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    • Das schwarz-goldene Tatzenkreuz auf dem Göttiner Friedhof fällt dem Besucher sofort ins Auge. Über 200 Jahre ist das gusseiserne Grabkreuz alt. Es erinnert an den am 5. Juni 1780 geborenen Mühlenmeister Carl Friedrich Hinnenburg, der am 19. September 1818 bereits mit 38 Jahren verstorben war. Seine Witwe hatte das Kreuz in Auftrag gegeben. Es war eines der ersten seiner Art und somit natürlich auch eines der ältesten in der Mark Brandenburg. Daher steht es auch unter Denkmalschutz. mehr
    • Zwischen Göttin und Paterdamm lag früher das Vorwerk Rosdunk. Heute sind dort nur noch Reste des einstigen Brunnens zu erkennen. Und man kann zumindest erahnen, wo einst das Wohnhaus stand. Der Name blieb jedoch bis heute erhalten. Denn das 96,54 Hektar große Naturschutzgebiet, das im Jahre 1995 beschlossen wurde, heißt seitdem „Bruchwald Rosdunk“. Erstmals erwähnt wurde der Ort erstmals im Jahre 1781 als „Der Goettinsche und Schmertckesche RossTunck“. „Der Reckahner Gutsherr Harry Rochow soll vor 1945 die Bewohner des Vorwerkes rausgescheucht und dann vom Fenster aus gejagt haben“, weiß Frank Brekow zu berichten. mehr
    • Als Ende der 1970er Jahre beim Bau des Elektrostahlwerkes menschliche Knochen zum Vorschein kamen, wurden die Arbeiter damit beruhigt, dass es sich um den alten Friedhof von Neuendorf handelt. Das war gelogen. Denn es handelte sich um den Friedhof des Gefangenenlagers, das am Quenz von 1914 bis 1918 bestanden hat. Es war kein kleiner Friedhof, fanden hier doch mindestens 924 Bestattungen statt. Es waren vor allem Russen, die hier ihre letzte Ruhe fanden. mehr
    • Das Feldartillerie-Regiment „Generalfeldzeugmeister“ (1. Brandenburgisches) Nr. 3 verlor im Dänischen Krieg im Jahre 1864 gerade einmal einen Offizier, einen Unteroffizier und zwei Mann. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 starben fünf Offiziere, elf Unteroffiziere und 58 Mann. Doch im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 fielen dann in verschiedenen Schlachten immerhin 1141 Artilleristen. Auch wegen dieser hohen Zahl wurde am 26. September 1920 in der Grabenpromenade ein Denkmal für die gefallenen Brandenburger Artilleristen eingeweiht. mehr
    • Der dreiköpfige Gott der Heveller hieß Triglav
      Marcus Alert / 09.04. / 20:01 Uhr

      Vom dreiköpfigen Triglav – auch Triglaf oder Triglaw - ist heute bis auf den Straßennamen in Brandenburg nichts mehr zu erkennen. Der dreiköpfige Gott der Heveller hatte wohl ab dem Slawenaufstand von 983 seinen Platz auf dem Harlunger Berg – erst später Marienberg genannt. In dem ersten kleinen Kirchlein, das um 1166 entstanden sein soll, und später in der ab 1222 errichteten prächtigen Marienkirche, soll jeweils in einer Nische das Götzenbild untergekommen sein. mehr
    • 19 Krahner und Rotscherlinder verloren im 1. Weltkrieg (1914-1918) ihr Leben. Auch Krahne gedachte nach dem Krieg seiner Toten. Am 12. Juni 1921 wurde ein Denkmal eingeweiht, das durchaus auffällig ist. Verantwortlich zeichnete der damalige Regierungs- und Baurat Conrad Dammeier. Der ist übrigens auch Schöpfer der Lehniner Schule und er erneuerte die Rädeler Kirche. Berühmt wurde er jedoch durch die Umgestaltung des Berliner Lustgartens zu einem Parade- und Aufmarschplatz. mehr
    • Ein nackter Krieger mit Schwert und Schild krönte den Sandsteinquader, der einst in der Grünanlage des Hindenburgplatzes (heute Gertrud-Piter-Platz) stand. Das Denkmal für die Gefallenen des Füsilierregimentes Nr. 35 „Prinz Heinrich von Preußen“ erinnerte an die Toten des 1. Weltkrieges. Es wurde auf Initiative des Bundes der Vereine ehemaliger 35er am 3. Februar 1923 inmitten einer malerischen Grünanlage eingeweiht und verschwand nach dem 2. Weltkrieg auf Anordnung der alliierten Besatzungsmächte. Reste des Denkmales wurden übrigens vor 25 Jahren bei Tiefbauarbeiten am Wiesenweg entdeckt. mehr
    • Der Historiker Otto Tschirch oder der Sprachgelehrte Karl Sachs waren als Lehrer an der Saldria tätig, genauso wie die Künstler Walter Garski oder Arnold Topp. Während diese Männer noch heute bekannt sind, hat man von Ludwig Hacker kaum etwas gehört. Dabei war er von 1900 bis 1924 und somit fast ein Vierteljahrhundert Direktor der am Salzhofufer gelegenen Saldria. mehr
    • Der Architekt und Maurermeister Ernst Grasow (1887-1962) hat den markanten Wasserturm von Kirchmöser, längst ein Wahrzeichen des Brandenburger Ortsteiles, entworfen und fungierte bei der Ausführung 1915/16 als Bauleiter. Er war übrigens ein Onkel des Heimatforschers und Brandenburger Ehrenbürgers Friedrich-Karl Grasow. Fertigstellungstermin des Turmes, der für den Wasserdruck innerhalb der Pulverfabrik sorgen sollte, war der 26. Februar 1916. mehr
    • Am 30. August 1984 heulten um 21.40 Uhr in Wusterwitz die Sirenen. Schnell war klar, dass ein Hubschrauber abgestürzt war. Letztlich waren es sogar zwei Mi2, die sich bei Dämmerlicht in der Luft berührt hatten. Beide Hubschrauber, die zum Fliegerhorst Briest gehörten, stürzten unweit des Zielrichterturmes der Regattastrecke in den See und beschädigten dabei sogar ein Segelboot. Die Piloten starben. Glück im Unglück war, dass die Hubschrauber auf dem See niedergingen und nicht auf dem nur einige Meter entfernten Zeltplatz, wo gerade ein Polterabend gefeiert wurde. Die dortigen Gäste hatten das Unglück verfolgt und um 21.34 Uhr die Rettungskräfte alarmiert. mehr
    • Bis zum letzten Tag des 2. Weltkrieges Anfang Mai 1945 wurden auf dem unweit des Krematoriums gelegenen Ehrenfriedhof noch tote Männer mit allen militärischen Ehren in Särgen beigesetzt. Über 300 Gräber gab es dort direkt nach dem Krieg. 294 Gräber existierten laut dem Belegungsplan Mitte der 1990er Jahre. Hintergrund der Abnahme ist, dass ab den 1950er Jahren innerhalb der DDR Umbettungen in die Heimatorte stattfanden. Anfragen aus dem Westen blieben dagegen zumeist unbeantwortet. Erst nach der Wende wurden auch diese Umbettungen möglich. mehr
