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    • Wenn Paul von Hindenburg die Stadt Brandenburg besuchte, dann sorgte er für Menschenaufläufe. Nach dem Sieg in der Schlacht von Tannenberg wurde er von der deutschen Bevölkerung geradezu verehrt. Von 1915 bis zu seinem Tode im Jahre 1934 war er als Domherr und Domdechant eng mit der Havelstadt verbunden. Nicht von ungefähr machte ihn die Stadtverordnetenversammlung 1933 zum Ehrenbürger. Während man Adolf Hitler, Wilhelm Kube und Ernst Altenkirch die Würde 1991 wieder aberkannte, distanzierte sich die SVV im Jahre 2013 zwar von der Verleihung an Hindenburg, rührte sie aber letztlich nicht an und akzeptierte so die Entscheidung ihrer Vorgänger. mehr
    • Im März 1957 wurde im Haus Steinstraße 9 das „Klubhaus des Handels“ eröffnet. Vom Glanz des einstigen barocken Bürgerhauses war da längst nichts mehr zu erkennen. Um 1900 hatte die Straßenfassade noch einmal viel Stuck erhalten, der bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg hielt. In den 1960er Jahren verlor das Gebäude dann jedoch jeglichen Schmuck. Nach der Wende fiel die inzwischen marode Immobilie an den Alteigentümer. mehr
    • Beim mittelalterlichen Rathenower Torturm wird der Durchgang heute als Selbstverständlichkeit angesehen. Der existiert allerdings erst seit 1910. Da wurden Straßenbahngleise an dem backsteinernen Wehrturm vorbeigeführt, die auf Höhe Werner-Seelenbinder-Sportplatz endeten. Da die Straße neben dem heute 28 Meter hohen Turm sehr eng war, hatte man in der Stadtverwaltung die Idee mit dem Durchgang. mehr
    • Die stählerne Rose passt genau zur Friedenswarte
      Marcus Alert / 30.11. / 20:01 Uhr

      Eine bewegte Geschichte hat die Edelstahl-Rose des Blumenbrunnens am Südaufgang des Marienberges hinter sich. Im Jahre 1974 nach den Plänen des Brandenburger Künstlers Manfred Schindler (1935-2016) geschaffen, verschwand sie 1996 für einige Jahre in einem Schuppen des Bauhofes in der Caasmannstraße. Anfang Mai 2011 stahlen zwar Metalldiebe von dort die Blume, ließen das 60 Kilogramm schwere Stahlgeflecht aber in der Klingenbergstraße zurück. Im Vorfeld der BUGA nahm die Rose schließlich wieder ihren alten Platz ein. mehr
    • Rettung der maroden Seifenfabrik im Deutschen Dorf
      Marcus Alert / 29.11. / 20:01 Uhr

      In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde Ende April 1945 beim erbitterten Häuserkampf fast jedes Gebäude in der damals noch prachtvollen St. Annenstraße zerstört. Kein Stein blieb auf dem anderen. Erhalten blieb nur die hinter dem im Jahre 1789 errichteten Rochowschen Palais gelegene einstige Seifenfabrik. Das Backsteingebäude trägt heute die Adresse Deutsches Dorf 1. Auf dem Grundstück befindet sich auch eine erst 2007 durch Zufall entdeckte 33 mal 4,6 Meter große spätbarocke Kelleranlage, die seitdem unter Denkmalschutz steht. mehr
    • Einst begleitete die sogenannte Kommunikation die gesamte Stadtmauer von Alt- und Neustadt. Sie war ein schmaler Gang im Inneren und musste bis in das 19. Jahrhundert hinein frei gehalten werden. Erhalten blieb letztlich nur der Teil zwischen Ritterstraße bis zur Einmündung Altstädtische Wassertorstraße. Diese kleine Gasse trägt heute noch den Namen Kommunikation. mehr
    • „Bücher aus aller Welt“ prangte in großen Lettern mehrere Jahrzehnte am Giebel des Wohn- und Geschäftshauses Steinstraße 8. Der Platz war nicht zufällig gewählt. Schließlich befand sich in direkter Nachbarschaft die am 1. Mai 1963 feierlich eröffnete Volksbuchhandlung. Diese war zu diesem Zeitpunkt das modernste Geschäft der Stadt und eine der schönsten Buchhandlungen in der damaligen DDR. Nach der Wende verschwanden jedoch sowohl die Lichtwerbung als auch die Buchhandlung. mehr
    • Zum 650. Jubiläum steht eines der bedeutendsten Kunstwerke des europäischen Mittelalters im Rampenlicht: Der Brandenburger Dom widmet dem sogenannten Böhmischen Altar eine eigene Kabinettausstellung. Das spätmittelalterliche Retabel, 1375 feierlich geweiht, gilt weltweit als außergewöhnliches Zeugnis böhmischer Schnitzkunst zur Zeit Kaiser Karls IV. und ist das einzige nahezu vollständig erhaltene Beispiel seiner Art nördlich der Alpen. mehr
    • Viele schöne Häuser fielen in den letzten Kriegstagen den erbitterten Straßenkämpfen zum Opfer. Doch am meisten traf damals die Brandenburger die Zerstörung des Kurfürstenhauses. Es war das bis dahin am meisten fotografierte Haus der Havelstadt. Das repräsentative Gebäude an der Ecke Stein- und Hauptstraße wurde weitgehend in Schutt und Asche gelegt. Nur der bis an die Steinstraße reichende Giebel blieb erhalten. Doch der fiel 1946 der Spitzhacke zum Opfer. mehr
    • Der letzte Zisterzienserabt Valentin Henneke stiftete im Jahre 1518 dem Koster Lehnin einen kunstvoll mit Schnitzereien und Gold verzierten Flügelaltar. Das heute als Lehniner Altar bekannte Kunstwerk, in dessen Mittelpunkt, flankiert von Petrus und Paulus, die gekrönte Maria mit dem Jesuskind steht, gilt als eines der bedeutendsten Altarbilder des 16. Jahrhunderts. Der von 1509 bis 1542 als Abt fungierende Valentin wollte mit der Stiftung des Kunstwerks Vorsorge für seine Aufnahme in den Himmel am Tag des Jüngsten Gerichts treffen. Doch dann kamen Martin Luther und die Reformation dazwischen. mehr
    • Vor 50 Jahren wurde die Domdechanei auf dem Burghof leergezogen. Nach fast 30 Jahren als städtisches Feierabendheim war das barocke Gebäude völlig heruntergewirtschaftet, musste es im Jahre 1975 wegen Baufälligkeit schließlich geräumt werden. Die Wende rettete den zu diesem Zeitpunkt immerhin 17 Jahre leer stehenden Ziegelbau, der nicht nur architektonisch, sondern auch historisch interessant ist. Es war die erste große Sanierungsmaßnahme im Dombereich. mehr
