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"Die Öffentlichkeit" startet mit Coworking-Space an neuem Standort durch

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 04.04.2022 / 10:30 Uhr von pre
[Dass das Demokratiecafé vorerst nicht kommen und sich der Verein “Die Öffentlichkeit” auf sein zweites Standbein verlagern möchte, berichtete Meetingpoint bereits Ende Februar.] Nun hat die Gewichtsverlagerung ganz konkrete Formen angenommen. Mit der Neuausrichtung geht ein neuer Standort einher. Statt in der Ritterstraße wird der Verein für politische Meinungs-
und Gemeinschaftsbildung in der Hauptstraße 56 - dem ehemaligen “Never Enough Streetstore” - ein Coworking-Space eröffnen und von dort aus wirken. Eingeräumt ist bereits. Im Mai soll es offiziell losgehen.

“Der Standort ist für den Zweck besser geeignet”, macht Initiatorin und Vorstand Charlotte Muijs klar. Angeregt von der “Havel Valley”-Community hat sie die Coworking-Initiative aufgegriffen. “Arbeitsplätze sind gefragt”, weiß sie.
Insgesamt 18 soll es in den großzügigen Räumlichkeiten geben, die meisten sind schon vermietet. Unter anderem geht ein Platz an eine geflüchtete Ukrainerin. Die Politikwissenschaftlerin möchte von hier aus ihren Lehrauftrag an einer Uni online fortführen.
“Die Öffentlichkeit” selbst, die sich der politischen Bildung und Beratung verschrieben hat, plant nun Projekte, “mit denen wir woanders hingehen”, sagt Charlotte Muijs. “Aufsuchende politische Bildung” heißt dies. Die führt zum Beispiel in Klassenzimmer. Mit 45-minütigen Theaterstücken und anschließender Arbeitszeit sollen sich Schüler ab der fünften Klasse bewusst mit bestimmten Themen auseinander setzen. Ein solches Stück heißt etwa “Rabbit Hole” und befasst sich mit Verschwörungstheorien.
“Na, ist doch wahr”, ist die zweite Initiative - ein politisches Bildungsformat für Arbeitstätige. Das Programm wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung und sieht eine Workshopreihe mit verschiedenen Themen der gesellschaftlichen Kommunikation vor. Fake News, Hate Speech oder die Bedeutung von Presse und sozialen Medien spielen dabei eine Rolle.
Charlotte Muijs ist froh, nun endlich durchstarten zu können und dankbar, dass sich die neuen Räume aufgetan haben. “Ich habe im März hier angerufen, dann ging das seinen Gang”. Vergangene Woche wurde der ehemalige Laden bereits übergeben und fit gemacht. “Mein Ziel ist es, noch weiter auszubauen”, sagt sie. Der Traum vom “Demokratiecafé” besteht fort, ist aber erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben.
Wer Interesse an einem Arbeitsplatz hat, kann sich bei “Die Öffentlichkeit” melden. “Sie müssen aber damit rechnen, auf die Warteliste zu kommen", so Charlotte Muijs. Ebenfalls können Schulen und Unternehmen Kontakt zum Vereinsteam aufnehmen, um sich die Klassenzimmer-Stücke oder die Workshopreihe ins Haus zu holen. Kontakt und Infos: E-Mail an [info@die-oeffentlichkeit.de] und [die-oeffentlichkeit.de].

Bilder

Charlotte Muijs in den neuen Räumen in der Haupstraße 56.
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