    • Fast 100 Jahre produzierte das heute am Bahntechnikerring gelegene Kraftwerk in Kirchmöser Wärme, Strom, Dampf oder auch Druckluft. Erst für die Pulverfabrik, dann für das Reichsbahnausbesserungswerk und zuletzt für die verschiedenen Bahnbetriebe sowie für zahlreiche Wohnungen. Doch im September 2011 war Schluss. Heute ist von der einstigen Wärmeproduktion nichts mehr zu erkennen, wurde alles demontiert. So verfallen die einstigen Produktionsgebäude, wobei die beiden großen Klinkergebäude seit der Wende unter Denkmalschutz stehen. mehr
    • Seit fünf Jahren müssen Ausflügler entweder wegen der geschlossenen Türen den “Dorotheenhof” hungrig hinter sich lassen oder aber auf der anderen Uferseite des alten Plauer Kanals im “Seeblick” einkehren. Nach etlichen Anläufen diese alte Ausflugsgaststätte nach der Wende wiederzubeleben, befindet sich die geschichtsträchtige Immobilie mittlerweile in Privathand und wird ausschließlich als Wohnhaus genutzt. An der Fassade steht heute noch “Gasthof zum Dorotheenhof, gegr. 1848 von Andreas Bittkow”. Das stimmt so allerdings nicht. Denn es war Christian Friedrich Schindelhauer, der sich schon drei Jahre zuvor Haus und Stall auf dem Grundstück errichtete. Das kleine Etablissement nannte er nach seiner Frau “Dorotheenhof”. Ob er jedoch in den ersten Jahren eine Schankerlaubnis hatte, ist unklar. mehr
    • Etwas über 40 Jahre beherbergte das Städtchen Plaue das St. Jakobus-Heim. Katholische Ordensschwestern, erst die Borromäerinnen und dann die Franziskanerinnen aus dem österreichischen Vöcklabruck, betrieben im Auftrag des Caritas-Verbandes vom 1. Oktober 1947 bis Ende Dezember 1990 das Altenheim in der heutigen Genthiner Straße. Bei voller Auslastung bot es immerhin 40 Senioren Platz. Heute zeugt nach dem vor einigen Jahren erfolgten Abriss nur noch eine große Baulücke von dem einstigen Heim. mehr
    • 56 Männer aus dem damaligen Großwusterwitz ließen im 1. Weltkrieg ihr Leben. So berichtete es zumindest der „Brandenburger Anzeiger“ am 7. Juli 1920. Allerdings finden sich heute nur noch 55 Steine mit den Namen der Gefallenen in dem „Heldenhain“, wie der Platz gegenüber vom Haupteingang in die Kirche damals noch hieß. Das aus Feldsteinen errichtete Kriegerdenkmal war am 4. Juli 1920 feierlich eingeweiht worden. Auf der Sandsteinplatte stand: „Ihren für Heimat und Vaterland gefallenen Söhnen die dankbare Gemeinde Großwusterwitz 1914-1918“. mehr
    • Eigentlich sollte zur Bundesgartenschau im Jahre 2015 auf dem Marienberg eine Kopie des 1945 verschollenen Ganymed enthüllt werden. Die berühmte Skulptur war 1828 von August Julius Wredow (1804-1891) als Gipsmodell geschaffen worden. Da das jedoch nicht möglich war, nahm kurzerhand ein anderes Werk von August Julius Wredow den historischen Platz inmitten der Rosen-Pergola ein. Bis heute thront dort auf Initiative und auch auf Kosten des Lions-Clubs – 7200 Euro - auf einem Sockel der Kopf eines unbekannten Mannes, der in Richtung Weinberg schaut. mehr
    • Ludwig Manzel (1858-1936) war ein bedeutender deutscher Künstler. Was ihm sicherlich die Karriere ebnete, war die Freundschaft mit Kaiser Friedrich Wilhelm II. Ab Mitte der 1890er Jahre gab es daher diverse Aufträge für Kaiserdenkmale in verschiedenen preußischen Provinzstädten. Allerdings nicht für die Stadt Brandenburg. Aber zumindest zeichnete er für den heute nicht mehr vorhandenen Kurfürstenbrunnen vor dem Altstädtischen Rathaus verantwortlich. mehr
    • Butterlake bezeichnet heute eine Kleinhaussiedlung und zahlreiche Kleingärten unweit von Hohenstücken. Die Bezeichnung reicht bis 1839 zurück, als „die Butterlake“ erstmals urkundlich erwähnt wurde. An der so bezeichneten fetten Wiese in einer feuchten oder auch sumpfigen Niederung befand sich, am Rande der altstädtischen Forst, ein Vorwerk. Ganzer Vorwerk oder Ganzer Hof, benannt nach dem Besitzer, entstand vor 1860. Im Jahre 1881 kam Butterlake vom Kreis Westhavelland zur Stadt Brandenburg und erhielt 1957 den Status eines Ortsteiles. mehr
    • Von Plaue hat eins, auch Gollwitz, Reckahn oder Rogäsen. Golzow allerdings nicht mehr. Das dortige Schloss brannte 1945 inklusive des wervollen Inventars, des Gutsarchives und nicht zuletzt der Ahnengalerie völlig aus und wurde in den Nachkriegsjahren bis 1947 komplett abgetragen. Heute sind nur noch kleine Reste des einst 60 Morgen großen Parks, einige Feldsteine und der einstige Schlossteich zu entdecken. Bauherr war die Familie von Rochow, die gut 800 Jahre auf Golzow saßen. mehr
    • Alphonse de Vignoles ist es zu verdanken, dass viele Urkunden der Neustadt aus dem 15. und 16. Jahrhundert als von ihm gefertigte Abschriften überliefert wurden, die so in die viel spätere Arbeit des Stadthistorikers Otto Tschirch einfließen konnten. Der bedeutende französische Gelehrte, der von 1689 bis 1703 in der Havelstadt lebte, beschäftigte sich nicht nur mit der Geschichte des Domstiftes, sondern inventarisierte auch die Grabdenkmale des Doms und erarbeitete einen entsprechenden Lageplan. Von ihm stammen auch ein exakter Grundriss und Zeichnungen der damals noch vorhandenen Marienkirche. Außerdem verfasste er einen Aufsatz über die Grabinschriften in der St. Katharinenkirche. mehr
    • Vor 15 Jahren wurde in Kirchmöser das Filmdrama „Barbara“ gedreht. Der Film, der sogar Kandidat für eine Oskar-Nominierung war, lockte gut 400.000 Kinobesucher an. Viermal hat sich Sabine Siegmund den Streifen des Regisseurs Christian Petzold angeschaut. Die Gästeführerin aus Kirchmöser zeigt seit gut zehn Jahren den Touristen die Orte, wo der Film von August bis Oktober 2011 gedreht wurde. Allerdings wurden die Immobilien mit dem Flair der Jahre um 1980 mittlerweile größtenteils saniert. Weitere Drehorte waren Ahrenshoop und Schneidlingen. mehr
    • Die Homeyenbrücke war im Jahre 1936 die letzte in Brandenburg, die ihre Klappvorrichtung verlor, die über 20 Jahre zuvor mit dem Bau des Silokanals (1910) unnötig geworden war. Das lag auch daran, dass die massive Eisenbrücke erst im Jahre 1882 fertiggestellt worden und somit noch in einem guten Zustand war. Die moderne Konstruktion von 1936 hielt allerdings nur neun Jahre. Dann wurde das Bauwerk von deutschen Soldaten in die Luft gesprengt. mehr