    • In Brandenburg verfügen noch mehrere Häuser über Radabweiser, die zumeist kaum auffallen. Jedoch prägen mindestens noch zwei ganz besondere Paare das Stadtbild: Und zwar an der Kurstraße 7 und der Hauptstraße 32. Zwei „Eiserne Ritter“ befinden sich zudem im Besitz des Stadtmuseums. In den warmen Monaten sind sie im Hof zu bewundern, den Winter verbringen sie jedoch im warmen Depot. mehr
    • Zwei Granit-Tafeln der am 22. März 1974 gesprengten Bismarckwarte sind jetzt gefunden worden. Seit 24 Jahren lagern sie bereits im Garten des Stadtmuseums. Jedoch wusste dort bisher niemand, woher sie stammen. Anhand einer alten Fotografie der Bismarckwarte lässt sich aber nun eindeutig belegen, dass sie einst Bestandteil des 1908 fertiggestellten Turmes war. mehr
    • Eine der letzten unsanierten Villen im Stadtgebiet nach der Wende war das Tiede-Wohnhaus Grillendamm 2. Die Musikschule war genauso im Gespräche wie das Standesamt und selbst der Einzug einer Bank war nicht völlig abgeschlossen. Selbst der damalige LEG-Chef Germanus Pause liebäugelte mit der Villa. „Sollte sich kein Käufer finden, dann ziehen wir selbst dort ein“, so der LEG-Chef 1994. Mitte 1995 erwarb dann aber die Rechtsanwaltskammer die Immobilie. Sie investierte von Mai 1996 bis Juni 1997 gut eine Million Mark in Villa und Chauffeurhaus. mehr
    • Der Böhmische Altar im Brandenburger Dom ist zwar eines der spektakulärsten Altarstücke des europäischen Mittelalters, doch der Lehniner Altar verdrängte im Jahre1552 das Kunstwerk als Hauptaltar und der Böhmischer Altar spielte künftighin im Dom St. Peter und Paul nur noch die zweite Geige. Seit 1974 steht der Altar im südlichen Querhaus. Dort ist er noch bis zum 14. Dezember Mittelpunkt einer Kabinettsausstellung. mehr
    • Die Stadt Brandenburg hatte einst zehn Tortürme, von denen vier noch erhalten sind. In der Regel wurden sie nach dem Ort benannt, in dessen Richtung man an dieser Stelle die Stadt verlassen konnte. Doch der Turm, der in der Haupt-/Ecke Lindenstraße, also in Richtung Altstadt, einst stand, hieß interessanterweise Ehebrecherturm. Und das hatte mit seiner Nutzung zu tun. mehr
    • Vor 125 Jahren erwarb die Reichsbank für 60.435,50 Reichsmark Haus und Grundstück Neustadt Markt 10 von dem Arzt Dr. Richard Ernst Siegfried Lambrecht. Sofort nach dem Kauf erfolgte der Abriss des stattlichen Gebäudes, das über eine weit auf den Bürgersteig vorspringende Freitreppe verfügte. Das Haus wurde als Gasthof „Zum Goldenen Hirsch“, kurzzeitig als Ratskeller, als Polizeibüro und als Kaffeehaus genutzt. mehr
    • Die roten Klinker am Molkenmarkt ziehen bereits seit 125 Jahren die Blicke auf sich. Um 1900 ließ die Schultheiß-Brauerei AG das architektonisch auffällige Gebäude errichten. Es beherbergte das Restaurant „Zum Schultheiß“, verschiedene Gesellschaftsräume und eine Brauerei. 1947 bezog die Post das Haus. 1995 kam das Aus. Im Jahre 2004 erwarben Katrin und Mario Mischker die Immobilie. Von 2005 bis zum 31. Januar 2013 hatte in dem Gebäude dann der Geoinformations-Dienstleister RapidEye AG seinen Sitz am Molkenmarkt 29/30. Nach dem Leerzug gestaltete das Brandenburger Ehepaar Mischker den viergeschossigen Backsteinbau nebst Fachwerkgebäude und einem Backsteinhaus mit Türmchen zu einem Drei-Sterne-Hotel um. mehr
    • Ein Riese warf vor vielen Jahrhunderten von den Briesener Bergen einen gewaltigen Findling in Richtung Krahne, um die dortige Kirche zu zerstören. So erzählt es zumindest die Sage, die auch in vielen anderen Orten so beheimatet ist. Der Stein verfehlte das Gotteshaus und grub sich etwa 1,5 Kilometer entfernt in das Erdreich ein. Heute weisen Schilder den Weg zum „Blauen Stein“. Die bläulich-grünliche Farbe auf dunkle Bestandteile der Minerale Hornblende zurückzuführen. Er ist zwar kein Touristen-Magnet, aber trotzdem ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer. mehr
    • 60 Meßdunker leisteten sich 1868 eine neue Kirche
      Marcus Alert / 22.10. / 20:01 Uhr

      Die Straße nach Meßdunk endet an einem Stein mit der Jahreszahl 1375 darauf. Der kleine Ortsteil von Reckahn feierte im Sommer seine 650-Jahr-Feier. Wie so viele andere Orte auch, wurde Meßdunk damals im Landbuch Karls IV. erstmals erwähnt. Vermutet wird, dass der Ortsname – er variierte in den Quellen von Mistdunk, Meßtunk zu Misdunk - auf niederländische Siedler zurückgeht. Seit dem Jahre 1540 ist für den Ort eine Kirche nachweisbar. mehr
    • Fünf Skulpturen stehen seit 1992 auf dem südlichen Vorplatz des St. Pauli-Klosters. Sie sind das Ergebnis des 1. Internationalen Bildhauer-Pleinair, an dem fünf Künstler aus Holland, Portugal, Belgien und Deutschland beteiligt waren. Vom 21. August bis 19. September wurden damals von den mit Schutzbrille und Atemmaske ausgestatteten Künstlern unter freiem Himmel riesige Blöcke aus Marmor, Diabas und Dolomit mit Säge, Bohrer und Hammer bearbeitet. Bei der Anlieferung des Materials wog alles zusammen stolze 36 Tonnen. Die Idee für diese Aktion hatte der hiesige Künstler Dietmar Block, der die Gelder bei Stadt, Land und Bund locker machte. mehr
    • Zwei anmutige Engel zieren bei Gottesdiensten den Altar im hiesigen Dom St. Peter und Paul. 550 Jahre gehörten die hübschen Bronzefiguren zum Bestand der Kirche. Doch dann waren sie plötzlich weg. In der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 1991 brachen Unbekannte über ein Fenster in den Dom ein und entwendeten Bargeld, einen Computer mit Drucker, ein altes Kirchenbuch und vor allem die beiden bronzenen Leuchter-Engel. Über eine Alarmanlage verfügte man damals noch nicht und viel Hoffnung, die knienden Engel je zurück zu bekommen, hatte man eigentlich nicht. mehr
