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Bauunternehmer zeigt außergewöhnliches Engagement im Industriemuseum

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 07.01.2022 / 17:01 Uhr von mk
Der Beton ist rechtzeitig zum ersten Öffnungstag des Jahres 2022 ausgehärtet, der Weg ins Industriemuseum Brandenburg an der Havel ist frei! Björn Rüsing, er ist Chef der BriCon Hoch- und Tiefbau GmbH, fand erstmalig im Herbst 2019 den Weg ins Industriemuseum. Er besuchte am letzten Oktoberwochenende den jährlichen Museumsaktionstag „Feuer und Flamme“ und war begeistert. Rückblickend, so sagt er, sei es ihm unerklärlich, warum er als Brandenburger das Museum nicht schon viel früher entdeckt hat. Sein Unternehmen liegt fast in Sichtweite des Museumseingangs auf der nördlichen Seite des Silokanals, ausgerechnet auf dem Gelände, das einst die Öl- und Gastanks des Stahl- und Walzwerkes beherbergte. Auch unter seinen Mitarbeitern gibt es einige, die Teile ihres Berufslebens im einst größten Stahlwerk der DDR verbracht haben.

Von seinem Besuch war Björn Rüsing so beeindruckt, dass er beschloss, das Industriemuseum zu unterstützen. Schon zur Spendenaktion anlässlich des Museumstages 2021, bei der Museumsleiter Marius Krohn für jeden gespendeten Betrag eine Sprosse der Museumsleiter hinaufklettern musste, hat eine BriCon-Spende mit dazu beigetragen, dass die historische, 18-Meter hohe Feuerwehrleiter bis zum Anschlag ausgefahren werden musste. 

Als der Unternehmer nun vom Industriemuseum um ein Angebot für die Glättung der „Hauptstraße“ durch die ehemalige Kokillenhalle gebeten wurden, entschloss er sich schnell dazu, die Arbeit zum Selbstkostenpreis auszuführen auszuführen und dem Museum zusätzlich eine Spende in der Höhe von 1.000 Euro zu überreichen. 

"Es ist ein beeindruckendes Technisches Denkmal und es ist wunderbar, dass es erhalten bleibt und einen wichtigen Teil der Stadtgeschichte im öffentlichen Bewusstsein hält", sagte er beim Überreichen des symbolischen Spendenchecks auf der Gießbühne. "Ohne die Industrie ist Brandenburg gar nicht vorstellbar. Die Innovationen die von den Generationen vor entwickelt wurden und die geleistete Arbeit, sind das Fundament, auf dem wir heute stehen. Daher freue ich mich, wenn ich auf diesem Weg etwas zurückgeben kann. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein." 

Museumschef Marius Krohn betont: “Das Industriemuseum freut sich sehr über dieses ganz und gar nicht selbstverständliche Engagement. Es hilft dem Museum, einen kleinen Schritt zu mehr Barrierefreiheit zu gehen, die im technischen Denkmal leider noch lange nicht gewährleistet ist. Dabei werden auch die entfernten Pflastersteine aus Kupferschlacke wieder zum Einsatz kommen. Mit ihnen soll der Raum zwischen den Gleisen der Gießhalle gepflastert werden. So soll es auch Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ermöglicht werden, diesen Teil des Denkmals selbstständig zu entdecken.” 

Wer das Industriemuseum Brandenburg an der Havel unterstützen möchte, kann dies auf verschiedenen Wegen tun. Unter anderem beim Onlineshopping über das „smile“-Programm von Amazon, die Einkaufs- und Spendenplattform gooding.de oder mit einer Überweisung auf das Konto des Fördervereins Stahlmuseum e.V. (DE34 1605 0000 3601 0128 11).

Bilder

Björn Rüsing und Museumschef Marius Krohn (v.l.) / Foto: Industriemuseum
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