    • Georg Dietrich von dem Hagen soll, als er am 1. Dezember 1915 im Gollwitzer Schlosspark beigesetzt wurde, in einem gläsernen Sarg gelegen haben. Und das in Uniform und mit sämtlichen Orden, so mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, das ihm im Dezember 1914 verliehen worden war. Nach dem Krieg, so wird erzählt, wurde das Grab geplündert. Heute erinnert nur noch ein Sockel mit aufgesetztem Helm an den Mannm, der eigentlich später das Gollwitzer Gut erben sollte. Dieses unter Eiben stehende Grabmal wurde im Jahre 2013 restauriert. mehr
    • Die Excelsior-Fahrradwerke boomten um die Jahrhundertwende, so dass Gründer und Firmenchef Paul Conrad im Jahre 1909 nicht nur den repräsentativen Verwaltungsbau in der Wilhelmsdorfer Landstraße errichten ließ, sondern schon zuvor für sich selbst 1906/07 eine Villa, die „Villa Martha“ in der Wilhelmsdorfer Straße 85. Der Name steht an der Schauseite zum Jakobsgraben hin. Allerdings in der mittelalterlichen Unziale-Schrift, so dass auch immer wieder von der „Villa Margha“ die Rede ist. mehr
    • Am 12. Juni 1932 eröffneten die Ziesaraner ihr Schwimmbad. Der Rittergutsbesitzer und Burgherr Paul Schneider hatte 1928 das Gelände inklusive eines Badesees der Stadt übereignet, die es danach komplett umgestaltete. Mehrere Generationen erlernten dort dann das Schwimmen. Nachdem das Freibad bereits in den 1980er Jahren aus hygienischen Gründen zeitweise geschlossen werden musste, ging es 1990 wieder in den Betrieb. Doch nach der Saison 1993 war dann endgültig Schluss. mehr
    • Die Steinstraße 8 beherbergte einst die renommierte Weinstube und Weingroßhandlung der Gebrüder Cramer. Dem viergeschossigen Bauwerk, entworfen vom königlichen Baurat Ludwig Heim (1844-1917), sieht man das zwar heute nicht mehr an, doch der Rückseite schon. Die zum Katharinenkirchplatz weisende rote Klinkerfassade verrät, dass hier einst mit Wein gehandelt wurde. Dies erkennt man am Eingang, der in der Form eines Weinfasses gestaltet wurde. mehr
    • Im Jahre 1992 sollte das Ruder noch einmal herumgerissen werden. Der Liquidator der Brandenburger Spielwaren GmbH, der Rechtsanwalt Johannes Reichenwallner, wollte die traditionsreiche Firma mit einer Repliken-Produktion retten. Ein Flugzeug, eine Limousine, der Kletteraffe Tom und ein Radfahrer sollten dabei den Anfang machen. mehr
    • Seit dem 5. März 1999 verbindet die Näthewindebrücke wieder die Neustadt mit der Dominsel. Vor allem die Förderschule profitierte von dem Übergang, da sie die Turnhalle am anderen Ufer so viel schneller erreichten. Schulkinder nutzen das Bauwerk, um zu den beiden Domschulen zu gelangen, Gottesdienstbesucher, um zur Domkirche zu kommen. Beliebt ist die idyllische Holz-Brücke auch bei Touristen. mehr
    • Längst hat sich der Begriff „Bermudadreieck“ an der Ecke Potsdamer-/Geschwister-Scholl-Straße durchgesetzt. Unsere Vorfahren bezeichneten das etwas verlängerte Ende der Sankt-Annen-Straße noch als „Stern“. Hintergrund war, dass sich dort mit dem Gasthof „Goldener Stern“ eine der ältesten Gastwirtschaften der Stadt befand. Jedoch nur bis 1937. Dann erfolgte der Abriss, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Auch die kleinteilige Nachbarbebauung – zwei marode Wohnhäuser - musste damals weichen. mehr
    • Die Güterzug-Lokomotive der Baureihe 52, der „Pendel von Kirchmöser“, ist zumindest in Teilen reparaturbedürftig. Der sich hinter dem Führerstand befindliche Kohlekasten ist durchgerostet, sodass der Inhalt durchgebrochen ist. Interessanterweise waren es jedoch keine Kohlen, die herabfielen. Die wurden bereits vor längerer Zeit von Unbekannten gestohlen. Stattdessen wurden sie durch schwarz angestrichenen Schotter ersetzt. Die Spema Kirchmöser GmbH. wird, so Geschäftsführer Sebastian Krause, den Kasten zeitnah wieder auf Vordermann bringen. mehr
    • Neben den um 1900 entstandenen Mietshäusern in der Bergstraße wirkt die kleine spätklassizistische Villa – neben den ehemaligen Bismarckterrassen - etwas verloren. Alles deutet darauf hin, dass die Villa zuerst da war und die anderen Häuser erst später entstanden. Aufgrund eines Zeitungsfundes unter der Tapete, die das Datum 12. Februar 1874, und die Jahreszahl 1875 an einem Träger trägt, wird angenommen, dass die Villa in der Bergstraße 19 im Jahre 1875 erbaut wurde. mehr
    • Vom Kürassiersstiefel zum letzten Kinderschuh
      Marcus Alert / 02.03. / 20:01 Uhr

      Nach 112 Jahren war Schluss. Am 30. September 2012 sperrte Marion Schilling das „Schuhhaus Bossdorf“ in der Jacobsstraße zu. Sie war die 4. Generation. „Unsere Spezialität waren Kinderschuhe“, erinnert sich ihre Schwiegermutter Barbara Bossdorf. Viele Senioren und auch Behinderte seien unter den Stammkunden gewesen, da sie Rollstuhlfahrer sogar auf dem Bürgersteig bedient hätten. mehr
    • Viel erinnert in der Stadt Brandenburg nicht mehr an die Tuchhandlung Blell und Söhne. Auf dem Neustädtischen Friedhof ist zumindest das Grabmal von Johann Carl Blell (1838-1914) und seiner Frau Anna zu entdecken. Bekannter ist jedoch Ernst Blell, der 1908 aufgrund seiner Verdienste um die Stadt zum Ehrenbürger ernannt worden war. Ernst Blell trat mit 25 Jahren 1865 in die väterliche Handelsfirma ein, die in der Steinstraße 11 ihrenSitz hatte. Als sein Vater Carl 1885 starb, übernahm Ernst Blell nicht nur die Leitung der Firma, sondern auch dessen Amt als unbesoldeter Stadtrat. Das hatte er 24 Jahre lang inne. Ernst Blell schaffte es 1902 sogar in den Provinzial-Landtag. mehr
    • Zur Tausendjahrfeier im Jahre 1929 richtete die Stadt Brandenburg nicht nur eine große Feier aus. Bereits zehn Jahre zuvor hatten sie Professor Otto Tschirch mit der Erarbeitung der „Geschichte der Chur- und Hauptstadt“ beauftragt, die nun in die Buchläden gelangte. Großer Höhepunkt war die Einweihung der Jahrtausendbrücke und auch das Wohlfahrtsforum wurde damals fertiggestellt. Auch an der Alten Feuerwache als nördlichem Abschluss der Franz-Ziegler-Straße wurde 1929 gebaut. Während der fünfgeschossige Steigerturm in diesem Jahr, wie die Jahreszahl über der originalen Tür beweist, auch noch fertiggestellt werden konnte, wurden die beiden ihn flankierenden, halbkreisförmigen Garagentrakte erst im Jahre 1930 vollendet. mehr
