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Brandenburger Segelflieger im heißen Wüstenwind

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Sport

Erstellt: 01.07.2019 / 09:45 von Jan Jensen

Es war absehbar, dass dieses Wochenende besonders heiß werden würde. Mit Temperaturen nahe der 40°C sollten weder gute fliegerische Bedingungen am Sonntag herrschen, noch sind solche Temperaturen im engen Cockpit einfach zu verkraften. Der prallen Sonne ausgesetzt, ohne zeitweise Schatten durch die Haufenwolken zu erlangen, starteten dann 5 Piloten am Samstag zum 2,5 stündigen Rennen in der Segelflug-Bundesliga. Die einfließende Warmluft aus der Sahara...

... stabilisierte zunehmend die Atmosphäre. Aufwind trugen die Piloten nur bis ca. 1100 Meter Höhe, von Abkühlung oder schattenspendenden Wolken kaum eine Spur.

Lange Flüge in niedrigen Höhen – die Umgebungsluft ist in diesen noch nicht sonderlich kühler als am Boden – verlangt eine gute körperliche Konstitution, das Trinken von viel Wasser und auch taktisches Geschick, denn: Im Gegensatz zur Wolkenthermik, bei welcher die Aufwinde zumeist durch das Entstehen einer Wolke gekennzeichnet sind, ist bei der sogenannten „Blauthermik“ das richtige Einschätzen der Bodenbeschaffenheit, die Auswirkungen der Windeinflüsse und taktisches Geschick von Nöten, um bei nicht sichtbarer Thermik dennoch die guten Aufwinde zu finden.

Matthias Kaese (Nauen) auf DG 800S, Lothar Dittmer (Berlin) auf Ventus 2 und Herbert Horbrügger (Spandau) auf ASG 29 flogen mit 18 Meter Spannweite ein gutes Ergebnis ein – Rundenplatz 8 in der Segelflug-Bundesliga! Bis nach Senftenberg folgte man den Wäldern des Flämings und Baruther Urstromtales, dann weiter nach Finsterwalde an den Tagebauen entlang. Bei Senftenberg wurde gewendet. Max Michaelis (Berlin) auf DG 300 musste bei Baruth „zu den Kühen“, zu weit waren die thermischen Aufwinde auseinander, und als Einzelflieger nur schwer zu finden. Sicher landete er den Segelflieger dann auf einer Wiese und wurde von den Fliegerkollegen wenig später mit dem Anhänger abgeholt.

Unter diesen extremen Temperaturen gelang es, mit dem 7. Platz im Bundesligawettbewerb wieder weitere Plätze gut zu machen. Nun stehen die Havelflieger in der Gesamtwertung wieder unter den Top 10! Gesamtplatz 8 ist ein äußerst respektabler Gesamtplatz im bundesweiten Vergleich.

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Bilder


  • FKB-Rundensieger Matthias Kaese nach der Landung.

  • Startaufbau bei 31°C.


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