hier in der Stadt als Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und nun im Ruhestand als stellvertretende Vorsitzende in diesem Ehrenamt aktiv. Und ich freue mich natürlich über den kürzlich erfolgten Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder."

Weiter heißt es: "Wie sieht es dagegen bei unseren Kolleginnen und Kollegen in den Pflegeberufen aus? Hier aus der Stadt kann man fast täglich neue - meist besorgniserregende - Nachrichten vernehmen.
Im Marienkrankenhaus können die 24 Betten der neuen Station 5 wegen des Mangels an qualifiziertem Personal gar nicht erst belegt werden.

Im Asklepios Fachklinikum, im Stadtteil Görden, traten am 13.03.2019 rund 100 Beschäftigte in den Mittagsstunden in einen zweistündigen Warnstreik. Wir überbrachten ihnen unsere solidarischen Grüße. Auch nach der dritten Verhandlungsrunde hatten die ver.di Vertreter das Angebot der Geschäftsführung abgelehnt. Grund dafür ist die klaffende Schere zwischen dem Haustarifvertrag bei Asklepios und dem Tarifvertrag für Krankenhäuser im öffentlichen Dienst. 10-13 Prozent geringer fallen derzeit die Löhne für die Asklepios Beschäftigten aus. Die Arbeitsbedingungen, zu wenig ausgebildetes Personal für die Patienten, und auch die Konkurrenz des Städtischen Klinikums Brandenburg an der Havel, sind als ungünstige Faktoren nicht von der Hand zu weisen.

Wobei sich bei uns im Klinikum die Situation jetzt anders darstellt, so Andreas Kutsche Betriebsrat und ver.di Mitglied. Und dies ist die positive Nachricht. Über ein Jahr währten die Auseinandersetzungen zwischen Klinikleitung und Gewerkschaft um einen ´Entlastungstarifvertrag´. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an den 2-tägigen Warnstreik im Sommer des vergangenen Jahres. Manchmal braucht es eben einen langen Atem, um zum Erfolg zu kommen. Jetzt ist die Tinte unter dem deutschlandweit einmaligen ´Entlastungstarifvertrag´ in einem kommunalen Krankenhaus noch ganz frisch. ´Erstmals setzen wir nun auch in einem ostdeutschen Flächenland einen tarifpolitischen Meilenstein zur Entlastung´, so Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstandsmitglied.

Nicht um die Entgelte wurde ein Jahr lang verhandelt, sondern um Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um Entlastung der Beschäftigten. Ein Novum!

Große Unterstützung erhalten alle Akteure in der Stadt Brandenburg an der Havel durch das ´Brandenburger Bürgerbündnis für mehr Personal in der Pflege und im Krankenhaus´. Erst kürzlich hatte es den Brandenburger Gesundheitsstaatssekretär Andreas Büttner (Linke) zu einer gut besuchten und lebhaften Diskussion über Krankenpflege eingeladen.
Eine ausreichende finanzielle Ausstattung, damit auch ausreichend Personal, im Gesundheitswesen sind keine Utopie. ´Würde statt Waffen´."


Hinweis: Politische Pressemitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder; unsere Leser sollen sich eine eigene Meinung zu den Äußerungen unserer Politiker machen - ohne wertende Meinungen der Redaktion. Die Redaktion distanziert sich ausdrücklich von den zitierten Inhalten/Aussagen und macht sie sich nicht zu eigen.


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Kommentare (3)

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Andreas Micksch schrieb um 23:38 Uhr am 15.03.2019:

Herr Schade, die Finanzierung des Öffentlichen Dienstes erfolgt - ebenso wie die Parteienfinanzierung - aus gewaltsam eingeforderten Steuermitteln. Ihre Frage sollte somit beantwortet sein. Den Rest meines Textes haben Sie scheinbar richtig verstanden, jedoch aus meiner Sicht mit einer kruden Auslegung überzogen. Und was sie froh macht, schürt bei mir täglich mehr den Hass. Alles klar?

Michael Schade schrieb um 20:41 Uhr am 15.03.2019:

@Andreas Misch: Offensichtlich sind Sie auf dem besten Wegen, neben Keynes, Friedman, Marx Co. eine ganz neue Volkswirtschaftslehre zu kreieren. Was bitte schön sind "steuerfinanzierte Arbeitskräfte"? Und vor allem, was wollten Sie dem geneigten Leser vermitteln. Dass Pflegekräfte (nach Ihrer Lesart von Ihren Steuern ausgehalten Schmarotzer) von den Arbeitskräften in der berühmten "freien Wirtschaft" ausgehalten werden? Schon mal darüber nachgedacht, dass genau dies (mal abgesehen von den ungeheuerlichen Unterstellungen) der Sinn öffentlicher Daseinsvorsorge ist. Ja, wir alle brauchen Polizisten, Lehrer, Feuerwehrleute und medizinisches Personal. Ich zolle sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber allerhöchsten Respekt für das erzielte Verhandlungsergebnis. Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem genau das immer wieder möglich ist: Im zähen Ringen miteinander Lösungen zu finden. Und ja, dazu gehören auch Parteien und der Ideen. Ob nun Grüne, Linke, Konservative oder Liberale.

Andreas Micksch schrieb um 15:43 Uhr am 15.03.2019:

Wenn die Linke eine große Arbeitnehmergruppe (öffentliche Pflege) dabei unterstützten, immer mehr Geld mittels Finanzabgaben der anderen Arbeitnehmer (Private Pflege) zu erzwingen, wie soll dann das Einkommen der nicht steuerfinanzierten Arbeitnehmer steigen? Grundlage alternativer Wahrheit ist hier wohl die alternative Logik? Einheitliche Löhne für Steuerzahler und Empfänger scheinen mir plausibel - andernfalls sollte man den ganzen Quatsch von Syllogismus bis KI wohl doch lieber Leuten wie Trump und der AfD überlassen. Aber selbst die Finanzexpertin Wagenknecht traut sich hier nicht wirklich aufzustehen und feiert weiter die Neoklassik. Parteien sind Sch... .