    • Als die Kinder von Gaston Lieberschütz 1934 nicht mehr in die öffentlichen Badeanstalten der Stadt Brandenburg durften, ließ sich der wohlhabende jüdische Fabrikdirektor der Hutfabrik Gebrüder Silbermann und Co. kurzerhand neben seiner Villa in der Krakauer Landstraße 30 ein eigenes Badehaus errichten. Für den Entwurf zeichnete kein Geringerer als Hans Scharoun (1893-1973) verantwortlich. Der berühmte jüdische Architekt durfte ab 1934 nur noch private Aufträge annehmen. Der Landschaftsarchitekt Hermann Matern hatte ihn bei diesem Bauvorhaben mit hinzugezogen, nachdem sie beide kurz zuvor schon einmal beim Bau einer Berliner Villa zusammengearbeitet hatten. mehr
    • Vor 50 Jahren wurden die Brandenburger dazu aufgerufen etwa 600 Muscheln und 200 Schneckengehäuse in der Größe von fünf bis 15 Zentimeter aus ihrem Sommerurlaub mitzubringen. Diese – immerhin 4000 Muscheln - wurden dann auf halber Höhe des Südaufganges zum Marienberg durch das Künstlerehepaar Rudolf in die Grotte eingearbeitet. Mit Fanfarenklängen des Musikzuges des Stahlwerkes und dem Gesang des Chores der Volksmiliz aus Kladno wurde die sanierte Grotte am 26. Juni 1977 durch Oberbürgermeisterin Elvira Lippitz eingeweiht. mehr
    • Der Name ist zugleich auch ein Verweis auf die Herkunft. Daher wird dem märkischen Chronisten Engelbert Wusterwitz auch das Dorf nahe Brandenburg als Geburtsort zugewiesen. Die Namensgebung nach dem Geburtsort war damals durchaus üblich. Als sich der wohl um 1370 – einige Quellen nennen das Jahr 1385 - geborene Engelbert im Jahre 1406 an der Prager Universität einschrieb, tat er dies als „Engelbert Wusterwitz van Brandenburg“. Engelbert gilt als bedeutendster Chronist der märkischen Geschichte Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts. mehr
    • Am 2. September 1900 um 15 Uhr hörte Franz Alexander Heidrich den Ruf „Die Mühle brennt“. Als er die Treppe heruntereilte, kam dem Mühlenbesitzer schon dicker Rauch entgegen. Obwohl die Feuerwehr mit gleich neun Schlauchleitungen vorging, schlug das Feuer schon bald durch den Dachstuhl. Auch der angrenzende Speicher war letztlich nicht zu retten. Umherfliegende brennende Holzstücke beschädigten zudem die Nachbarhäuser. Auch ein auf der anderen Straßenseite stehendes Wohnhaus brannte nieder. mehr
    • Der Fritze-Bollmann-Brunnen ist zumindest in der Innenstadt mittlerweile der Platzhirsch. Denn die Konkurrenz auf dem Neustädtischen Markt ist längst verschwunden. Das langgestreckte Becken mit den fünf Fontänen war Bestandteil einer kleinen Grünanlage, durch die man in den DDR-Jahren über den Rand des Neustädtischen Marktes von der Haupt- zur Friedensstraße kam. 1977 installierte man auch noch die Digitaluhr. mehr
    • Der Erker des Jugendstilhauses des Spielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann (1856-1934) in der Plauer Straße ragt in den Straßenraum hinein und trägt als Schmuck ein Relief, das einen störrischen Esel zeigt. Der stammt von dem renommierten deutschen Bildhauer Otto Stichling (1866-1912). Hintergrund ist, dass der störrische Esel ein überaus erfolgreiches mechanisches Blechspielzeug des Lehmann-Werkes war. Und er soll das Lieblingsspielzeug Lehmanns gewesen sein. Von diesem Erker aus beobachtete der Spielzeugfabrikant übrigens jeden Morgen, ob seine Mitarbeiter auch pünktlich waren. Das Haus beherbergte Wohnung und Kontor des Fabrikanten. Die enge bauliche Verbindung von Wohnung und Fabrik war im ausgehenden 19. Jahrhundert zumindest bei Familienunternehmen typisch. mehr
    • „Eschers Gesellschaftshaus“ in der Sankt-Annen-Straße 8/9 galt vor 1945 als größtes Etablissement der Innenstadt. Das Restaurant mit verschiedenen Sälen und Vereinszimmern befand sich stadtauswärts auf der linken Seite vor der Sankt-Annen-Brücke, dort, wo sich heute eine kleine Parkanlage befindet. Wie so viele Gebäude in der einstigen Prachtstraße wurde das Gesellschaftshaus in den letzten Tagen des Weltkrieges im April 1945 bei den tagelangen erbitterten Häuserkämpfen zerstört. mehr
    • Vor 35 Jahren begann die Rettung der Bagower Kirche
      Marcus Alert / 15.02. / 20:01 Uhr

      Die Bagower Dorfkirche war in den letzten Jahren der DDR ein typischer Lost Place. Sogar die evangelische Kirchengemeinde hatte das Gotteshaus nach einem 1972 erlittenen schweren Sturmschaden 1978 bereits aufgegeben und sollte Mitte der 1980er Jahre abgerissen werden. Die Ruine wurde schließlich an eine Privatperson veräußert, sollte das Gebäude abgerissen werden. Doch die Wende ließ den Vertrag nicht mehr rechtsgültig werden. mehr
    • Still und leise ist der 250. Geburtstag der Klosterkaserne neben der St. Johanniskirche vorbeigezogen. Von 1773 bis 1775 wurde der stattliche Dreigeschosser auf dem Gelände des ehemaligen Hospitalgartens des einstigen Franziskanerklosters errichtet. Der hübsche Ziegelbau entstand auf Befehl des preußischen Königs Friedrichs des Großen, der am Ende auch die Rechnung beglich. Allerdings war die Kaserne, sie ist die zweitälteste in der Mark, letztlich geradezu ein Schnäppchen. mehr
    • Der Schulreformer Friedrich Eberhard von Rochow (1734-1805) war nicht nur der Gut-Mensch, der den Kindern seiner Untertanen Schulbildung ermöglichte, sondern auch Gutsherr und Unternehmer. Als solcher ließ er sich im Jahre 1789 in der St. Annenstraße/Ecke Deutsches Dorf ein repräsentatives Stadt-Palais errichten. Der heute nicht mehr vorhandene prächtige Barockbau überragte die Nachbarbebauung. Es war dreigeschossig und verfügte zudem über ein hohes Mansarddach. Der Landesdenkmalpfleger Marcus Cante ordnet das Gebäude als damals großzügigsten Wohnbau der Stadt ein. mehr