    • Wann genau Albert Baatz in Oberjünne die Schankwirtschaft „Zum Heidekrug“ eröffnete, lässt sich heute kaum noch nachvollziehen. Von 1923 ist häufig die Rede. Doch Burkhard Baatz ist sich sicher: „Ich werde 2027 das 100-jährige Bestehen der Gaststätte feiern“. Er ist der Enkel des ersten Betreibers und er selbst führt diese Gaststätte seit 1986. Er feierte gerade seinen 70. Geburtstag und denkt längst über den Ruhestand nach. Somit könnte die Jubiläumsfeier zugleich der Schlussstrich für diese Institution sein. mehr
    • In Berlin und Fredersdorf-Vogelsdorf gibt es Theodor-Hosemann-Straßen. In Brandenburg jedoch nicht, obwohl der Kunstmaler, Illustrator und Karikaturist im Jahre 1807 in der Havelstadt – in der Altstadt - geboren wurde. Getauft wurde er am 31. Oktober 1807 in der reformierten St. Johanniskirche. Das Stadtmuseum bzw. die Wredowsche Zeichenschule verfügen über etwa 100 Arbeiten des Künstlers, der zu den wichtigsten Vertretern des Berliner Biedermeiser gilt. Sein Erbe umfasst 6000 Grafiken und 500 Gemälde. Am 15. Oktober jährt sich sein Todestag zum 150. Mal. mehr
    • Leo Koch ist ein fast vergessener Bildhauer, der den Großteil seines Lebens im Städtchen Plaue zugebracht hat. Sein einziges noch sichtbares Werk ist das Kriegerdenkmal in Plaue. Das entwarf er im Jahre 1922. Im Mittelteil platzierte der Künstler eine fast nackte trauernde Soldatenfigur, die ein gesenktes Schwert und einen Ehrenkranz hält sowie ein Stahlhelm auf dem Kopf trägt. Auf den seitlichen Tafeln stehen die 91 Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Plauer. Die Kosten in Höhe von 31.962,50 Mark wurden damals durch Spenden gedeckt. mehr
    • Mitten im Krahner Gutspark – zwischen Sportplatz und dem Gutshaus gelegen - kann der Spaziergänger ein riesiges Grabkreuz entdecken. Dort befindet sich das Grab von Friedrich Ludwig von Rochow. Der wurde am 1. September 1858 auf Plessow geboren. Die Rochows hatten sich bereits im 16. Jahrhundert in vier Linien aufgeteilt: Reckahn, Golzow, Gollwitz und Plessow. Die Plessower Linie nutzte ab 1805 das Krahner Gutshaus als Jagdschloss und auch als Nebengut. In dem Jahr erbte der Plessower Gutsherr als Vetter von Friedrich Eberhard von Rochow, der ohne Nachkommen blieb, das Gut. mehr
    • Vor 250 Jahren entstand im unwegsamen Planebruch, zumindest erst einmal auf dem Papier, die kleine Gemeinde Lucksfleiß. Der Landbaumeister Johann Christian Friedrich Keferstein (1752-1806) fertigte damals im Auftrag der Golzower Gutsherrin von Luck einen Plan an, wie das Bruch trockengelegt und so Winterfrüchte angebaut werden konnten. Das war die Voraussetzung für die Ansiedlung von Kolonisten. Denn Ziel der Aktivitäten war die Gründung einer neuen Siedlung. An der Temnitz und der Plane wurden Schutzwälle gegen Überschwemmungen aufgeschüttet und zugleich auch Entwässerungsgräben angelegt. mehr
    • Um 1903 entstand in Kirchmöser, zu diesem Zeitpunkt hieß das Dorf noch noch Möser, das Sommerrestaurant „Seepavillon“. Dank des 1904 in Sichtweite der Gaststätte erbauten Bahnhofes und der in den Möserschen See hineinragende Steganlage für die Ausflugsschifffahrt, entwickelte sich das Etablissement in der Folgezeit zu einem der beliebtesten Ausflugsgaststätten. Auch per Rad und selbst zu Fuß kamen die Gäste. Parallel entstanden in direkter Nachbarschaft, etwas erhöht, diverse zweigeschossige Villen betuchter Brandenburger. mehr
    • Vor 450 Jahren, 1575, wurde Zacharias Gartz (1544-1586) Rektor der auf dem Gotthardtkirchplatz ansässigen Lateinschule in der Altstadt Brandenburg. Und das mit gerade einmal 31 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte der gebürtige Pritzwalker, er war Sohn des dortigen Bürgermeisters, Schulen in seiner Heimatstadt und in Magdeburg besucht und an der Universität Wittenberg ein Jurastudium absolviert, das auch Theologie und Medizin enthielt. 1571 bis 1574 hatte er bereits das Rektorat einer Pritzwalker Schule inne. Doch der Wechsel in die Chur- und Hauptstadt Brandenburg war dann doch ein echter Karrieresprung. Auch, weil er nur wenig später unter dem Bürgermeister Simon Roter auch noch das Amt des Stadtschreibers, das damals Syndikus hieß, übernahm. mehr
    • Auch schon in der Weimarer Republik hatte die Stadt Brandenburg vor allem eins: Klamme Kassen. In den 1920er Jahren plante der damalige Stadtbaudirektor Karl Erbs in prominenter Lage am Zusammenfluss von Havel und Schleusenkanal das Wohlfahrtsforum. Das Bauvorhaben war äußerst ambitioniert, wurde aber schon vor Baubeginn abgespeckt und schließlich auch nicht vollendet. Trotzdem ist der mehrteilige Komplex, ausgeführt im Bauhausstil, damals eine echte Errungenschaft gewesen. mehr
    • Raubritter gehörten um das Jahr 1400 herum in der Mark Brandenburg zum Alltag, war sogar der Herzog Johann von Mecklenburg-Stargard nicht sicher vor ihnen. Die Brüder Quitzow überfielen ihn bei Liebenwalde und hielten ihn mehrere Jahre auf Plaue gefangen. Als Sigismund im Jahre 1411 in den Besitz der Mark kam, ernannte er den Nürnberger Burggrafen Friedrich VI. von Hohenzollern zum Hauptmann der Mark. „Wenn es auch ein ganzes Jahr Burggrafen regnete, so sollen sie doch in der Mark nicht aufkommen“, war der trockene Kommentar der Quitzows. mehr
    • Mit dem Bau der Doppelgemeindeschule im Jahre 1908 in der heutigen Franz-Ziegler-Straße musste auch das sich entwickelnde Umfeld erschlossen werden. Und die Schüler in der Neuendorfer Vorstadt sollten kürzere Wege erhalten. Das war die Geburtsstunde der Wredowbrücke, die damit die Wredowstraße in Richtung Wiesenweg verlängerte. Der Jakobsgraben diente zwar zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr dem eigentlichen Schiffsverkehr, doch nutzten mehrere Betriebe den Wasserarm zumindest noch als Transportweg. mehr
    • Ein Vorfahre von Norbert Fröhndrich, Johann Friedrich Seewang, hatte mit seiner ersten Frau sechs und mit seiner zweiten Frau sogar zehn Kinder. Der Pate des 10. Kindes im Jahre 1843, war kein geringerer als der König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861). „Ich will noch ermitteln, ob er das immer beim 10. Kind getan hat“, so Fröhndrich, der am Freitag im Oberjünner „Heidekrug“ sein neues Buch „Ein Dorf entsteht vorstellte. Der Wechsel der Generationen auf den Oberjünner Büdnergehöften seit 1695“. Zwei Jahre hat er daran gearbeitet. Der ehemalige Sozialamtschef der Stadt ... mehr
