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Ausstellung „Stadtwende“ ab morgen im Stadtmuseum zu erleben / Einblicke in den DDR-Städtebau

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 21.10.2021 / 16:01 Uhr von rb
Bevor heute am späten Nachmittag die neue Ausstellung "Stadtwende" mit einer Eröffnungsveranstaltung in der Johanniskirche eröffnet wird (nur für angemeldete Gäste), gab es für Pressevertreter Gelegenheit, sich die Ausstellung im Stadtmuseum im Frey-Haus vorab schon einmal anzuschauen. Thomas Fischer von der Technischen Universität, der zu den Machern der Wanderausstellung gehört, und Julia Wigger, die den lokalen Beitrag zur baugeschichtlichen Entwicklung und dem Umgang mit Altbausubstanz sowie den futuristischen Ideen zur Stadtumgestaltung erarbeitet hat, führten durch die Schau.

„Die Ausstellung soll ein Angebot zum Dialog sein. Wir sind gemeinsam mit dem Museum sehr an Kontakten interessiert,“ berichtete Fischer. So seien Fotos willkommen und die Besucher sollen ihre Fotoalben mitbringen. 
Außerdem suche das Team immer noch nach dem Modell eines Umbauprojektes links und rechts von der Havel in der Höhe der Jahrtausendbrücke aus den 60er Jahren. Bisher gibt es nur eine Zeichnung mit dem Entwurf der Umgestaltung eines Frankfurter Architektenkollektives von 1968. 
 
Doch selbst, was da zu entdecken ist, wird die Brandenburger Ausstellungsbesucher abschrecken. Es gibt viele weitere Beispiele, auch wie sich Bürgerinitiativen gründeten und mit ihrer Kraft unsinnige Abrisse verhinderten. Dem folgend werden zahlreiche Beispiele aus der gesamten ehemaligen DDR gezeigt. 
Des Weiteren gibt es Gelegenheit, sich Interviews mit Zeitzeugen anzuhören, die einst in unterschiedlichsten Positionen und Verantwortungsbereichen in die städtebauliche Entwicklung der DDR involviert waren. „Für uns war es wichtig, die Ausstellung jetzt zu machen. Es ist der richtige Zeitpunkt, später würden uns die wichtigen Zeitzeugen fehlen", sagte Fischer. 
 
Die Einblicke in eine Zeit der grauen Fassaden ist beeindruckend und sollte in Ruhe erlebt werden. Dabei lohnt es sich, die etwas langen Texte an den Ausstellungstafeln zu lesen, die zu verstehen helfen und einladen, sich mit dem Thema auseinander zusetzen. Am Ende sollen die Besucher bestenfalls mit drei Fragen nach Hause gehen: Wie wollen wir leben? Was kann ich beitragen? Wem gehört die Stadt? 
 
Ab dem 22. Oktober ist “Stadtwende” bis zum 30. Januar 2022 zu den normalen Öffnungszeiten des Stadtmuseums in der Ritterstraße 96 zu besichtigen: dienstags bis sonntags, jeweils 13 bis 17 Uhr.

Bilder

Thomas Fischer führte durch die Ausstellung. Hier mit Tim Freudenberg von der Stadt und Julia Wigger (v.re.), die das Thema "Brandenburg an der Havel" erarbeitete.
Bis zum Mittag wurde noch an der Ausstellung gearbeitet.
Bis zum Mittag wurde noch an der Ausstellung gearbeitet.
Der futuristische Plan der Gestaltung von Altstadt und Neustadt rund um die Jahrtausendbrücke des Architektenkollektives aus Frankfurt (Oder) aus dem Jahr 1968.
Mit Bildern der Brandenburger Fotografin Ute Steglich wird die Ausstellung abgerundet.
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