    • Etwas über zehn Jahre ist es her, dass der Berliner Rechtsanwalt Ferrèol Jay von Seldeneck das Mahlenziener Gutshaus inklusive 2,3 Hektar Land erwarb. Damit endete die Angst, dass Mahlenzien eines seiner beiden Wahrzeichen – direkt neben dem Gutshaus steht noch die Dorfkirche – verliert. Schließlich stand das zweigeschossige Gebäude, das sogar noch 1955 unter Denkmalschutz gestellt worden war, bereits ab dem Jahre 1972 wegen Baufälligkeit leer. mehr
    • Neben der Milchbar „Picollo“ in der Hauptstraße hatte vor allem die Milchbar „Kaskade“ vor der Wende geradezu Kultstatus. Das Eiscafé an der Ecke Otto-Nuschke-/Ernst-Thälmann-Straße – heute Große Garten- und Jacobsstraße – war auch dank der ganz besonderen Atmosphäre die erste Adresse für Eiskreationen. Eröffnet wurde die HO-Milchbar am 29. Mai 1959. Eine kleine architektonische Besonderheit waren die Stufen in Form eines Wasserfalls. mehr
    • Widukind von Corvey: Mit Hunger, Schwert und Kälte
      Marcus Alert / 10.02. / 20:01 Uhr

      Die 1100-Jahr-Feier der Stadt Brandenburg steht zwar 2028/29 an, verwirrt allerdings auch immer wieder, da 1998 die 1050-Jahr-Feier begangen wurde. Die Erklärung ist recht einfach. Im Winter 928/29 soll Heinrich I. die Brandenburg erobert haben. Eine Urkunde darüber existiert allerdings nicht. Die ist jedoch für die Bistumsgründung 948 erhalten. Somit ist 948 das offizielle Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung. mehr
    • Eine alte Sage erzählt, dass die Neustädter neidisch auf die Altstädter waren, weil die einen Roland auf ihrem Marktplatz zu stehen hatten. In einer dunklen Winternacht, das Eis der Havel war zugefroren, zog ein Trupp los und raubte den damals noch hölzernen Roland. Dieser wurde auf dem eigenen Marktplatz aufgestellt und rund um die Uhr bewacht. Als er verwittert war, ließ der Rat der Neustadt im Jahre 1474 einen Roland aus Sandstein anfertigen. Auch der stand mitten auf dem Markt. mehr
    • Vor gut 15 Jahren waren die beiden Speicherbauten am Stadtkanal noch ein klassisches Lost Place. Mittlerweile haben sich die beiden imposanten Klinkerbauten, jeweils mit einem Mittelrisalit, also einem vorspringenden Bauteil über die gesamten Geschosse, ausgestattet, zu einer begehrten Wohnadresse gemausert. Somit verschwanden auch zwei Schandflecke aus dem Stadtbild. Die zwischen 1860 und 1868 entstandenen beiden Speicherbauten mit dem an der Kirchhofstraße gelegenen eingeschossigen Kontorgebäude bildeten das Königliche Proviantamt. mehr
    • Auf dem Gelände des Wiesenweges tauchten in den vergangenen Jahren bei Erdarbeiten immer wieder Überbleibsel von 1945 aus politischen Gründen zerstörten Denkmälern auf. Die Funde waren nicht völlig überraschend, da sich dort ab 1923 der Bau- und Lagerhof der Stadt befand. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Bauhof als VEB Baureparaturen weitergeführt. Mit dem 1992 erfolgten Umzug des mittlerweile privatisierten Unternehmens in die Friedrichshafener Straße endete dieses Kapitel der Stadtgeschichte. mehr
    • Die Anfänge des heutigen Walther-Rathenau-Platzes gehen erstaunlicherweise nicht auf den Schornsteinfegermeister Johann Gottfried Bröse (1786-1849) zurück. Denn auf der Fläche vor der Altstadt – wo zu diesem Zeitpunkt die Wallanlage zur Verteidigung der Stadt vorhanden war - entstand bereits ab 1773 ein Kreisgarten. Dort wurden, um den märkischen Obstbau zu fördern, entsprechende Gehölze gezogen und verkauft. Im Jahre 1782 verpachtete der Magistrat den Kreisgarten, wobei der Pächter beauflagt wurde den Wall einzuebnen und den inneren Graben zu verfüllen. In der Folge entstand auf dem Gelände auch eine Maulbeerplantage und … mehr
    • 112 gereimte Verse in 29 Strophen unter dem Titel „Der Fall der Quitzows“ machten einst Nikolaus Uppschlacht berümt. Er verfasste im Jahre 1414 in der damals hier herrschenden niederdeutschen Sprache die Ballade vom Sieg des Nürnberger Burggrafen Friedrich VI. über den brandenburgischen Adel. mehr
    • Bohnenland war einst ein beliebtes Ausflugsziel
      Marcus Alert / 01.02. / 08:01 Uhr

      Während das nahegelegene Brielow für seine Schwedenlinde bekannt ist, entwickelte sich Ende des 19. Jahrhundert Bohnenland wegen seiner dicken Eiche zu einem beliebten Ausflugsziel. Im nördlichsten Kolonistenhaus der kleinen Kolonie etablierte sich damals eine Ausflugsgaststätte. Die hatte bis 1962 Bestand. Danach musste man sein Essen und Trinken mitbringen, wenn man die 500 Jahre alte Bohnenländer Eiche besichtigen wollte. Der riesige Baum, er hatte einen Umfang von fast 8,5 Meter, wurde allerdings im November 2015 durch einen Sturm zerstört. mehr
    • Dr. Johann Caspari (1888-1984) gilt als Mitbegründer der Arbeiterwohlfahrt. Die wurde im Jahre 1919 von der SPD-Reichstagsabgeordneten Marie Juchacz aus der Taufe gehoben. Johann Caspari war zu diesem Zeitpunkt Leiter des Jugendamtes in Neukölln tätig und seit 1916 ebenfalls SPD-Mitglied. Bisher kaum bekannt: Johann Caspari arbeitete von 1920 bis 1922 in der Brandenburger Stadtverwaltung. mehr
    • Im 125. Todesjahr des Brandenburger Originals Fritze Bollmann rückt auch das Syndikatshaus etwas mehr in das Interesse der Öffentlichkeit. Hier starb am 7. Mai 1901 der berühmte Angler. Zu diesem Zeitpunkt beherbergte das auffällige Giebelhaus noch das städtische Krankenhaus. Erbaut wurde das heutige Doppelhaus allerdings zu einem ganz anderen Zweck. In den Urkunden finden sich die Bezeichnungen „Secretariat- und Syndicat-Hauß“. mehr
    • Vor 250 Jahren ließ sich Friedrich II. (1712-1786) in Ziesar ein Haus bauen. Im Jahre 1775 war es schließlich fertig. Jedoch setzte der preußische König, obwohl er noch elf Jahre lang lebte, laut einer Legende nie einen Fuß in das Haus. Grund war, dass der beauftragte Maurermeister den König über das Ohr gehauen haben soll. Doch nicht nur die Rechnung war überhöht, nein, er baute sich auch noch in Sichtweite selbst ein ähnlich großes Haus. Als Friedrich das erste Mal in seinem neuen Haus übernachten wollte, merkte er den Betrug sofort. Er schimpfte und stieg sofort wieder in seine Kutsche und ward fortan nicht mehr in Ziesar gesehen. mehr