    • Ein Wanderer mit Spazierstock und Hut
      Marcus Alert / 20.09. / 20:01 Uhr

      Für den Plauer Künstler Dirk Harms ist Theodor Fontane (1819-1898) ein Wanderer. Und genauso hat er ihn im Jahre 2011 in Ton und Silikon geschaffen: Mit dem Hut auf dem Kopf – den er mit der rechten Hand festhält - und dem Spazierstock unter dem Arm. In der Werkstatt von Klaus Cenkier in Köpernitz wurde die 1,43 Meter große Figur schließlich in Bronze gegossen und nicht nur wie ursprünglich geplant in Ton gebrannt. Der Plauer Schloßparkverein konnte die Materialkosten von 10.000 Euro zwar nicht stemmen, doch ging der Künstler kurzerhand in Vorleistung. Seit dem 10. Juni 2012 ist der aus Neuruppin stammende Romanschreiber nun schon im Plauer Park – auf einem kleinen Sockel - als Bestandteil eines Fontane-Rundweges zu finden. mehr
    • Einst war die Ziegeleibesitzer-Villa des Hauptmanns Daude ein echter Hingucker in Götzer Berge. Bauliche Eingriffe in den DDR-Jahren wie der gläserne Vorbau, der damals moderne Zwischenbau und das dreigeschossige Bettenhaus taten dem aus der Jahrhundertwende stammenden Haus sicherlich nicht gut. Bis 1995 wurde das Gewerkschaftsobjekt noch regelmäßig genutzt. Heute verfügt die Landwerk gGmbH. über die Immobilie, zu der auch ein unter Denkmalschutz stehender Landschaftspark gehört. mehr
    • Fast 70 Jahre lang konnten die Brandenburger eine nackte Göttin bewundern. Im Jahre 1928 hatte die Stadt die Marmorskulptur der Diana von der Nationalgalerie in Berlin erworben. Ab 1950 stand sie im Theaterpark und wurde 1983 restauriert. Doch kurz nach der Wende wurde sie mit Sprühfarbe bearbeitet und der Köcher zerstört. Seit der kurz danach erfolgten neuerlichen Restaurierung steht die Göttin der Jagd nun im Sicherheit bietenden Innenhof des Stadtmuseums. mehr
    • Im Jahre 1847/48 ließ sich der Gutsbesitzer von Karow, Gustav Ludwig Graf von Wartensleben (1796-1886), auf dem Gollwitzer Berg ein recht schlichtes Jagdschloss errichten. Nach dem 2. Weltkrieg verschwand die Halle mit dem Saal, nur der Aussichtsturm blieb bis heute weitgehend erhalten. Jetzt tauchte ein Ölbildnis auf, das das Jagdschlösschen mit dem Namen „Lebenswarte“ – einem Wortspiel zu der Familie von Wartensleben - vor der Zerstörung zeigt. Das Bild hängt bereits seit mehreren Jahrzehnten in der Gaststätte G. Pflaumbaum in Kade. mehr
    • Heinrich Heine löst 1960 die Familie Spitta ab
      Marcus Alert / 15.09. / 20:01 Uhr

      Vor 65 Jahren benannte Oberbürgermeister Max Herm das Spitta-Ufer in Heinrich-Heine-Ufer um. An diesem 6. Oktober enthüllte der OB um 17 Uhr die Heinrich-Heine-Büste. Die war 75 Zentimeter hoch, wog 25 Kilogramm und stand auf einem 1,50 Meter hohen Kunststeinsockel. Der deutsche Dichter verdrängte damit die Familie Spitta, die in Brandenburg eine Leim- und Lederfabrik betrieb. mehr
    • Seit gut 120 Jahren steht auf dem Götzer Berg ein Turm, der wegen seiner wichtigen Funktion immer wieder erneuert wurde. Errichtet wurde die erste etwa 30 Meter hohe Holzkonstruktion durch die trigonometrische Abteilung im Jahre 1904. Bereits im November 1905 vermeldete jedoch der „Brandenburger Anzeiger“, dass der Blitz gleich dreimal in den Turm eingeschlagen und ihn dabei erheblich beschädigt hat. Da gleich drei Hauptpfeiler in Mitleidenschaft gezogen wurden, erfolgten der Abriss und wenig später, im Jahre 1907, der nunmehr fast 50 Meter hohe Neubau. mehr
    • Vor nunmehr gut 450 Jahren passierte in der Brandenburger Neustadt ein großes Unglück: Der Turm der St. Katharinenkirche stürzte mit lautem Krachen mitten in der Nacht ein. Bis heute sind selbst die kleinsten Details der Geschehnisse bekannt. Denn der damalige Pfarrer Georg Beumichen verfasste einen Bericht, der 1726 gefunden wurde, als man den Turmknopf der Wetterfahne öffnete. Der war so interessant, dass er sogar gedruckt wurde. Und die hiesige Heimatschriftstellerin Berta Itzerott-Buchholz nahm die Geschehnisse zum Anlass, um in den 1920er Jahren ihr Buch „Der Kunstpfeifer von St. Katharinen“ zu verfassen. mehr
    • In Brandenburg erinnert zwar fast nichts mehr an Werner Mölders, doch der wohl berühmteste deutsche Jagdflieger aus dem 2. Weltkrieg ist in der Stadt kein Unbekannter. Während des Krieges war er ein Idol der Deutschen. Nach seinem Abitur an der Saldria trat er dem Militär bei. Schon im Spanien-Krieg errang er 14 Luftsiege. Im 2. Weltkrieg folgten weitere 101 Abschüsse. Nach seinem 115. Abschuss erteilte man dem Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten ein Feindflugverbot. mehr
    • Zwei Machtmenschen kämpften im 12. Jahrhundert um die damalige Brandenburg: Albrecht der Bär und Jacza von Köpenick. Die Slawenfeste waren damals heiß begehrt. Albrecht der Bär kam 1150 nach dem Tod des Heveller-Fürsten Pribislaw zwar durch Erbschaft relativ leicht an die Burg, doch Jacza, oder auch Jaxa, von Köpenick fand sich damit nicht ab. Als angeheirateter Verwandter bestand er auf das Erbe und damit auch auf die Vorherrschaft an Havel und Spree. mehr
    • Während sich Schornsteinfegermeister Johann Gottfried Bröse Mitte des 19. Jahrhunderts abrackerte, um den Marienberg gärtnerisch zu gestalten, waren es letztlich verschiedene Gastwirte, die auf dem Berg für die Ausflügler Kaffee und Kuchen bereithielten. Der erste Ausschank erfolgte in dem Gebäude, das 1832 für die Telegraphenstation gebaut worden war. Die Linie bestand bis 1852. Im Sommer 1877 war es ein gewisser Robert Fisch (1840-1903), der die kleine Kaffeewirtschaft von der Stadt pachtete. Sein Umsatz dürfte überschaubar gewesen sein. mehr
