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Fünf Fragen – Fünf Antworten. Heute mit Olivier Tardy

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Interview

Erstellt: 21.04.2020 / 14:23 von Helga Stöhr-Strauch

Ab der Spielzeit 2021/22 wird Olivier Tardy die Chefdirigenten-Nachfolge von Prof. Peter Gülke bei den Brandenburger Symphonikern antreten. Aber schon in der kommenden Spielzeit wird der international gefragte Künstler verschiedene Dirigate übernehmen. Seit 2015 verbindet ihn eine enge Beziehung mit der Havelstadt. Im Meetingpoint-Interview erläutert seine Pläne.

Herr Tardy, Sie sind designierter, also „für das Amt vorgesehener“ Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker und werden dieses Amt erst 2021/2022 vollumfänglich antreten. Wieso nicht schon in der kommenden Spielzeit?
Das hat damit zu tun, dass das ganze Procedere ein bisschen spät stattfand. Und ich wollte natürlich erst mit Herrn Gülke sprechen. Außerdem bin ich noch in München angestellt und muss die Fristen dort respektieren. Hinzu kommt die Corona-Krise und deshalb haben wir uns gedacht: Okay, die nächste Saison bin ich hier und die plane ich auch, aber nicht im vollen Umfang. Derzeit mache ich als designierter Chefdirigent die Planung mit Herrn Kulb. Das ist so eine Art Übergangssaison, was eigentlich auch üblich ist.

Sie standen an den Pulten zahlreicher internationaler Orchester. Was gab für Sie den Ausschlag zugunsten der Brandenburger Symphoniker?
Die Brandenburger Symphoniker habe ich 2015 kennengelernt. Das war beim Antrittskonzert von Herrn Gülke. Er war leider erkrankt und ich habe ihn vertreten. Mit dem Orchester ergab sich schnell eine sehr gute Zusammenarbeit. Sie war geprägt von Motivation, Harmonie und einem sehr hohen Niveau. Dann wurde ich wieder eingeladen und es ergaben sich wieder schöne Programme und schöne Konzerte. Das letzte war letztes Jahr am Beetzsee. Für mich sind die wichtigsten Voraussetzungen: Das Niveau muss stimmen, das Menschliche muss stimmen, und die Stadt muss stimmen. Und diese Parameter treffen alle zu.

Am 11. und 12. September 2020 werden Sie das 1. Sinfoniekonzert dirigieren.
Ich hoffe es...

Corona lässt mal wieder grüßen. Aber was sind Ihre weiteren Pläne?
Bis jetzt ist Stand der Dinge: Bis 1. September sind alle Großveranstaltungen abgesagt. Ich hoffe, dass trotzdem etwas für uns möglich sein wird. Was die nächste Saison angeht, möchte ich noch nichts sagen. Zuerst sollen die Mitarbeiter und das Orchester in die Planung mit einbezogen werden. Was ich aber verraten kann: Herr Gülke hat einige Projekte auf den Weg gebracht und er wird in der nächsten Saison bestimmt mit dabei sein, was uns alle freut. Es gibt Kooperationen mit Potsdam, die uns sehr am Herzen liegen. Die Programme, die im Rahmen der Symphoniekonzerte bereits geplant waren, bleiben fast alle erhalten.

Wird es unter Ihrer Leitung auch zu Kooperationen mit dem Musiktheater hier in Brandenburg kommen?
Das Musiktheater besteht sowieso und Herr Widmaier ist dafür verantwortlich, wir arbeiten hier eng zusammen. Wir haben schon darüber gesprochen und es ist, wenn ich das richtig verstanden habe, pro Jahr eine Musiktheaterproduktion geplant. Musikproduktionen sind ein wenig aufwändiger als Konzerte und durch die aktuelle Situation ist momentan noch unklar, wie das alles in der nächsten Saison umsetzbar sein wird. Die Spielplanveröffentlichung wird dem gemäß auch ein bisschen später erfolgen. Zuerst sollten wir – das könnte vielleicht Mitte Mai sein - von den Behörden wissen, wie es ab September weitergeht. Wenn überhaupt. Wir überlegen uns natürlich auch einen Plan B, falls zum Beispiel die erste Hälfte der Saison nicht im normalen Umfang stattfinden kann...

In der Vergangenheit haben Sie sich sehr für die Förderung junger Orchester eingesetzt. Wird dies auch ein Thema in Brandenburg werden?
Ich glaube in Brandenburg ist die Gründung eines Orchesters mit jungen Leuten, die mehrmals in der Woche proben, schwierig. Die Stadt ist nicht groß genug. Aber bestimmte Jugendprojekte werden weitergeführt. Zum Beispiel Jugendkonzerte mit Teilen vom Orchester plus Jugendlichen. Für ein junges Publikum oder Schulen habe ich vor, in der übernächsten Saison Familienkonzertformate anzubieten. Zum Beispiel zu Harry Potter. Etwas Ähnliches hat in München hervorragend funktioniert. Ein zweites Projekt wäre dann, dass nicht nur die jungen Leute zu uns kommen, sondern dass das Orchester in die Schulen geht, um im 30 bis 40-Minutenformat unsere Instrumente vorzustellen. Das liegt mir, als Vater zweier Kinder, sehr am Herzen. Die Musik kommt einfach viel zu kurz. Und das ist für die Kulturbranche eine gefährliche Entwicklung.

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Bilder


  • Foto: Helga Stöhr-Strauch


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Kommentare (1)

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Ricci schrieb um 08:06 Uhr am 22.04.2020:

Willkommen und viel Erfolg! Ein schönes Interview!