    • Die Wiesike-Villa auf dem Margarethenhof ist das einzige Denkmal, das eng mit dem berühmten Reiseschriftsteller Theodor Fontane in Verbindung gebracht werden kann. Das einstige Wohnhaus von Carl Ferdinand Wiesike (1798-1880), das seit 1999 unter Denkmalschutz steht, ist schon seit über zwei Jahrzehnten in einem erbärmlichen Zustand. Vor gut zehn Jahren erwarb ein Ehepaar aus Leipzig die Immobilie, um diese zum Wohnhaus mit drei Wohnungen auszubauen. Doch bis heute ist an der Villa in Blickweite des Plauer Schlosses – bis auf eine Notsicherung des Daches und der Trockenlegung des Kellers - so gut wie nichts passiert. mehr
    • Am 5. August 1976 wurde der italienische Lastwagenfahrer Benito Corghi an der innerdeutschen Grenze am Übergang Hirschberg von einem NVA-Soldaten erschossen. Das hat offensichtlich direkte Auswirkungen auf die Stadt Brandenburg gehabt. Denn es gibt Hinweise darauf, dass die DDR-Staatsführung wegen dieses Vorfalles damals ausgerechnet einer italienischen Firma den Zuschlag für den anstehenden Bau von zwei Hochleistungsöfen und nachfolgenden Stranggussanlagen des auf dem Quenz geplanten Elektrostahlwerkes erteilt hat. Das war wohl kein Zufall. mehr
    • Georg Sabinus gilt als einer der bedeutendsten Gelehrten des 16. Jahrhunderts. Er war Professor der Poesie und Beredsamkeit, Rektor der Universität Königsberg und zudem Diplomat in Diensten des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. Aber vor allem ist er ein Sohn der Stadt Brandenburg. Sein Vater war der Bürgermeister der Altstadt, Balthasar Schuler. Auch Sabinus wurde am 23. April 1508 als Schuler oder auch Schüler geboren, lateinisierte aber der Mode der Zeit entsprechend später seinen Namen. mehr
    • An der Ritterakademie wurden einst Fremdsprachen, Naturwissenschaften sowie Rechts- und Staatskunde unterrichtet. Großen Wert wurde aber auch auf körperliche Ertüchtigung gelegt. 1908/09 entstanden zu diesem Zweck das Bootshaus und die Turnhalle. Aufgrund seiner Lage und seiner Architektur ist das Bootshaus ein ganz besonderes Schmuckstück. Hier lagen acht Boote für das Schulrudern. Paddeln war kein Thema. Dies war damals der Arbeiterklasse vorbehalten. mehr
    • Von den frühen Brandenburger Bischöfen ist Wigger wohl der bekannteste. Er stand dem hiesigen Bistum von 1138 bis 1161 vor. Der aus einem nordthüringischen Adelsgeschlecht stammende Wigger gilt als Begründer des Domkapitels. Jedoch hatte er seinen Amtssitz nie auf der heutigen Dominsel, da dort noch der Hevellerfürst Pribislaw herrschte. mehr
    • Mit der Grundsteinlegung des Stahlwerkes im Jahre 1912 kam auch die Frage der Unterbringung der Arbeiter und ihrer Familien auf. So wurde auf der gegenüberliegenden Straßenseite 1918/19 die Siedlung Wilhelmshof gebaut. Während für die Katholiken 1934/35 die Kirche St. Bernhard entstand, bauten sich die evangelischen Christen bereits sechs Jahre früher in Formen des Bauhauses in der heutigen Thüringer Straße 9 ihre Christuskirche. Dieses damals noch auf freiem Feld stehende Gotteshaus ist insofern berühmt, als dass Otto Bartning (1883-1959) für die Pläne verantwortlich zeichnete. Bartning gilt immerhin als bedeutendster Kirchenbauarchitekt seiner Zeit. mehr
    • Sogar noch älter als das Gebäude der Doppelgemeindeschule (1906/08) ist das der Bürgerschule. Am 10. April 1893 fand in der Jakobsstraße die feierliche Einweihung des stattlichen Backsteinbaues, der damals fast 185.000 Mark kostete, statt. Der Dreigeschosser nahm Klassen auf, die bis dahin in der Kleinen Münzenstraße unterrichtet wurden. Das Haus beherbergte nach dem 2. Weltkrieg gut 30 Jahre lang die EOS „Johann Wolfgang von Goethe“ und heute die Theodor-Fontane-Grundschule. mehr
    • „Den Söhnen des Vaterlandes, die sich den Wissenschaften und den Künsten weihen“, so die Inschrift unter dem Stadt-Wappen, das vor dem Mansarddach gut zu erkennen ist. 1796/97 baute die Stadt am Katharinenkirchplatz 5 ein neues Gymnasium. Allerdings nicht ganz freiwillig. Sie erfüllte damit eine Forderung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. Über zehn Jahre lag da das Grundstück nach dem Abriss des im Jahre 1574 errichteten schlossartigen Vorgängerbaues schon brach. Bereits 1386 ist übrigens an gleicher Stelle die Katharinenschule der Neustadt nachgewiesen. mehr
    • Mit einem Presslufthammer wurde der Brandenburger Ehrenbürger Max Herm (1899-1982) im April 2014 unsanft von seinem Sockel unweit der BOS Kirchmöser entfernt. Den bronzenen Kopf des ehemaligen Oberbürgermeisters ließ die damalige Schulleiterin Angelika Schöps entfernen. Sockel und Büste sollen damals dem Abriss des neuen Plattenbau-Schulgebäudes im Wege gewesen sein. Aus der Ankündigung, Max Herm zeitnah einen neuen Platz zuzuweisen, wurde bis heute nichts. Die letzten fast zwölf Jahre verbrachte die bronzene Büste im Keller der BOS Kirchmöser. mehr
    • Mitte des 19. Jahrhunderts war in der Havelstadt die Zeit, in der eine Vielzahl an Parks und Promenaden entstanden. So auch die Sankt-Annen-Promenade. 1841 fasste die Stadt den Beschluss und stellte 930 Mark für die Anlegung der „Kanalpromenade“ in den Haushalt ein. Doch bevor es losgehen konnte, mussten die Tuchrahmen, die die Tuchfabrikanten dort aufgestellt hatten, verschwinden. Das gelang mithilfe von Geld und Prozessen. Die Rahmen standen nun auf dem heutigen Jungfernsteig. mehr
    • Für nicht einmal 20 Jahre gab es in Wusterwitz eine Anstalt für Nerven- und Gemütskranke. Dr. Karl Bünger ließ im Jahre 1903 in der heutigen Rosa-Luxemburg-Straße fünf Krankenhäuser, ein Wirtschaftshaus mit Dampf-, Koch- und Waschküche, ein Maschinenhaus, eine Kläranlage, einen Stall und eine Leichenhalle bauen. Es gab elektrisches Licht, eine Zentralheizung und Innentoiletten. Im Dorf Wusterwitz war das zu damaliger Zeit ein echter Luxus. mehr
    • Vor gut drei Jahren wurden in der einstigen Waffelfabrik in der Wredowstraße 21 Mietwohnungen fertiggestellt. Doch schaut man genauer hin, dann sieht man, dass der hintere Teil der einstigen Honigkuchen- und Waffelfabrik H. König noch darauf wartet, wachgeküsst zu werden. Neun große Wohnungen, zwischen 160 und 200 Quadratmeter groß, sind in dem bereits entkernten und direkt an den Jakobsgraben angrenzenden Industriebau auf drei Etagen geplant. mehr