    • Um den Marienberg ranken sich zahlreiche Sagen. Demnach lebte hier vor Tausenden von Jahren das Geschlecht der Riesen. Eines Tages spielte die Tochter eines Riesenpaares im märkischen Sand und füllte dabei ihre große Schürze reichlich mit Sand. Unbemerkt schlich sich der Teufel an die junge Riesin heran. Er baute sich vor ihr auf, so dass sie sich gewaltig erschrak. Sie versuchte sofort zu flüchten, stolperte aber über eine Wurzel. Daraufhin entlud sich der gesamte Schürzeninhalt an der Stelle, wo das Mädchen gefallen war, und ein Sandberg türmte sich auf. Dieser ist heute noch der Marienberg. mehr
    • Einst erhob sich auf dem Gollwitzer Berg ein kleines Jagdschloss mit Aussichtsturm. Heute ist nur noch die Ruine des Turms vorhanden. Die steht direkt neben einem Mitte der 1990er Jahre errichteten stählernen Mast. Gebaut wurde das Jagdschloss 1847/48 durch den Gutsbesitzer von Karow Gustav Ludwig Graf von Wartensleben (1796-1886). Der preußische Generalleutnant, der ein ambitionierter Jäger war, kaufte übrigens 1848 das Rittergut Rogäsen und ließ im Jahr darauf in Zitz das Franzosendenkmal errichten. mehr
    • Das „Havelschlösschen“ ist in Brandenburg geradezu legendär. Auch, weil die am Ende der Luckenberger Straße gelegene Gaststätte so viele Jahre brach lag. Leider verschwand vor gut zehn Jahren das Schild mit dem Namen der einstigen Gastwirtschaft. Doch auch so heißt das backsteinerne Haus bei den Brandenburgern immer nur „Havelschlösschen“. mehr
    • In den Vormittagsstunden des 24. August 1965 drehten 21 Kinder des nahegelegenen Kinderferienlagers „Flax und Krümel“ des DDR-Fernsehfunks drei Runden mit einem Schwimmpanzer vom Typ PT-76 auf dem Riewendsee. Bei der vierten Runde schwappte plötzlich über eine Luke Wasser in das Fahrzeug, das ganz schnell sank. Sieben Jungen wurden mit in die Tiefe gezogen. mehr
    • Hinter Büschen und Sträuchern kaum noch zu erkennen ist die im Gewerbegebiet Reckahn stehende Dampflokomotive mit der Nummer 528156-3. Die sogenannte Kriegslokomotive wurde im Oktober 1943 von den Schichau-Werken in Elbing ausgeliefert. Das schwarze Ungetüm wiegt immerhin 84 Tonnen. Das eingetragene Denkmal steht seit mittlerweile 20 Jahren auf dem Gelände der Firma Fred Prinsen GmbH. mehr
    • Vor 15 Jahren beschloss die Stadtverordnetenversammlung den Umbau des Nicolaiplatzes. Nicht jedem Abgeordneten war wohl klar, dass er damit die DDR-Kultgaststätte „Fischbratküche“ zum Abriss freigab. Bei der Planung durch die ARGE NP-Consult standen Umsteigebeziehungen und Barrierefreiheit im Vordergrund und nicht DDR-Nostalgie. So musste der runde Bau trotz Protesten letztlich weichen. mehr
    • Karl Joseph Erbs prägte von 1928 bis 1938 und dann noch einmal von 1945 bis 1947 das Brandenburger Stadtbild. Der Ingenieur fungierte in diesen Jahren in der Havelstadt als Stadtbaurat. Bis heute sind Zeugnisse seiner Tätigkeit zu finden. In seiner Regie entstand 1928/29 die alte backsteinerne Feuerwache, 1929/30 folgte gemeinsam mit Ludwig Schlegel das Wohlfahrtsforum am heutigen Messelplatz mit Turnhalle, Schwimmbad und Poliklinik sowie ebenfalls nach einem Entwurf von Erbs im Jahre 1934 die katholische Kirche St. Bernhard, die heute in der Thüringer Straße als Gemeinschaftskirche genutzt wird. mehr
    • Bulgarischer Kommunist ist auf dem Görden zu Hause
      Marcus Alert / 13.08. / 20:01 Uhr

      Der Wohnbezirks-Ausschuss 49 war es, der angeblich Ende der 1960er Jahre ein Georgi-Dimitroff-Gedenkstein anregte. So ist es zumindest in der „Chronik der Stadt Brandenburg“ nachzulesen. Einen Bezug zur Stadt Brandenburg hat der bulgarische Arbeiterführer allerdings nicht. Berühmt wurde er, als er 1933 im Reichstagsbrandprozess den Faschismus anklagte. Von 1946 bis zu seinem Tod 1949 war er Ministerpräsident der Volksrepublik Bulgarien. mehr
    • In der Dorfstraße in Zitz steht seit dem 29. April 1849 ein mit einem Eisernen Kreuz bekröntes feldsteinernes Denkmal. Der Gutsherr Gustav Ludwig Graf von Wartensleben (1798–1886), der in seiner Jugend die Ritterakademie in Brandenburg besucht hatte, ließ das zwei Meter breite und 2,50 Meter hohe Denkmal in Erinnerung an ein Gefecht errichten. Damals lag der Standort noch etwas außerhalb des Dorfes. Bei der Errichtung dürfte auch etwas Dankbarkeit dabei gewesen sein. Denn die Franzosen hätten am 24. August 1813 nach der Plünderung und Brandschatzung des Wartensleben-Dorfes Zitz sicherlich auch das benachbarte Rittergut der Familie von Wartensleben in Karow schwer geschädigt. Doch dazu kam es aufgrund des siegreichen Gefechts nicht. mehr
    • Das Vorwerk Hammerdamm aus Raseneisenstein erbaut
      Marcus Alert / 10.08. / 20:01 Uhr

      Etwas abseits von Golzow liegt das einstige Vorwerk Hammerdamm. Der Dreiseitenhof ist etwas ganz besonderes. Denn die Gebäude wurden wohl um 1858 vor allem aus schwarz-braunen großformatigen Steinen errichtet. Diese wurden in der Golzower Niederung abgebaut, bestehen die Häuser größtenteils aus dem wenig bekannten Raseneisenstein. Nur die Fenster, Türen und Tore wurden von den Bauherren, den Rochows, von roten Ziegeln eingefasst. mehr
    • Der „Bär“ war einst das erste Haus am Platz
      Marcus Alert / 07.08. / 20:01 Uhr

      Die zwei Bärenfiguren sind das Markenzeichen des einstigen „Hotels zum Bären“, das 1820 als „Hotel zum schwarzen Bären“ gegründet worden war. Neben den vornehmen Gästezimmern, die ab 14 Uhr bezogen werden konnten, verfügte das Haus in der Steinstraße 60 nach einem im Jahre 1965 erfolgten dreigeschossigen Neubau auch über ein Restaurant mit Garten, Festsälen und eine Weingroßhandlung. Nach Richard Sehnert, der das erste Haus am Platz etwa ab 1860 führte, übernahm 1894 Heinrich Schmidt die Immobilie. 1937 wurde sein Sohn Ernst neuer Hotelbesitzer. mehr
    • Ist der Marmor-Ganymed noch irgendwo eingelagert?
