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"Kick die Tonne": Klimawette startet jetzt auch in Brandenburg durch!

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 25.09.2021 / 17:00 Uhr von pre
Michael Bilharz fordert die Stadt Brandenburg heraus – und zwar dazu, sich der Klimawette anzuschließen. Mit seinem Appell richtete er sich Freitagabend auf dem Altstädtischen Markt an Brandenburgs Klimaschutzbeauftragten Thomas Lenz. Der soll jetzt 1.080 Brandenburger dazu bewegen, jeweils eine Tonne Kohlendioxid einzusparen. Bis zum 1. November. Den Klima-Kampf nahmen sie symbolisch gemeinsam auf und „kickten die Tonne“.

Michael Bilharz vom Verein „3 fürs Klima“ radelte am Freitag bereits seit 94 Tagen durch Deutschland, um in insgesamt 200 Städten die Klimawette ins Bewusstsein zu bringen. 6.600 Kilometer legte er bis dato mit dem Lastenrad zurück, mit dem er unter anderem die symbolische CO2-Tonne beförderte. 
 
Die von ihm initiierte Aktion unter Schirmherrschaft von Dirk Messner, Präsident des Bundesumweltamtes, soll aufzeigen, dass jeder einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten kann. Die Klimawette möchte bis zur nächsten Weltklimakonferenz in Glasgow Anfang November eine Million Menschen gewinnen, die zusammen eine Million Tonnen CO2 einsparen. Heruntergerechnet auf die Einwohnerzahl von Brandenburg an der Havel entspricht dies 1.080 Tonnen CO2.
 
Das Mitmachen geht ganz einfach über die Website - auf zwei Wegen. Zum einen können die Teilnehmer selbst CO2 einsparen und für die Klimawette erfassen. Aus einer Liste von 20 Vorschlägen ist es dazu möglich, seinen eigenen Vorsatz herauszusuchen: vom LED-Lampentausch über den fleischfreien Monat oder den autofreien Arbeitsweg bis hin zum solaren „Balkonkraftwerk“. 
 
Zum anderen können aber auch konkrete Klimaschutzprojekte von gemeinnützigen Kompensationsdienstleistern durch eine Spende möglich gemacht und damit tonnenweise CO2 vermieden werden. Zur Auswahl stehen Solar- und Effizienzprojekte ebenso wie Aufforstungs- und Pflanzenkohle-Projekte.„Dem Klima ist es egal, wo es eingespart wird. Was ich für mich nicht schaffe, mache ich woanders“, machte Michael Bilharz klar.
 
Diese Kompensationsmöglichkeit sei für ihn neu gewesen, so Brandenburgs Klimaschutzbeauftragter Thomas Lenz. „Mit relativ wenig Geld können wir Menschen in der dritten Welt zu einem besseren Leben verhelfen und nebenbei Kohlendioxid einsparen“, betonte er und kündigte an, seinen Beitrag ab sofort jedes Jahr zu leisten. 
 
Ansonsten zeigte sich der Stadtvertreter jedoch skeptisch, das Städteziel bis 1. November erreichen und 1.080 Bürger zur Teilnahme an und zum Erfolg bei der Klimawette bewegen zu können. Ein wenig dumm, dass die Stadt auf der 100-tägigen Tour von Michael Bilharz fast am Ende stand. 
 
Der regte allerdings an, das Ganze sportlich zu sehen. „Klimaschutz geht leichter, wenn man ihn nicht als Belastung, sondern als sportliche Herausforderung begreift“, sagte Bilharz. „Beim Sport legen wir uns oft mächtig ins Zeug und haben Freude daran. Warum soll das nicht auch bei der Sicherung unserer Lebensgrundlagen möglich sein?“ 
 
Wer dabei sein möchte: [www.dieklimawette.de]. Die Brandenburger werden über ihre Postleitzahl automatisch der Stadt  „gutgeschrieben“. Bei hoher Beteiligung kann sie das Städte-Rennen im Klimaschutz also vielleicht doch noch aufnehmen.

Bilder

Sagten der Kohlendioxid-Tonne, angefeuert von Michael Bilharz, symbolisch den Kampf an: Frank Träger (VCD), Brandenburgs Klimaschutzbeauftragter Thomas Lenz sowie Margot Kumrow (Nabu).
Insgesamt 100 Tage radelt Michael Bilharz mit seinem Lastenrad durch Deutschland, um die Klimawette in die Städte zu bringen.
Michael Bilharz (rechts) forderte Thomas Lenz zur Städte-Klimawette heraus. 1.080 Brandenburger müssten dafür bis 1. November jeweils eine Tonne Kohlendioxid einsparen.
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