    • Im Plauer Kino werden schon lange keine Filme mehr gezeigt. Die Hoffnung, dass Schlossbesitzer Christian Kolbe nach dem Erwerb 2007 im Rahmen einer Versteigerung ganz groß in die Immobilie investiert, hat sich nicht erfüllt. Zumindest der vordere Teil beherbergt seit fast 20 Jahren „Alis Tanz- und Turnschuppen“. Mittlerweile hat Kolbe das Gebäude an zwei in Plaue lebende Vietnamesen weiterveräußert. Was sie jedoch planen, ist bisher noch nicht bekannt. mehr
    • Als die Stadt Brandenburg im Jahre 1924 die Badeanstalt am Grillendamm errichten ließ, beauftragte sie zugleich den hiesigen Künstler Carl Lühnsdorf (1879-1955) einen Anglerbrunnen als künstlerischen Schmuck für die Anlage zu schaffen. Lühnsdorf, der den Barbier noch selbst gekannt haben soll, hob den Angler Fritze Bollmann als berühmtesten Petrijünger der Stadt schließlich auf den Sockel seines Brunnens. 50 Jahre thronte das Brandenburger Original dort und schaute auf die Badegäste herab. mehr
    • Von den meisten Ziegeleienin der Region sind nur noch Straßennamen geblieben. Anders in Krahnepuhl. Seit 1840 werden an diesem Standort ununterbrochen Baumaterialien hergestellt. Von 1840 bis 1972 waren es – bis der Grundstoff Ton immer knapper wurde - gelbe Ziegel, dann Hohlblocksteine und seit 1992 erst als Bausteine Briest GmbH. und inzwischen als Liaplan Nord GmbH. verschiedene Hightech-Steine. Die erste Ziegelei siedelte sich im Jahre 1840 am „Kranichpuhl“ an.  Produziert wurde zuerst mit nur einem Ringofen. Darin brannte man gelbe Klinker. mehr
    • Der Hohenzollernstein am Rande der Heerstraße galt in der Wendezeit als verschollen. Nach 1945 soll ein Panzer der Roten Armee das Denkmal mit einem gezielten Schuss mit einer Granate zerstört haben. Im Jahre 1954 fotografierte der Heimatforscher Friedrich-Karl Grasow noch die Einzelteile des mit einer Inschrift versehenen Steines. Einige Jahre später war dann jedoch alles verschwunden. Grasow vermutete damals, dass die Reste kurzerhand den Hang zum Diebesgrund hinabgerollt wurden. Ein Abtransport wäre wohl auch zu aufwändig gewesen. In den DDR-Jahren war der an die Hohenzollern erinnernde Gedenkstein dann kein Thema mehr. mehr
    • Das „Café Graf“ in der Hauptstraße war einst die erste Adresse in der Stadt für wohlhabende Brandenburger, die Kaffee trinken und ein Stückchen Kuchen essen wollten. „Das erste Haus am Platze“, wie der Eigentümer Otto Graf im Jahre 1933 in einer Annonce warb, verfügte über eine eigene Konditorei, in der nicht nur feines Gebäck und Torten hergestellt wurden, sondern auch Eisspeisen. mehr
    • Vor 125 Jahren wurde der Nicolaiplatz erstmals gärtnerisch gestaltet. Die Fläche zwischen dem Plauer Torturm und der Nikolaikirche hieß um die Jahrhundertwende einfach nur „Vor dem Plauer Thor“ und war mit einer Doppelreihe Scheunen bebaut. Sie verschwanden im Jahre 1899 und erst dann war eine Gestaltung des unbefestigten Platzes, der von den Altstädtern auch gern als Schuttabladeplatz genutzt wurde, überhaupt erst möglich. Zu diesem Zeitpunkt war der Pferdestall der Straßenbahn-Gesellschaft das einzige Gebäude auf dem Platz. Der Landschaftsgärtner Hermann Müller schuf schließlich die Pläne, die 1901/02 zügig umgesetzt wurden. mehr
    • Die Beimler-Diskothek hatte einst Kultstatus
      Marcus Alert / 28.12. / 20:01 Uhr

      Vor 45 Jahren wurde im 1974/75 errichteten Speisesaal in der Brielower Straße – der von der Heinrich-Rau- und der Hans-Beimler-Schule nicht nur zum Essen, sondern auch für Veranstaltungen genutzt wurde, - die erste außerschulische Disko genehmigt. Das war die Geburtsstunde des „Beimlers“. Die Diskothek im Plattenbau mit V-T-Falten als Dachkonstruktion erlangte schnell Kultstatus. mehr
    • Vor 100 Jahren, am 19. Dezember 1925, fand im gerade fertiggestellten Rathaus in Kirchmöser, im Ratssaal, die erste Gemeindesitzung statt. Das Haus ist ein neubrocker Ziegelbau im Stile eines Herrenhauses. Es symbolisierte damals das gesteigerte Selbstbewußtsein der Gemeinde, die noch um 1900 gerade einmal 286 Einwohner zählte. Mit der Ansiedlung der Pulverfabrik im Jahre 1915 wuchs Kirchmöser rasant und benötigte schon bald eine repräsentative Verwaltung. Ursprünglich sollte die Deutsche Reichsbahn im Zusammenhang mit den beiden Werkssiedlungen als Bauherr auftreten. Als die sich weigerte, sprang die durch Steuereinnahmen zahlungskräftige Gemeinde ein. mehr
    • Im halbrunden Giebel des Hauses Neustädtische Heidestraße 54 ist neben dem Spruch „Soli Deo Gloria“ auch ein Anker zu erkennen. Der weist darauf hin, dass das Haus einst die Gaststätte „Zum Anker“ beherbergte. Später hieß die Gaststätte „Goldene Kugel“. Darauf weist wiederum die das hübsche Haus bekrönende goldene Kugel hin. Auch die Maschinenbauanstalt Reinboth hatte hier zeitweilig ihren Sitz. mehr
    • Das wohl älteste Kita-Gebäude der Stadt Brandenburg steht seit einigen Wochen leer. Seit dem Jahre 1892 wurde der Backsteinbau in der Damaschkestraße 28 ununterbrochen für die Kinderbetreuung genutzt. Doch aufgrund des Kitabedarfsplanes der Stadt musste das Diakonische Werk die Einrichtung „Kleine Fische“ mit 28 Plätzen für Kinder von zwei bis sechs Jahren Ende August 2025 schließen. „Zum Jahresende läuft der Vertrag mit der Lafim-Diakonie als Eigentümer der Immobilie aus“, so Joachim Damus vom Diakonischen Werk. Insgesamt mussten drei Kitas schließen. mehr
    • Da schaute die Landeshauptstadt in die Röhre. Der Landesbaupreis 2002 wurde der Luckenberger Brücke in Brandenburg und damit auch dem Architekten Henry Ripke verliehen. Die filigrane und exakt 56,60 Meter lange und 12,5 Meter breite Stahl-Beton-Konstruktion, die 5,3 Millionen Euro gekostet hatte, war am 12. Oktober 2001 seiner Bestimmung übergeben worden. Das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro floss übrigens in eine Tafel, die bis heute an den Preis erinnert. mehr