      Marcus Alert / 06.08. / 20:01 Uhr

      In der griechischen Mythologie entführte der Göttervater Zeus den schönen Ganymed, um ihn auf dem Olymp zu seinem Geliebten und zu seinem Mundschenk zu machen. Dagegen wissen die Brandenburger nicht, wer viele Jahrhunderte später die Marmorgestalt des Ganymed vom Marienberg gestohlen hat. Denn in den letzten Kriegstagen verschwand die Nachbildung des Wredowschen Originals spurlos, war die grazile Figur bis dahin von drei Seiten des Laubengangs umschlossen. Eine Theorie ist, dass die Skulptur, ähnlich wie der Roland, während des Zweiten Weltkrieges durch die Stadtverwaltung in Sicherheit gebracht wurde, das Wissen wo, allerdings verlorenging. mehr
    • Im Juni 1996 machten ABM-Kräfte im am Rand des Reckahner Schlossparkes gelegenen Erbbegräbnis der Familie von Rochow eine schaurige Entdeckung. Offenbar war in der kleinen Kapelle eine Schwarze Messe gefeiert worden. Am 4. Juli 1996 ging daher bei der Polizei eine Anzeige wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung ein. Mit Satansanbetern hatte die hiesige Polizei bis dahin noch nichts zu tun gehabt. Die Kriminalpolizei sicherte sofort alle Spuren. mehr
    • Während viele Brandenburger wenige Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch nach ihrer Zukunft suchten, packte Heinz Stamnitz schon kräftig zu und gründete kurzerhand am 1. August 1945 am Molkenmarkt ein Glasergeschäft. Sein Gewerbeschein ist auf den 1. Oktober 1945 datiert. Angesichts der Zerstörungen gab es genug zu tun. Am Freitag feierte Andreas Höfer das 80-jährige Jubiläum der Glaserei Stamnitz. Er ist der Enkel des Gründers und führt den Betrieb somit in dritter Generation. Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, überreichte ihm zum Jubiläum eine Ehrenurkunde. mehr
    • Seit der Bundesgartenschau 2015 erstrahlt das einstige Werftgebäude am Packhof im neuen Glanz. Der Ansturm im Buga-Jahr war riesig und ebbte danach allerdings etwas ab. Das Restaurant „Die Werft“ strich 2023 die Segel, doch fast übergangslos wurde aus dem Ziegelbau das „Ristorante la Famiglia“. Das Gebäude war einst eine Montagehalle, beherbergte aber nach der Wende auch schon eine Markthalle und hier fanden auch Konzerte statt. mehr
    • Der letzte Slawenfürst Pribislaw, der mit seiner Taufe den Namen Heinrich annahm, soll 1150 in der christlichen St. Petri-Kapelle seine letzte Ruhestätte gefunden haben. Später wurde wohl auch seine Frau Petrissa dort beigesetzt. Bischof Wigger, der von 1138 bis 1159 dem Bistum Brandenburg vorstand, soll auch in der kleinen Kapelle seine letzte Ruhe gefunden haben. Nach einer alten Quelle befindet sich sein Grab jedoch seit dem 31. Dezember 1159 im damaligen Prämonstratenserkloster Leitzkau. mehr
    • Vor 50 Jahren wurde der auf der Brandenburger Regattastrecke stehende Ruderer in einer Berliner Gießerei in Bronze gegossen. Die Figur ist ein Werk der Künstlerin Monika Spieß. Die gebürtige Magdeburgerin hatte 1971 an der Hochschule für bildende Künste ihr Studium in Dresden abgeschlossen. Mit ihrem Mann Emil wohnte sie bereits seit 1963 in der Havelstadt. Nach der „Schwurhand“ für das Marienberg-Mahnmal zum 20. Jahrestag der Befreiung des Zuchthauses war der „Ruderer“ der zweite große Auftrag der damals knapp über 30 Jahre alten Künstlerin. mehr
    • 20. Juli 1950 – einer der wichtigsten Tage in der Stadtgeschichte Brandenburgs an der Havel. An diesem Tag um 12:15 Uhr floss der erste Stahl aus dem ersten neu errichteten Siemens-Martin-Ofen I. Am 20. Juli 2025 haben wir diesen Tag gefeiert – doch, was feiern wir da eigentlich? Für Herbert Greif, den damaligen Hauptdirektor des entstehenden Stahl- und Walzwerks war die Sache eindeutig: „Schon diese Tatsache, dass über 3.000 Menschen in einem ernsthaften Bemühen, gemeinsam den Willen haben, am III. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands den ersten Siemens-Martin-Ofen in Betrieb gehen zu lassen, zeigt, dass hier nicht nur ein Stahlwerk entsteht, sondern gleichzeitig mit dem Bau des Stahlwerkes sich eine große gesellschaftliche Bewusstseinsänderung in den Köpfen der unserer werktätigen Bevölkerung vollzieht.“ mehr
    • Ein sechsjähriger Mastochse war der erste Todeskandidat, der den am 1. September 1890 in Betrieb genommenen Städtischen Schlachthof betrat. Am 3. September wurden dann die ersten beiden Schweine, die dem Krugpächter Thie gehörten, geschlachtet. Im ersten Monat des Betriebes hauchten in der heutigen Wilhelmsdorfer Landstraße 164 Rinder, 263 Kälber, 738 Schweine, 445 Schafe, zwei Ziegen und 33 Pferde ihr Leben aus. Für die Betäubung verwendet wurde zumeist eine Bolzenschuss-Anlage, später wurden die Schweine auch elektrisch betäubt. mehr
    • Ein Überbleibsel aus den DDR-Jahren ziert bis heute den Giebel der Georg-Klingenberg-Schule in der Klingenbergstraße 69. Zu erkennen sind vier Schulkinder, wobei das älteste Mädchen einen Wimpel der Jungen Pioniere schwenkt. Nach der Wende wurde das Schulgebäude inklusive des Sgraffito „Wandbild mit Pionieren“ unter Denkmalschutz gestellt. mehr
    • Selbst kleinere Orte verfügten früher über eine eigene Kirche. Das heutige Wilhelmsdorf musste allerdings über 150 Jahre warten, bis der Ort eine eigene Kirche erhielt, die schließlich 1906 geweiht wurde. Der kleine Ort wurde aufgrund eines Befehls Friedrichs des Großen (1740-1786) im Jahre 1754 gegründet. 24 Spinner wurden auf der Gemarkung des wüst gewordenen Dorfes Schmölln, unweit des Neuen Kruges, angesiedelt. Zugleich wurde eine Barchentfabrik errichtet. Der Ort erhielt damals den Namen Neudorf. 1824 erfolgte die Umbenennung in Wilhelmsdorf. mehr
    • Seinen 38. Geburtstag verbrachte der Kommunalpolitiker und spätere Brandenburger Ehrenbürger Otto Sidow in einer ungemütlichen Zelle des damals noch vorhandenen Steintores. Am 18. April 1895 hatte er eine vom Königlichen Amtsgericht verhängte sechswöchige Gefängnisstrafe wegen „Beleidigung durch die öffentliche Presse“ angetreten. Zuvor hatte er der „Brandenburger Zeitung“ ein Flugblatt beigelegt, das die Arbeiter dazu aufforderte das Lokal Gerlach zu meiden, weil der den Sozialdemokraten die Nutzung seiner Räume für Veranstaltungen verweigerte. mehr
    • Der oberirdische Zwei-Mann-Bunker auf dem Weinberg in Kirchmöser ist fast völlig zugewachsen. Der schmiedeeiserne Zaun, der das Objekt einst umgab, weist eine Vielzahl von Lücken auf. Die Sehschlitze sind in Richtung der Halbinsel Wusterau ausgerichtet. „Das ist ein DDR-Bunker, von dem aus die Munitionssprengungen auf Wusterau beobachtet wurden“, verrät der Militär-Experte Frank Brekow. Auf der Halbinsel sprengten nach dem 2. Weltkrieg erst ab 1952 die kasernierte Volkspolizei und ab 1959 das in Kirchmöser stationierte Pionierbataillon Munition und Sprengstoff. mehr