    • Im März 1994 traf Winfried Overbeck in Brandenburg ein. Sein Arbeitsplatz war der Dom. Im Dechantenhaus fungierte er mehr als ein Jahrzehnt als Dozent für Religionspädagogik und schob von dort als Chef der Elternalternative nicht nur die Gründung der evangelischen Grundschule an, sondern auch die des Domgymnasiums. Im Jahre 2006 wurde er schließlich Gründungsrektor des evangelischen Gymnasiums, das er immerhin 16 Jahre führte. Am 2. Juni 2022 verabschiedeten ihn schließlich Bischof Wolfgang Huber und 400 Gäste im Rahmen eines Festgottesdienstes in den verdienten Ruhestand. Seitdem ist er überwiegend in Nordheim im Elsass zu finden.  mehr
    • Gegen 16.30 Uhr wurde am 5. Mai 1972 die Feuerwehr alarmiert. Rauchschwaden stiegen aus der St. Gotthardtkirche auf. Im Inneren brannte die aus dem Jahre 1736 stammende Orgel. Schnell war die Feuerwehr vor Ort, die zwar letztlich Schlimmeres verhinderte, die Wagner-Orgel und den Orgelprospekt von Johann Georg Glume jedoch nicht mehr retten konnten. Ein halbes Dutzend Löschzüge waren vor Ort und die Kameraden verhinderten über mehrere Stunden, dass sich das Feuer ausbreitete. mehr
    • Das Carpzowsche Bürgerhaus ist seit über 125 Jahren zweigeteilt. Das Haus selbst steht in der Neustadt, das Portal aber am Rande der Altstadt. Auch ohne das Portal ist die Steinstraße 57/Ecke Brüderstraße das letzte massive Patrizierhaus im Stile der Renaissance. Das Baujahr, 1563, ist in den Giebel eingelassen. Bauherr war der damalige Bürgermeister und Tuchhändler Simon Carpzow, der das riesige Fachwerkhaus mit der Ziegelfassade für sich und seine Ehefrau Anna Lintholz errichten ließ. mehr
    • Karl Friedrich Schinkel hat sich geirrt. Zum Glück. In einem denkmalpflegerischen Gutachten hatte Preußens großer Baumeister schon im Jahre 1827 dem Dom St. Peter und Paul zu Brandenburg an der Havel attestiert, dass das imposante Bauwerk die Jahrtausendwende nicht mehr erleben werde. Was Schinkel zu der pessimistischen Prognose veranlasste: Der älteste Backsteinbau der Mark stand nicht nur zwischen Havelarmen der Dominsel auf sumpfigem Untergrund, sondern auch auf dem verfüllten Graben der einstigen Slawenburg. Trotz diverser Rettungsversuche im Laufe der Jahrhunderte änderte sich nichts an der Standfestigkeit des imposanten Bauwerkes. mehr
    • Am Rosenhag: Hier wohnten auch Max und Minna Herm
      Marcus Alert / 08.12. / 20:01 Uhr

      Der bekannte Künstler Arnold Topp (1887-1945) wohnte hier in der einzigen Atelierwohnung und auch das Oberbürgermeister-Ehepaar Max (1899-1982) und Mia Herm (1906-1993) wusste die geräumigen Wohnungen mit gehobenem Komfort Am Rosenhag 1-3/Ecke Am Marienberg 10/11 sehr zu schätzen. Hinzu kamen vor allem Künstler und Ärzte, die sich nach der Fertigstellung in dem eindrucksvollen Bauhaus-Ensemble einmieteten. Die zum Nicolaiplatz hin abgerundete Häuserzeile beinhaltete auch ein über zwei Geschosse reichendes Cafe und eine Dachterrasse mit Springbrunnen. mehr
    • Wenn Paul von Hindenburg die Stadt Brandenburg besuchte, dann sorgte er für Menschenaufläufe. Nach dem Sieg in der Schlacht von Tannenberg wurde er von der deutschen Bevölkerung geradezu verehrt. Von 1915 bis zu seinem Tode im Jahre 1934 war er als Domherr und Domdechant eng mit der Havelstadt verbunden. Nicht von ungefähr machte ihn die Stadtverordnetenversammlung 1933 zum Ehrenbürger. Während man Adolf Hitler, Wilhelm Kube und Ernst Altenkirch die Würde 1991 wieder aberkannte, distanzierte sich die SVV im Jahre 2013 zwar von der Verleihung an Hindenburg, rührte sie aber letztlich nicht an und akzeptierte so die Entscheidung ihrer Vorgänger. mehr
    • Im März 1957 wurde im Haus Steinstraße 9 das „Klubhaus des Handels“ eröffnet. Vom Glanz des einstigen barocken Bürgerhauses war da längst nichts mehr zu erkennen. Um 1900 hatte die Straßenfassade noch einmal viel Stuck erhalten, der bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg hielt. In den 1960er Jahren verlor das Gebäude dann jedoch jeglichen Schmuck. Nach der Wende fiel die inzwischen marode Immobilie an den Alteigentümer. mehr
    • Beim mittelalterlichen Rathenower Torturm wird der Durchgang heute als Selbstverständlichkeit angesehen. Der existiert allerdings erst seit 1910. Da wurden Straßenbahngleise an dem backsteinernen Wehrturm vorbeigeführt, die auf Höhe Werner-Seelenbinder-Sportplatz endeten. Da die Straße neben dem heute 28 Meter hohen Turm sehr eng war, hatte man in der Stadtverwaltung die Idee mit dem Durchgang. mehr
    • Die stählerne Rose passt genau zur Friedenswarte
      Marcus Alert / 30.11. / 20:01 Uhr

      Eine bewegte Geschichte hat die Edelstahl-Rose des Blumenbrunnens am Südaufgang des Marienberges hinter sich. Im Jahre 1974 nach den Plänen des Brandenburger Künstlers Manfred Schindler (1935-2016) geschaffen, verschwand sie 1996 für einige Jahre in einem Schuppen des Bauhofes in der Caasmannstraße. Anfang Mai 2011 stahlen zwar Metalldiebe von dort die Blume, ließen das 60 Kilogramm schwere Stahlgeflecht aber in der Klingenbergstraße zurück. Im Vorfeld der BUGA nahm die Rose schließlich wieder ihren alten Platz ein. mehr
    • Rettung der maroden Seifenfabrik im Deutschen Dorf
      Marcus Alert / 29.11. / 20:01 Uhr

      In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde Ende April 1945 beim erbitterten Häuserkampf fast jedes Gebäude in der damals noch prachtvollen St. Annenstraße zerstört. Kein Stein blieb auf dem anderen. Erhalten blieb nur die hinter dem im Jahre 1789 errichteten Rochowschen Palais gelegene einstige Seifenfabrik. Das Backsteingebäude trägt heute die Adresse Deutsches Dorf 1. Auf dem Grundstück befindet sich auch eine erst 2007 durch Zufall entdeckte 33 mal 4,6 Meter große spätbarocke Kelleranlage, die seitdem unter Denkmalschutz steht. mehr
    • Einst begleitete die sogenannte Kommunikation die gesamte Stadtmauer von Alt- und Neustadt. Sie war ein schmaler Gang im Inneren und musste bis in das 19. Jahrhundert hinein frei gehalten werden. Erhalten blieb letztlich nur der Teil zwischen Ritterstraße bis zur Einmündung Altstädtische Wassertorstraße. Diese kleine Gasse trägt heute noch den Namen Kommunikation. mehr