    • Im Speicher des Heeresversorgungsamtes gespielt
      Marcus Alert / 10.07. / 20:01 Uhr

      Werner Verse spielte als Kind auf dem Gelände des Heeresversorgungsamtes in der Fohrder Straße. „Wir rutschen im Speicher die Rutschen herab“, erinnert sich der heute 91-Jährige. Er war auch dabei, als am 25. April wegen der anrückenden Panzer der Roten Armee die Fohrder Brücke gesprengt wurde. „Drei Frauen aus unserem Wohnhaus inklusive meiner Mutter waren auf dem Weg zum Görden, als einige Trümmerteile in ihrer Nähe niedergingen“, so Werner Verse. mehr
    • Eleni Schaper ist 92 Jahre alt und lebt in Hohenstücken. Sie ist eines der griechischen Partisanenkinder, die 1949 in die DDR kamen. Sie ist heute noch griechische Staatsbürgerin. Eine Rückkehr in ihre Heimat war für sie spätestens nach ihrer Hochzeit kein Thema mehr. „Ich habe hier inzwischen 25 Enkel und Urenkel“, erzählt sie stolz. Die wolle sie natürlich nicht verlassen. mehr
    • Das Altstädtische Rathaus in Brandenburg ist mehr als nur ein historisches Gebäude – es ist ein lebendiger Ort der Stadtgeschichte. Im Herzen der Altstadt gelegen, dient es nicht nur als Sitz des Oberbürgermeisters, sondern auch als Ort, an dem im Rolandsaal die Stadtverordnetenversammlung tagt und die Zukunft der Stadt gestaltet wird. mehr
    • Die Oberförsterei Brandenburg-Neustadt hatte bis 1945 ihren Sitz in einem an der Grüninger Chaussee gelegenen Forsthaus. Das einem Herrenhaus ähnelnde Gebäude im Heimatstil stand etwa zwei Kilometer hinter Wilhelmsdorf in Richtung Grüningen auf der linken Seite. Der dortige Baumbewuchs weist noch auf die einstige Bebauung hin. Doch bis auf einige Ziegelreste in der Feuerschneise ist von dem Forsthaus nichts mehr zu finden. Zeitzeugen erzählen, dass das zweigeschossige repräsentative Haus unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges (1939/45) nach und nach geklaut wurde. mehr
    • Die Stadt Brandenburg hatte einst ein Kurbad. Betreiber Hermann Lattke bot ab dem Jahre 1892 in der Havelstraße 9 russisch-römische Dampfbäder, Wannenbäder und Massagen an. Die mit Zentralheizung und elektrischem Licht ausgestattete Einrichtung verfügte über 16 kupferne Wannenbäder und unterhielt auch ein großes Schwimmbecken. mehr
    • Vor 60 Jahren triumphierte die Schülermannschaft der BSG Motor Süd beim Endrundenturnier der Bezirksmeister und sicherte sich so den deutschen Meistertitel. Fünf Siege schlugen zu Buche und das bei einem Torverhältnis von 20:1. Es ist bis heute der größte sportliche Erfolg des Vereins. Sechs der 13 Spieler leben noch. Einer ist Karl-Heinz Glaser (74), der sich noch gern an die damaligen zehn Tage erinnert. mehr
    • Im Sommer 1732 passierte der letzte große Flüchtlingsstrom die Stadt Brandenburg. Während sich gut 50 Jahre zuvor einige Hugenotten nach ihrer Vertreibung in Brandenburg niedergelassen hatten, zogen die Salzburger nur durch die Stadt, wurden aber von der ausschließlich protestantischen Bevölkerung geradezu frenetisch gefeiert. Vielleicht wäre der Durchzug der Salzburger als Kapitel der Stadtgeschichte vergessen worden, wenn nicht ein von Professor Rudolf Siemering geschaffenes Relief des im Jahre 1888 auf dem Marienberg errichteten Kriegerdenkmals genau an dieses Ereignis erinnert hätte. mehr
    • Vor 20 Jahren wurde das an den Heiligen See grenzende Klärwerk von Kirchmöser stillgelegt. Zuvor hatte die mechanisch-biologische Anlage 90 Jahre lang das in Kirchmöser anfallende Abwasser geklärt. Heute steht auf dem 2,6 Hektar großen Gelände nur noch das aus der Kaiserzeit stammende Pumpenhaus. Jedoch nicht, weil es benötigt wird, sondern weil der leere Klinkerbau unter Denkmalschutz steht. Vorhanden sind auch noch die einstigen Dienstwohnungen unweit der Kläranlage. mehr
    • Im Jahre 2007 wollten die Rotarier der Stadt ein ganz besonderes Geschenk machen. Die Wahl fiel schließlich auf ein bronzenes Stadtrelief für Blinde und Sehende. Auf der Inschrift steht zwar als Einweihungsdatum der 3. Oktober 2007, doch da das 1,90 mal 1,45 Meter große Stadtmodell bzw. der Sockel nicht rechtzeitig fertig wurde, erfolgte die Enthüllung auf dem Neustadt Markt erst am 27. Januar 2008. Seitdem ist es regelmäßiger Anlaufpunkt für die Besucher der Stadt. mehr
    • Der 1836 geschaffene „Fischerknabe“ ist das in Brandenburg wohl bekannteste Werk des Künstlers Gustav Metz. Die anmutige Figur stand ursprünglich ab 1913 im Humboldthain. Allerdings ist dieser „Fischerknabe“ nur eine vergrößerte Kopie des nur 75 Zentimeter großen Originals, die wiederum vom Berliner Bildhauer Paul Hubrich (1869-1948) geschaffen wurde. Auftraggeber war der hiesige Fabrikbesitzer Richard Spitta. Um das Kunstwerk zu schützen, kam die Marmor-Plastik bereits im Jahre 1972 ins Stadtmuseum. mehr
    • Gut 20 junge Griechen, sogenannte Partisanenkinder, kamen Mitte der 1950er Jahre in die Stadt Brandenburg, wo sie in einem Wohnheim in der Gustav-Nachtigal-Straße wohnten und zumeist im Stahlwerk arbeiteten. Nach und nach heirateten sie, gründeten Familien. Die meisten gingen in den 1970er Jahren entweder in den Westen oder kehrten in ihre Heimat zurück. Einige blieben aber auch. Einer der Nachkommen ist der heute 66-jährige Panajotis Zatlidis. mehr
    • Im hiesigen Saldernschen Realgymnasium lehrten vor dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) Top-Fachleute wie der Historiker Otto Tschirch sowie die Maler Walter Garski und Arnold Topp. Nicht verstecken musste sich auch Professor Karl Sachs, der im Herbst 1858 seine Lehrerstelle in der Havelstadt antrat. Der gebürtige Magdeburger gab zusammen mit Cesaire Villatte im Jahre 1880 das „Große Deutsch-Französische Wörterbuch“, den berühmten Großen Sachs-Villatte, heraus. 1896 folgte der „Kleine Sachs“, der für die Benutzung an Schulen gedacht war. mehr
    • Das Gebäude des Oberlandesgerichts am Gertrud-Piter-Platz ist nicht nur architektonisch etwas ganz besonderes, sondern es hatte auch schon sehr unterschiedliche Nutzer. Bis 1977 residierte hier die SED, dann die Pädagogische Hochschule und seit 1993 sitzt hier das Brandenburgische Oberlandesgericht. Die Denkmalpfleger ordnen das Haus am Ende des Platzes als „markantes Beispiel eines Repräsentationsbaus in Formen der Stalinzeit in Brandenburg ein“. mehr
    • Dort, wo sich heute der Humboldthain erstreckt, stank es Mitte des 19. Jahrhunderts noch gewaltig zum Himmel. Mittendurch führte damals der „Ratzenwall“, benannt nach der Tatsache, dass sich dort die Ratten überaus wohl fühlten. Auch, weil die an der Stadtmauer wohnenden Brandenburger damals noch ihren Unrat einfach über die Stadtmauer kippten. Im Jahre 1852 wurde daher die Verschönerungskommission beauftragt das ärgerliche „Stinkloch“ zu beseitigen. mehr
    • Nicht nur der Schriftsteller Willibald Alexis trägt zum Bekanntheitsgrad von Lehnin bei. Sein historischer Roman „Die Hosen des Herrn von Bredow“ spielt schließlich in und um Lehnin. Auch die Schauspieler Armin Mueller-Stahl, Rolf Hoppe, Eva-Maria Hagen oder Fred Delmare haben einen Bezug zu den „Hosen“. Schließlich spielten sie in der DEFA-Komödie „Die Hosen des Ritters von Bredow“ mit. Die wurde wegen der fehlenden Ritterburgen im Jahre 1973 allerdings nicht an den Originalorten gedreht, sondern überwiegend auf Burg Rabenstein und Schloss Wiesenburg. mehr
    • Zumindest einer von den drei Speichergebäuden des alten Heeresverpflegungsamtes steht noch in der Fohrder Straße. Doch nicht nur dieser nicht zu übersehende Viergeschosser ist mittlerweile überaus marode. Trotz der hervorragenden Lage am Silokanal dümpelt der einstige Komplex, der von Mai 1938 bis Juni 1939 errichtet wurde, vor sich hin. Zumindest ist der Boden nicht kontaminiert, ging es hier über 50 Jahre lang überwiegend um Lebensmittel. Auch heute nutzt die Team Agrar GmbH noch einen hinteren Teil des Geländes, der über die Fohrder Straße, sondern über die Straße Am Industriegelände zu erreichen ist. mehr
    • Im Jahre 1958 erhielt der Künstler Karl Mertens den Auftrag ein Friedenstauben-Relief zu schaffen. Auftraggeber war die Stadt Brandenburg. Der Auftrag war hochpolitisch. Denn die Tafel kam nach ihrer Fertigstellung an die Bismarckwarte und versperrte so den Blick des Reichskanzlers auf die Stadt Brandenburg. Andererseits war die Büste des Otto von Bismarck, 1908 von Hugo Lederer geschaffen, nun natürlich auch nicht mehr von den Brandenburgern zu sehen. Zugleich beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Umbenennung der Bismarck- in Friedenswarte. 1974 wurde der Turm schließlich gesprengt. Seitdem sind sowohl der Kopf als auch die Tafel verschollen. mehr
    • Im Mai 1945 drohten Lothar Kreyssig Deportation oder gar Erschießung als preußischer Großjunker. Die Sowjets hatten den einstigen Richter aufgrund des ihm gehörenden „Brüderhofes“ als Großgrundbesitzer eingestuft. Doch der sofort nach Kriegsende als Bürgermeister von Hohenferchesar eingesetzte Georg Dühn konnte den Kommandanten von Pritzerbe überzeugen erst einmal die Akte des Juristen anzufordern. So kam Lothar Kreyssig als politisch Verfolgter zwar wieder frei, doch die Bodenreform machte bei ihm keine Ausnahme. Zumindest konnte seine Familie auf einem Teil des Hofes weiter wohnen und eine größere Fläche bewirtschaften. mehr
    • Der Trick mit der Fotografie im Pegelhäuschen
      Marcus Alert / 01.06. / 20:01 Uhr

      Das backsteinerne Pegelhäuschen am Mühlendamm, gegenüber der Heidrichschen Mühle, wurde in den Jahren 1904/07 errichtet, um die Wasserstände von Ober- und Unterhavel anzuzeigen. Allerdings konnte man sich von 1997 bis 2008 nicht auf die Anzeige verlassen. Denn man sah nicht etwa das originale Zifferblatt, sondern nur eine von Ute Steglich aufgenommene Fotografie. mehr
    • Ab dem Jahre 1916 zog sich der Industrielle Carl Reichstein (1847-1931) langsam aus der Geschäftsführung der Brennabor-Werke zurück. Seine Söhne Walter und Carl Gustav im Jahre 1916 sowie 1918 Ernst wurden Mitinhaber und alle Kinder erhielten bei einer Vermögensaufteilung eine Million Mark. Auch der 1890 geborene Friedrich, der jedoch zu dieser Zeit als Leutnant im 1. Weltkrieg (1914-1918) kämpfte. Er starb, als am 15. Juni 1917 sein Flugzeug über Ypern abgeschossen wurde. Sein Vater steckte im Jahr daraufhin eine halbe Million Mark des für den Sohn bestimmten Geldes in die dafür gegründete Carl-Reichstein-Stiftung, deren einziger Zweck die Heilung und Pflege schwächlicher und kranker Kinder war. mehr
    • Als am Gränert endlich die Züge auch anhielten
      Marcus Alert / 27.05. / 20:01 Uhr

      Fast 60 Jahre lang brausten die Züge – es dürften damals etwa 40 km/h gewesen sein - am heutigen Kirchmöser vorbei, nachdem am 7. August 1846 die Strecke von Potsdam nach Magdeburg eröffnet worden war. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die Havelbrücke bei Potsdam und die Elbbrücke bei Magdeburg noch nicht fertiggestellt. Für die Passagiere standen aber Droschken bereit. Es dürften vor allem die Grafen von Wartensleben gewesen sein, die am Gränert auf einen Haltepunkt drängten. Wollten sie in den Zug, mussten sie anfangs mit der Kutsche entweder nach Brandenburg oder nach Genthin fahren, wo sich die nächsten Haltepunkte befanden. Später hielt der Zug auch in Wusterwitz. mehr
    • Vor und auch noch nach dem 2. Weltkrieg (1939/45) waren die Ergebnisse des künstlerischen Schaffens des Künstlers Albert Caasmann in vielen deutschen Kindezimmern zu finden. Von 1919 bis 1952 entwarf der gebürtige Berliner hauptberuflich Lineolspielzeug für die in der damaligen Fohrder Straße – heute Willi-Sänger-Straße – ansässigen Firma Oskar Wiederholz und nach 1945 für den Nachfolgebetrieb VEB Patent-Lineol. mehr
    • Vor 120 Jahren schloss die Stadt Brandenburg einen wegweisenden Grundstücks-Deal ab. Für 32.400 Mark erwarb die Kommune in der Wilhelmsdorfer Vorstadt ein 5400 Quadratmeter großes Grundstück. Es dauerte nur ein Jahr, dann rückten im September 1906 bereits die Bauarbeiter an. In gut anderthalb Jahren entstand die in Backstein ausgeführte und bis heute sehr repräsentative Doppelgemeindeschule in der heutigen Franz-Ziegler-Straße. Der Kostenvoranschlag von 326.000 Mark wurde damals um immerhin 20.000 Mark unterschritten. mehr
    • Biblische Motive in einer sozialistischen Schule
      Marcus Alert / 23.05. / 20:01 Uhr

      Das Reckahner Barockschloss hat nicht nur Schul- und Bildungsgeschichte zu bieten, sondern auch einen außergewöhnlichen Kachelofen. Um ihn zu besichtigen, muss man nicht einmal die Ausstellungsräume betreten, da er in der Cafeteria zu entdecken ist. Seit 1942 hat er in diesem Raum seinen Platz, ist selbst aber sogar noch einige Jahre älter. Nach Recherchen des inzwischen im Ruhestand befindlichen Krahner Pfarrers Gerke Pachali wurde der Ofen zwischen 1904 und 1920 geschaffen. Möglich wurde die zeitliche Einordnung durch die Buderus AG Wetzlar, von der der Jugendstil-Eiseneinsatz stammt. mehr